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Baustart 2020: Johannistalstraße in Leisnig

Die Sanierung der verkehrsreichen Straße in Leisnig soll in zwei Abschnitten erfolgen. Dabei sind unterschiedliche Varianten der Instandsetzung geplant.

Die Johannistalstraße ist die schlechteste Straße in Leisnig. Das soll sich bald ändern.
Die Johannistalstraße ist die schlechteste Straße in Leisnig. Das soll sich bald ändern. © Dietmar Thomas

Leisnig. Sie ist eine Huckelpiste, die Johannistalstraße in Leisnig. Fehlstellen im Pflaster wurden mit Asphalt übertüncht.

Das Fahren über diesen unebenen Belag macht alles andere als Freude. Sie ist die schlechteste Straße in der Stadt. Das soll sich nach wiederholten Ankündigungen nun tatsächlich ändern, teilte Bauamtsleiter Thomas Schröder im Technischen Ausschuss (TA) mit.

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„Wir wollen noch in diesem Jahr mit der Sanierung beginnen. Der größere Teil des Projektes erfolgt 2021“, so Schröder. Dabei seien zwei Bauabschnitte und unterschiedliche Verfahren geplant. Die reine Deckensanierung sei im Kreuzungsbereich sowie zwischen dem Trafohaus und dem Stadtwald vorgesehen. Ein grundhafter Ausbau soll im Abschnitt von der Jahnstraße bis zum Olbrichtplatz erfolgen.

Ungleicher Tausch

Seit dem 1. Juli 2019 ist Leisnig für die Johannistalstraße verantwortlich. Zu diesem Stichtag hatte das Land Sachsen von der Stadt das verhältnismäßig intakte Stück der Umgehungsstraße zwischen Gewerbegebiet und Thielebrücke übernommen. Die Kommune bekam im Gegenzug die marode Johannistalstraße vom Freistaat. Beide Straßen sind damals bewertet worden.

Als Ausgleich sollte Leisnig eine sogenannte Einstandspflicht in Höhe von 130.000 Euro vom Freistaat erhalten. Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung sei aber nochmals angepasst worden, erklärt Rosalie Stephan von der Pressestelle des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Nachfrage von Sächsische.de. Dabei sei der Betrag der Einstandspflicht auf 258.000 Euro geändert worden, konkretisiert Thomas Schröder im TA.

Instandsetzung nur mit Fördergeld

Für die Sanierung der Johannistalstraße belaufen sich die Gesamtkosten in Höhe von rund 790.000 Euro. Dabei rechnet die Stadt auf eine Förderung von 85 Prozent von der Landesdirektion.

Eigentlich hatte die Stadt gehofft, dass die gesamte Sanierung der Johannistalstraße noch in diesem Jahr über die Bühne gehen kann. Aber, um Fördergeld zu erhalten, musste sie erst noch den Nachweis erbringen, dass genau diese Straße Gewerbegebietsstandorte verbindet.

Kurzer Weg zur Autobahn

Das konnte die Verwaltung am Beispiel des Archivdienstleisters DMI. Der hat seinen Hauptstandort auf der Muldenwiese, betreibt sein Hauptlager aber an der Colditzer Straße. Dorthin gelangen die Mitarbeiter auf kürzestem Weg über die Johannistalstraße. Außerdem rollt über diese Straße der Hauptverkehr zu Staatsstraßen und der Autobahn.

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Die vom Lasuv unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung habe Leisnig im August erhalten. „Der Termin war zwischen Stadt und Lasuv abgestimmt, um eine Vorlage in der Stadtratssitzung im September zu ermöglichen“, so Rosalie Stephan. Rechtskräftig werde die Vereinbarung nach Gegenzeichnung durch die Stadt. (mit DA/sig)

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