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Polizei appelliert an Vernunft der Mittelsachsen

Das Fest der Feste darf in diesem Jahr nur in kleinem Stil gefeiert werden. Die Polizei Chemnitz will auf zusätzliche Streifen verzichten.

Weihnachten im Kreis der Familie ist in diesem Jahr nur begrenzt möglich. Die Polizei appelliert bezüglich der Einhaltung der Regeln an die Vernunft der Mittelsachsen.
Weihnachten im Kreis der Familie ist in diesem Jahr nur begrenzt möglich. Die Polizei appelliert bezüglich der Einhaltung der Regeln an die Vernunft der Mittelsachsen. © Tom Weller/dpa

Region Döbeln. Treffen mit den Verwandten sollten in diesem Jahr auch über Weihnachten auf ein Minimum reduziert werden. Wie viele Personen jeder treffen darf, das ist in der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen festgelegt. Darin heißt es: Vom 24. bis zum 26. Dezember sind Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen, zuzüglich Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, aus dem engsten Familien- und Freundeskreis zugelassen.

Viele in der Region fragen sich bereits, wie die Umsetzung diese Regelung in den Städten und Gemeinden kontrolliert werden soll. Zuständig dafür ist unter anderem die Polizei. Diese setzt während der Lockerungen, die vom Freistaat für Weihnachten erlassen worden sind, vor allem auf die Vernunft der Anwohner.

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Polizei verweist auf Lage im medizinischen Bereich

„Mit diesen Lockerungen hat die Landesregierung einerseits das Zusammensein zum hochheiligen Fest im erweiterten engsten Kreis ermöglicht und andererseits ihren Bürgern einmal mehr ein hohes Maß an Eigenverantwortung zugestanden. Genau auf dieses Verantwortungsbewusstsein eines jeden werden wir als Polizeidirektion Chemnitz an den Weihnachtsfeiertagen setzen“, erklärte Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der Polizeidirektion (PD) Chemnitz.

„Wir möchten an die Bürger appellieren, sich an die dann geltenden Beschränkungen zwingend zu halten. Noch immer ist die Lage im medizinischen Sektor, in erster Linie in den Krankenhäusern in unserem Zuständigkeitsbereich sowie darüber hinaus, aufgrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen mit einer ungebrochen hohen Anzahl von Covid-19-Patienten dramatisch“, führte Rydzik aus.

Keine zusätzlichen Streifen

Die Beamten würden jedoch weder anhaltlos Häuslichkeiten noch Gotteshäuser zum Zwecke der Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Schutz-Bestimmungen aufsuchen. „Vielmehr werden sie mit dem nötigen Augenmaß an diesen drei Tagen ihren Dienst versehen“, sagte Rydzik. Zusätzliche Streifen sollen den Angaben des stellvertretenden Sprechers nach nicht aktiviert werden. Ein Grund dafür sei auch, dass die Pandemie an der PD Chemnitz nicht spurlos vorbeigegangen sei.

Das Landratsamt, das bei den Kommunen in Bezug auf die Kontrolle der Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung um Amtshilfe gebeten hat, stehe in regelmäßigem Austausch mit den Städten und Gemeinden. „Wenn wir Hinweise haben, dass sich jemand nicht an die Regeln hält, setzen wir uns mit den Kommunen und gegebenenfalls mit der Polizei in Verbindung“, äußerte sich Kreissprecher André Kaiser.

Silvesterdienst noch in Planung

Wie konkret die Polizei die Kontrollen an Silvester handhaben wird, dazu konnte Andrzej Rydzik zu Beginn der Woche noch keine Auskunft geben. „Dahingehend laufen unsere Planungen noch.“

Rydzik machte jedoch deutlich, dass die Lockerungen, die es jetzt über Weihnachten gibt, an Silvester keinen Bestand mehr haben. „Wir werden auf die Einhaltung der Beschränkungen drängen“, sagt der stellvertretende Sprecher.

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