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Burgberg Kriebstein: Hat das Warten bald ein Ende?

Der Landkreis hat ein Artenschutzgutachten erstellen lassen. Jetzt kommt der nächste Schritt für den Ausbau von Sachsens steilster Straße.

Die Planungen für den Ausbau des Burgberges in Kriebstein gehen in die nächste Phase. Die Landesdirektion hatte weitere Untersuchungen zum Artenschutz gefordert.
Die Planungen für den Ausbau des Burgberges in Kriebstein gehen in die nächste Phase. Die Landesdirektion hatte weitere Untersuchungen zum Artenschutz gefordert. © Archiv Dietmar Thomas

Kriebstein. Wann geht es endlich los mit dem Ausbau des Burgberges in Kriebstein? Diese Frage treibt Anwohner, Verwaltung, Besucher und Mitarbeiter der Burg um.

Die Planungen für den Ausbau des Burgberges, der mit 24 Prozent Gefälle die steilste Straße in Sachsen ist, laufen mittlerweile schon fast 15 Jahre.

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Zwar steht ein Baubeginn immer noch nicht fest. Aber die Planungen gehen jetzt in die nächste Runde.

Da es sich um eine Kreisstraße handelt, ist der Landkreis Mittelsachsen zuständiger Baulastträger. „Anfang vergangenen Jahres haben wir die Unterlagen zur Plangenehmigung bei der Landesdirektion eingereicht“, erklärte André Kaiser, Leiter der Pressestelle des Landkreises Mittelsachsen.

Untersuchungen jetzt abgeschlossen

Die Landesdirektion habe die Unterlagen geprüft und daraufhin weitere Untersuchungen zum Artenschutz angefordert. „Diese haben wir umgehend beauftragt. Inzwischen sind sie abgeschlossen“, so Kaiser.

Welche Ergänzungen noch gefordert worden sind und welche Ergebnisse die Untersuchungen gebracht haben, dazu machte Kaiser keine Angaben.

Alle Unterlagen würden derzeit zusammengestellt und dann erneut an die Landesdirektion weitergereicht. „Dann kann das eigentliche Baurechtsverfahren beginnen“, teilte der Pressesprecher mit.

Baubeginn weiter ungewiss

Unklar ist allerdings, wie lange sich dieses Verfahren hinziehen wird. „Wir können zur zeitlichen Dauer keine Angaben machen“, so Kaiser weiter.

Ursprünglich ist bei den Planungen von einem finanziellen Umfang von rund zwei Millionen Euro ausgegangen worden. Die Nachfrage, ob angesichts steigender Baupreise an diesem finanziellen Umfang festgehalten werden kann, ließ der Kreissprecher unbeantwortet.

Fest steht aber, dass die Gemeinde Kriebstein schon seit mehreren Jahren ihren Eigenanteil für den Bau des Fußweges in Höhe von 800.000 Euro einplant. Die Kosten sind deshalb so hoch, weil der Fußweg stellenweise auf einem Überhang über die Schlucht errichtet werden soll.

Das ist notwendig, weil die Straße selbst sonst zu schmal würde. Kriebsteins Kämmerer Wolfgang Hein plant die Kosten im Etat in jedem Jahr ein, obwohl er nicht genau weiß, ob sie gebraucht werden.

Das hängt neben dem Baubeginn auch davon ab, ob die Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro fließen. „Aber es wäre schlecht, wenn es mit dem Bau losgeht und die Gemeinde ihren Eigenanteil nicht hat“, so der Kämmerer.

Kurve wird entschärft

Im Zuge des Straßenbaus sollen die Kurve am Fuße des Berges entschärft und die Anordnung der Parkplätze verändert werden. Das starke Gefälle soll bleiben.

Zu Beginn der Planungen und der damit verbundenen Diskussion über die Trassenführung war im Jahr 2007 auch schon mal eine Brücke über das Zschopautal im Gespräch. Sie sollte die Orte Ehrenberg und Kriebethal mit dem direkt an der Burg entlangführenden Burgberg verbinden.

Dieser Vorschlag wurde jedoch schnell wieder verworfen. Unter anderem hatte sich eine Bürgerinitiative dafür starkgemacht und mehr als 1.000 Unterschriften gegen den Brückenbau gesammelt.

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