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Sieben neue Nachweise des Coronavirus

Nach dem Fall am Gymnasium plädiert der Schulleiter für einen "kühlen Kopf". Erneut ist ein Anwohner der Altkreis positiv getestet worden.

Unter den neuen Fällen ist auch ein Anwohner aus dem Altkreis Döbeln. Er war von einer Reise aus Österreich zurückgekehrt.
Unter den neuen Fällen ist auch ein Anwohner aus dem Altkreis Döbeln. Er war von einer Reise aus Österreich zurückgekehrt. © Peter Steffen/dpa

Döbeln/Mittelsachsen. Die Nachricht, dass sich ein Lehrer des Döbelner Lessing-Gymnasiums mit dem Coronavirus infiziert hat, breitet sich schnell unter den Schülern und Eltern aus. Noch am späten Mittwochnachmittag wandte sich Schulleiter Michael Höhme mit einem Informationsschreiben an die Schüler und Eltern. Darin rief er dazu auf, dass alle einen „kühlen Kopf“ bewahren sollten.

„Ich weiß, dass sich viele Schüler und Eltern ob der aktuellen Entwicklungen Sorgen machen, einige vielleicht auch Angst haben. Wir sollten auf die Expertise des Gesundheitsamtes vertrauen, das Erfahrung im Umgang mit diesen Situationen hat.“ Höhme ruft dazu auf, den Kindern Mut zu machen. „Wahrscheinlich müssen wir noch ein Weilchen mit der Pandemie leben.“ Das Kollegium werde alles tun, „um Schule auch unter den gegebenen Umständen so sicher wie möglich zu machen“.

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Am Donnerstag habe eine gewisse Gelassenheit in der Schule geherrscht, sagte Höhme. Es bringe nichts, zu hyperventilieren, gleichwohl solle die Gefahr nicht bagatellisiert werden. Auch zu den Elternabenden am Mittwoch sowie bei Elterngespräche in den vergangenen Tagen sei das Thema besprochen worden. „Die meisten haben Verständnis für die Verfahrensweise“, sagte Höhme. Ihm sei auch nicht bekannt, dass Eltern ihre Kinder am Donnerstag als reine Vorsichtsmaßnahme zu Hause gelassen haben. Nachkorrekturen zum Hygieneplan der Schule gebe es keine.

Am Montag war der betroffene Lehrer positiv auf das Virus getestet worden. Am Dienstag wurde Michael Höhme darüber in Kenntnis versetzt. Er habe sofort alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet und Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen. Jenes habe die Kontaktpersonen ermittelt und sei zudem Entschluss gekommen, dass es sich dabei um Kontaktpersonen der zweiten Kategorie nach Robert-Koch-Institut handelt. Bei diesen bestehe ein geringes Infektionsrisiko. Die Schüler und Lehrer sollten nun besonders auf Symptome achten und bei Auftreten Kontakt zu einem Arzt sowie dem Gesundheitsamt aufnehmen. Großflächige Tests hat es bisher an der Schule nicht gegeben.

Reiserückkehrer infiziert

Am Donnerstag sind die Corona-Fallzahlen im Landkreis erneut gestiegen. Aus der Statistik des Landratsamtes war zu entnehmen, dass es sieben neue Fälle gibt. Einer davon im Bereich des Altkreises Döbeln. „Dabei handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus Österreich“, sagte Peggy Zill, Pressereferentin am Landratsamt in Freiberg. Damit ist die Zahl der Nachweise seit Ausbruch der Pandemie auf 96 in Döbeln gestiegen.

Neue Fälle gab es zudem im Altkreis Freiberg (5). In der Region haben sich inzwischen insgesamt 178 Personen mit Covid-19 infiziert. Im Bereich Mittweida sind es bislang 114. Auch hier gab es am Donnerstag ein neues positives Testergebnis. 

Die Zahl der rein rechnerisch von Corona Genesenen ist bei 328 geblieben. Bei insgesamt 388 Personen ist das Virus bisher im Landkreis nachgewiesen worden, neun Betroffene sind verstorben. Damit gelten derzeit rund 50 als infiziert.

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