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Das sind Harthas modernste Wohnungen

Seit 2019 wurde der Wohnblock von der Leipziger Wohnungsbau- Genossenschaft Kontakt an der Döbelner Straße saniert. Nun ist das Haus fast fertig.

So sieht der neue Wohnblock an der Döbelner Straße in Hartha aus. Die Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Kontakt hat ihn in den letzten zwei Jahren komplett sanieren lassen.
So sieht der neue Wohnblock an der Döbelner Straße in Hartha aus. Die Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Kontakt hat ihn in den letzten zwei Jahren komplett sanieren lassen. © Dietmar Thomas

Hartha. Modern, schick und barrierefrei: So fasst Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Kontakt, den neuen Wohnblock an der Döbelner Straße 9 bis 17 in Hartha zusammen. 50 neu sanierte Wohnungen sind in dem Haus entstanden. Begonnen hat alles vor zwei Jahren.

2019 meldete die WBG das Vorhaben bei der Stadt an und sorgte bei einigen Bürgern sowie Stadträten für Unverständnis. In einer eigens für das Projekt anberaumten Sitzung mit den Harthaer Stadträten erklärte sich damals der Vorstand der Genossenschaft. Schon damals wusste Uwe Rasch, Vorstand Technik bei der WBG: „Wir haben bewusst die Döbelner Straße 9 bis 17 für dieses Projekt ausgesucht. Der Block ist gut erreichbar und wir sind sicher, dass sich das Vorhaben gut umsetzen lässt“, sagte er damals.

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Mieter fordern Stopp des "Zwangsauszugs"

Doch nicht alle bisherigen Mieter des Wohnblocks waren der gleichen Meinung. Teilweise zogen sie vor Gericht und forderten den Stopp des „Zwangsauszugs“. Aber zuletzt setzte sich der Wille der WBG durch und mit allen Beteiligten habe der Vermieter eine Lösung gefunden, so Vorstandsvorsitzender Jörg Keim. „Insgesamt gibt es fünf Mieter, die im Haus gelebt haben, eine Übergangswohnung hatten und nun in den neu sanierten Block zurückwollen. Das ermöglichen wir natürlich.“

Zudem, so Keim, gibt es 13 Interessenten aus den Mieter-Kreisen der WBG und 20, die aus und um Hartha gern eine neue Wohnung in der Döbelner Straße ergattern wollen. Weitere 12 Wohnungen sind demzufolge noch frei. Ab dem 1. Juli sollen sie alle mietbereit sein. „Dann ist das Haus brandschutztechnisch abgenommen und die Zuwegung fertig“, so Uwe Rasch.

Barrierefreies Bad

Knapp 60 Quadratmeter sind die Zweiraum-Wohnungen groß, einige Quadratmeter mehr gibt es mit einem zusätzlichen Zimmer. Alle sind ausgestattet mit einem modernen, barrierefreien Bad, einem eingerichteten Fernseher-, Telefon- und Internetsystem sowie einem ebenfalls ebenerdigen Balkon.

Hinzukommt zur Sicherheit vor allem älterer Bewohner ein Haustüröffner mit Kamera- und Sprechfunktion. „Wir wollten damit auch noch einmal den Sicherheitsaspekt hervorheben, den wir unseren Mietern hier geben“, sagt Rasch.

Die Mietkosten im Wohnblock an der Döbelner Straße sind nach eigenen Angaben der WBG für den Standort und mit der Ausstattung auf einer angemessenen Höhe. „Wir haben eine Kaltmiete mit sieben Euro pro Quadratmeter, hinzukommen 2,20 Euro für die Nebenkosten“, so Jörg Keim.

Mehr als fünf Millionen Euro investiert

Insgesamt hat die WBG etwas mehr als fünf Millionen Euro für den Bau eingeplant. 750.000 Euro davon sind Fördergelder über das Programm „Seniorengerechter Umbau“ vom Freistaat Sachsen. Weitere 400.000 Euro hatte die Genossenschaft im Jahr 2019 dafür eingeplant, Ausweichwohnungen herzurichten und die Mieter beim Umzug in die Ersatzwohnung im Stadtgebiet zu unterstützen.

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Verzögerungen beim Bau oder massiv gestiegene Kosten, beispielsweise durch die Corona-Pandemie, gab es nach Angaben der beiden Vorstände nicht. „Wir sind relativ gut durch die Pandemie durchgekommen. Es gab nur wenige Ausfälle“, so Jörg Keim. Geplant war das Bauende zunächst für das Frühjahr 2021, nun habe es Verzögerungen von maximal drei Monaten gegeben. „Das ist ein gutes Endergebnis, denke ich.“

Eine moderne Türöffneranlage mit Kamera an der Haustür gehört zur Ausstattung der sanierten Wohnungen.
Eine moderne Türöffneranlage mit Kamera an der Haustür gehört zur Ausstattung der sanierten Wohnungen. © Lars Halbauer
Das Bad im neuen Wohnblock ist vollständig barrierefrei und altersgerecht saniert.
Das Bad im neuen Wohnblock ist vollständig barrierefrei und altersgerecht saniert. © Lars Halbauer
WBG-Vorstandschef Jörg Keim (links) und Vorstand Technik Uwe Rasch sind mit der Bauzeit sehr zufrieden.
WBG-Vorstandschef Jörg Keim (links) und Vorstand Technik Uwe Rasch sind mit der Bauzeit sehr zufrieden. © Lars Halbauer

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