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Bibliotheken im Minimalmodus

Mehr als Abgeben und Ausleihen von Büchern ist nicht drin. Dennoch ist die Zahl der Entleihungen nicht gesunken. Ein Überblick aus der Region Döbeln.

In der Bibliothek Döbeln ist Rückgabe in den Romanraum verlegt worden.
In der Bibliothek Döbeln ist Rückgabe in den Romanraum verlegt worden. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Beim Corona-Lockdown im Frühjahr mussten auch die Bibliotheken geschlossen bleiben. Jetzt im sogenannten Teil-Lockdown dürfen sie geöffnet bleiben. Jedoch ist der Betrieb auf das Ausleihen und Zurückgeben von Büchern und anderen Medien beschränkt. Sächsische.de bietet einen Überblick über die Bibliotheken in der Region Döbeln.

Döbelner Bibliothek hat wieder umgeräumt

Die Bibliothek am Lutherplatz in Döbeln ist wie schon im Frühjahr umgeräumt worden. Die Rückgabe findet wieder im Romanraum statt und die Ausleihe ganz normal im vorderen Raum. „Wir freuen uns, dass wir so zu den üblichen Öffnungszeiten für euch da sein können“, heißt es auf der Facebook-Seite der Bibliothek. Dort wird auch auf die Regeln für den Bibliotheksbesuch hingewiesen. Die Aufenthaltsdauer ist auf 30 Minuten begrenzt. Beim Besuch der Bibliothek erfolgt eine Datenerfassung zur Kontaktverfolgung. Es besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Ausgenommen sind Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres.

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Jeder Besucher muss einen Bibliothekskorb nehmen. Die Anzahl von Besuchern, die sich gleichzeitig in der Bibliothek aufhalten dürfen, wird über die Anzahl der Körbe begrenzt. Die Gäste werden gebeten, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Alle Veranstaltungen für den November 2020 fallen aus. Leser, welche bereits Karten gekauft hatten, bekommen ihr Geld zurück.

Die Beschränkungen wirken sich nur geringfügig auf die Zahl der Entleihungen aus. „Laut Statistik vom 31. Oktober liegen wir etwas über dem Vorjahresniveau“, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Die Medienkisten für Schulen, Horte und Kitas werden geliefert und kontaktlos übergeben. Bemerkbar machen sich die Einschränkungen in der Anzahl der angemeldeten Benutzer und in der Anzahl der Neuanmeldungen. „Dort haben wir weniger als im Vorjahr. Das liegt vor allem daran, dass weniger Veranstaltungen mit Klassen oder andere öffentliche Veranstaltungen angeboten werden konnten“, so Mettcher. Als Beispiel führt er das Kinderfest im Mai an, das in der Vergangenheit viele Familien nutzten, um ihre Kinder in der Bibliothek anzumelden.

Ein angefangenes Projekt mit einer Hortgruppe wird im Moment kontaktlos weiter geführt. Das heißt, die Veranstaltungen werden in der Bibliothek vorbereitet. Der Hort bekommt die Materialien, die Arbeitsvorschläge und die Medien geliefert. Die Erzieherin übernimmt die Durchführung.

Ostrau öffnet einmal pro Woche

Die Bibliothek Ostrau ist vorerst nur jeden Donnerstag von 10 Uhr bis 17.30 Uhr für die Leser geöffnet. Es dürfen sich nicht mehr als fünf Personen gleichzeitig in der Bibliothek aufhalten. Weiterhin ist coronabedingt ein längeres Verweilen derzeit nicht gestattet. Der Besuch der Bibliothek ist auf die Medienausleihe zu beschränken. Die Nutzer werden gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich die Hände zu desinfizieren.

Hartha verzeichnet großen Andrang

Die Stadtbibliothek Hartha hatte im Oktober einen größeren Andrang zu verzeichnen. „Als noch nicht klar war, ob die Bibliotheken während des Teil-Lockdowns geöffnet bleiben, haben sich die Leser noch mit Bücher und vor allem auch Spielen eingedeckt“, sagte Bibliotheksleiterin Andrea Zenker. Jetzt laufe der Betrieb normal. Allerdings gelten wie überall Einschränkungen. So ist der Aufenthalt auf ein Minimum zu reduzieren und darf sich nur auf die Ausleihe beschränken. Die geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen sind einzuhalten. Zudem werden die Kontaktdaten der Besucher erfasst. „Wir sind froh und dankbar, dass wir euch weiterhin den Zugang zu all unseren Medien ermöglichen können“, heißt es auf der Facebook-Seite der Bibliothek.

In der Harthaer Bibliothek werden aber von jeher viele Veranstaltungen organisiert. Für den November war einiges geplant, doch das wurde alles gestrichen. Das betrifft einerseits Besuche von Kindergärten und Schulklassen. Andererseits fielen auch Veranstaltungen weg, für die bereits Eintrittskarten verkauft waren. Für diese gibt es das Geld zurück.

In der Bibliothek ist auch die Stadtinformation untergebracht. Dort werden Karten für Veranstaltungen verkauft, die an anderen Orten wie zum Beispiel der Hartharena stattfinden. „Für viele dieser Events sind neue Termine festgelegt worden, deshalb kann teilweise noch kein Geld zurückgezahlt werden“, erklärt Andrea Zenker.

Waldheim: Zutritt für acht Personen

Die Stadtbibliothek Waldheim verweist darauf, dass die Einrichtung ausschließlich zum Medientausch geöffnet ist. Der Aufenthalt zum Lesen oder Arbeiten sowie Veranstaltungen sind in der Stadtbibliothek derzeit nicht gestattet. Es gilt die Maskenpflicht im ganzen Haus. Der Zutritt ist für maximal acht Personen gestattet.

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Auch in der Leisniger Bibliothek sind alle Veranstaltungen wie Lesungen oder Besuche von Schulklassen abgesagt worden. Die Ausleihe von Büchern ist aber unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen möglich. Maximal fünf Personen dürfen sich gleichzeitig in der Bibliothek aufhalten. „Das Angebot wird von den Lesern dankbar angenommen. Die Entleihungszahlen sind auf keinen Fall gesunken. Der Bedarf ist da“, sagte Bibliotheksleiterin Kerstin Otto.

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