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Damit punktet Döbeln beim Ranking mittelgroßer Städte

Die Stadt hat sich in jüngster Zeit besonders dynamisch entwickelt. Dennoch gibt es laut Studie Verbesserungspotenzial.

Vor einem Jahr haben Robert Dahl (rechts) und Oberbürgermeister Sven Liebhauser den Vertrag zum Bau von Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln unterzeichnet. Auf das Ranking hatte díes keinen Einfluss, spiegelt aber die Entwicklung Döbelns in jüngster Zeit wi
Vor einem Jahr haben Robert Dahl (rechts) und Oberbürgermeister Sven Liebhauser den Vertrag zum Bau von Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln unterzeichnet. Auf das Ranking hatte díes keinen Einfluss, spiegelt aber die Entwicklung Döbelns in jüngster Zeit wi © Dietmar Thomas

Döbeln. Es ist eine Bestätigung der eigenen Arbeit, aber auch des Wirkens vieler Akteure, sagt Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU): Die Stadt Döbeln ist in einem Ranking der erfolgreichsten mittelgroßen Städte Deutschlands auf dem dritten Platz gelandet.

Den Wettbewerb startete „Kommunal“, das Magazin des Städte- und Gemeindebundes, gemeinsam mit dem Analyseunternehmen Contor-Regio. „Schaut man in die Analysedaten, so hat sich Döbeln in den vergangenen fünf Jahren besonders dynamisch entwickelt“, heißt es auf der Internetseite kommunal.de. So ist die Stadt in den vergangenen zehn Jahren um fast 4.000 Einwohner gewachsen, wenn auch zum Großteil durch Eingemeindungen.

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„Einzig der Anteil junger Menschen weist noch deutliches Verbesserungspotenzial auf. Dafür ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt stark gesunken, das verfügbare Einkommen hat sich deutlich erhöht, die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe steigen“, heißt es in der Studie.

Nicht zum ersten Mal vorn dabei

Es ist nicht das erste Mal, dass Döbeln in einem Ranking so gut abschneidet. „Erst kürzlich wurde unsere Stadt in der Kategorie Deutschlands Aufsteiger-Stadt auf Platz zwei geführt“, sagte Dezernent Thomas Hanns vom Stadtplanungsamt. Auf das aktuelle Ranking bezogen, sei er überrascht gewesen, dass „wir schon wieder vorn dabei sind“, sagte Hanns.

Der Sieger – Ingelheim in Rheinland-Pfalz – hat laut Magazin „Kommunal“ alles, was eine Stadt braucht. „Das trifft auch auf Döbeln zu“, ist sich Thomas Hanns sicher. Die Stadt habe sich zu einem Ort entwickelt, an dem es sich gut leben lasse. Die Erschließung von Baugrundstücken am Walduferviertel sei ein Beispiel für die gute Entwicklung. Dazu zählt der Dezernent auch die wirtschaftliche Entwicklung sowie die weichen Standortfaktoren wie zum Beispiel Sport- und Freizeitmöglichkeiten, das Theater oder die sanierte Altstadt.

Es müsse auch in der Zukunft gelingen, noch mehr – vor allem junge – Menschen aus den großen Zentren für Döbeln zu begeistern. Dazu müsse aber auch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, sagt Hanns, und spielt dabei auf die Wiedereinrichtung der Bahnverbindung von Döbeln nach Dresden an.

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Einen weiteren Indikator für eine zukünftige gute Entwicklung Döbelns sieht Thomas Hanns in der Ansiedlung von Karls Erlebnis-Dorf. „Das Erlebnis-Dorf könnte sich zu einem touristischen Multiplikator für die gesamte Region entwickeln“, so der Dezernent.

67 Indikatoren in 600 Städten verglichen

In dem Ranking sind insgesamt 67 Indikatoren in rund 600 Städten verglichen worden. In die Wertung kamen alle Städte mit maximal 75.000 Einwohnern und mindestens 20.000 Einwohnern. Zu zwei Dritteln flossen langfristige Komponenten ein. Dazu zählen ein hohes Niveau bei demografischen Daten wie etwa Altersdurschnitt der Bevölkerung, die Bevölkerungsentwicklung oder der Arbeitslosenanteil.

Dazu kommen sozioökonomische Daten wie die Entwicklung der Insolvenzverfahren, die Steuereinnahmen pro Einwohner oder die Zahl der Einfamilienhäuser. Auch die Lebensqualität ist mit statistischen Daten untermauert, etwa das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, der Beschäftigtenanteil und vieles mehr.

Mit einem Drittel ist die Entwicklung der Städte in den vergangenen fünf Jahren eingeflossen. Während die langfristigen Faktoren eher die Früchte jahrzehntelanger Arbeit sind, wurde über diese Faktoren die Dynamik der Städte erfasst, wird auf kommunal.de zur Vorgehensweise erklärt.

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