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Döbeln: Brücke muss neu gebaut werden

Die Brücke über die Bahn in Gärtitz müsste eigentlich neu gebaut werden. Weil das noch dauert, ist eine Notinstandsetzung geplant.

Die Brücke über die Bahn in Gärtitz müsste eigentlich neu gebaut werden. Weil das noch dauert, ist eine Notinstandsetzung geplant.
Die Brücke über die Bahn in Gärtitz müsste eigentlich neu gebaut werden. Weil das noch dauert, ist eine Notinstandsetzung geplant. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Döbeln. In seiner nächsten Sitzung soll der Döbelner Stadtrat das Finanzbudget für die kommenden zwei Jahre beschließen. Damit wird auch der Weg frei gemacht für die Straßenbauvorhaben, die das Bauamt in diesem Jahr anpacken will. Angesichts der großen Vorhaben wie der Bau der Brücke Schillerstraße wird die Stadt in diesem Jahr bei ihren Bauvorhaben eher kleine Brötchen backen.

Das liegt auch an der fehlenden finanziellen Ausstattung. Döbeln stehen rund 270.000 Euro pauschale Zuweisungen des Freistaates für den Straßenbau zur Verfügung. Mit dieser Summe sollen so viel wie möglich Vorhaben realisiert werden, sagte Uwe Handtrack vom Döbelner Bauamt.

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Vorbereitungen dauern lange

Allein rund 70.000 Euro werden Reparaturarbeiten an der Brücke über die Eisenbahnlinie Chemnitz-Riesa in Gärtitz kosten. Die Brücke war 1988 im Zuge der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke neu gebaut worden. Ihr Zustand ist schlecht, sagte Handtrack. Note drei auf der Skala, die bis vier reicht. Eine Tonnagebegrenzung sei bisher noch nicht nötig.

Mittelfristig, also in den nächsten Jahren, muss die Brücke neu gebaut werden. Aber die Vorbereitungen, in die auch die Bahn involviert ist, seien langwierig, sagte Handtrack. „Zuerst sollen eine Machbarkeitsstudie und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung in Auftrag gegeben werden. Braucht man überhaupt die Brücke, reicht vielleicht ein neuer Überbau?“

Feuchtigkeit dringt ein

Das Problem bei dem erst reichlich 30 Jahre alten Bauwerk sei, dass die Feuchtigkeit von oben eindringt. Deshalb sollen mit einer Notinstandsetzung der schadhafte Beton ausgebessert, Risse verschlossen, die Asphaltdecke erneuert werden. Dafür muss die Brücke für einige Wochen gesperrt werden.

Die Instandsetzung von zwei Straßenabschnitten sind in Döbeln Nord geplant. Vor zwei Jahren hatte die Stadt schon einen Teil der Straße Zur Muldenterrasse erneuern lassen. Dieses Jahr ist der zweite Teil vom Penny-Markt bis zur Albert-Schweitzer-Straße dran. Dafür wird die Deckschicht abgefräst und neu aufgetragen, so Handtrack.

Gleich nebenan, in der Bayerischen Straße in der Nähe des altersgerechten Wohnblocks der TAG ist auch die Erneuerung eines Straßenabschnitts geplant. Dort gebe es Probleme mit der Entwässerung. Bei Starkregen stürzt das Wasser die Straße hinunter. „Dort werden die Borde neu gesetzt, die Straße und die Entwässerung erneuert“, sagte Handtrack.

Fußweg am Amtgericht wird gerichtet

Einen Straßenneubau hat die Verwaltung in diesem Jahr auch in Ebersbach vorgesehen. Dort soll die Straße zum Rittergut ausgebaut werden.Vor zwei Jahren hatte die Stadt die Fußwege am Wappenhenschstift erneuert. Eigentlich wäre im vergangenen Jahr ein Fußweg an der Rosa-Luxemburg-Straße am Amtsgericht dran gewesen. Er war aber zurückgestellt worden. Der Ausbau der östlichen Schillerstraße sei wichtiger gewesen, sagte Handtrack. In diesem Jahr soll es aber mit dem Erneuern des Fußwegs zwischen Staupitzstraße und Gerichtsweg losgehen. Die Granitplatten werden neu verlegt, die Ränder werden gepflastert.

Außerdem ist die Erneuerung des Fußwegs an der Blumenstraße in Döbeln Ost auf Höhe des Verwaltungsgebäudes der WG Fortschritt geplant. Das sei schon länger ein Wunsch der Wohnungsgenossenschaft gewesen, so Handtrack. Die alten DDR-Betonplatten werden gegen Betonpflaster getauscht. Eine Bushaltestelle soll mit einem höheren Bord ausgestattet werden.

Bau in Keuern dauert länger

An einem größeren Straßenbauvorhaben ist die Stadt in Keuern beteiligt, wo Abwasserzweckverband und Wasserwirtschaft neue Leitungen verlegen lassen. Auch die Stadtwerke beteiligen sich jetzt an dem Vorhaben. Sie bauen die alten Freileitungen für die Stromversorgung zurück und verlegen neue Erdkabel. Die Bauzeit wird sich dadurch etwas verlängern, sagte Handtrack. Eigentlich sollte das Vorhaben bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Stadt erneuert in diesem Zuge sämtliche Straßen in Keuern.

Im vorigen Jahr waren nach längerem Warten dafür Fördermittel vom Freistaat zugesagt worden. Aus dem gleichen Topf sollte auch der Ausbau der Nordstraße finanziert werden. Allerdings hat Döbeln wie viele Kommunen derzeit aus dem Programm nichts zu erwarten.

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