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Reinsdorfer Feuerwehr als Helden gekürt

Der Feuerwehrverein aus dem Waldheimer Ortsteil erhält Geld von einer Brauerei. Das fließt in ein Projekt, von dem die Dorfgemeinschaft profitiert.

Brauereichef Wolfgang Welter (links) begrüßte die Mitglieder des Reinsdorfer Feuerwehrvereins anlässlich der Preisübergabe „Wahre Helden bewegen was“.
Brauereichef Wolfgang Welter (links) begrüßte die Mitglieder des Reinsdorfer Feuerwehrvereins anlässlich der Preisübergabe „Wahre Helden bewegen was“. © privat

Waldheim. „Wahre Helden bewegen was!“ Bereits zum vierten Mal hat die Brauerei Ur-Krostitzer unter diesem Motto Helden des Alltags geehrt, die etwas für die Region tun.

Der Reinsdorfer Feuerwehrverein gehört zu den neun Preisträgern, die von der Brauerei eine Finanzspritze in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Die sind auf das Vereinskonto geflossen.

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„Wir freuen uns riesig“, sagt Dennis Zimmermann vom Feuerwehrverein. Er hat die Aktion maßgeblich initiiert. Mit dem Geld deckt der Verein einen Großteil des Eigenanteils für eine überdachte Sitzgruppe aus Holz und eine Fertigteilgarage – beides für das Gelände des Feuerwehrhauses in Reinsdorf. Das Projekt kommt der gesamten Dorfgemeinschaft zugute.

Neun von 80 Teilnehmern bekommen 1.000 Euro

Insgesamt haben sich 80 Teilnehmer an „Wahre Helden bewegen was!“ beteiligt. Die Aktion lief über drei Wochen. Nachdem sie ihr Projekt vorgestellt hatten, wurden die Gewinner über ein Online-Voting ermittelt – drei Gewinner in jeder Woche. 

„Wir haben die Reinsdorfer, Freunde, Verwandte, Bekannte mobilisiert und konnten in der ersten Woche die zweitmeisten Votings auf uns verbuchen“, so Dennis Zimmermann. Daraufhin habe er sogar ein kurzes Interview im Radio gegeben, das auf mehreren Sendern ausgestrahlt worden sei.

400 Stunden Eigenleistung des Reinsdorfer Vereins

Beide Projekte – sowohl die Sitzgruppe als auch die Garage – wurden über das Regionalbudget des Leader-Gebietes Sachsenkreuz Plus gefördert. Aus diesem Topf fließen 80 Prozent der Gesamtkosten, die bei dem Reinsdorfer Projekt mit rund 9.700 Euro für die Garage und rund 4.400 Euro für den Sitzunterstand zu Buche schlagen. 

Nebenkosten wie für die Anlieferung, das Ausleihen eines Bohrgerätes, Material für den Untergrund sind da schon dabei. Die restlichen 20 Prozent muss der Verein aus Eigenmitteln aufbringen. „Da helfen 1.000 Euro schon ein großes Stück weiter“, so Dennis Zimmermann.

Geld ist das Eine. Von vielen Seiten hätten die Reinsdorfer aber Unterstützung erfahren. Nicht nur von Vereinsmitgliedern, die viele Arbeiten in Eigenleistung erbrachten. So kamen insgesamt 400 Stunden zusammen. Aber auch Firmen, wie Waldheim-Beton, hätten Sachleistungen zur Verfügung gestellt. 

Die Volksbank Mittelsachsen half bei der Abwicklung des Darlehens und die Stadt Waldheim bei der Beantragung der Fördermittel und mit Leistungen durch den Bauhof, erklärte Zimmermann.

Einladung in die Brauerei von Ur-Krostitzer

Die symbolische Übergabe des Preises erfolgte in Krostitz. Dorthin hatte Brauereichef Wolfgang Welter die neun Preisträger zu einem kleinen „Heldentreffen“ eingeladen. Dabei stellten alle noch einmal den Fortschritt ihrer Projekte vor. 

„Berichtet wurde über Hürden, kleine Missgeschicke und von umso mehr Stolz über die erreichten Meilensteine“, teilte Welter mit. Zum Abschluss dieses Nachmittags gab es neben einer kleinen, virtuellen Führung natürlich noch Bier aus der Brauerei für die Heldenteams.

Die Votingbeteiligung sei in diesem Jahr unglaublich gewesen, so der Brauereichef. Mehr als 13.500 Stimmen wurden allein in einer Woche abgegeben.

Die Idee zur Prämierung derartiger Projekte sei schon in den vergangenen Jahren erfolgreich gewesen, habe aber in diesem außergewöhnlichen Jahr noch einmal besondere Tragweite erfahren, hieß es.

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