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Mittelsachsen: In die Klinik trotz Streik?

Nach Bus- und Bahnbetrieb folgen am Mittwoch Streiks in der Gesundheitsbranche. So ist die Lage im Landkreis.

Am Krankenhaus in Leisnig wird am Mittwoch nicht gestreikt.
Am Krankenhaus in Leisnig wird am Mittwoch nicht gestreikt. © Lars Halbauer

Mittelsachsen. Die Streiks im Öffentlichen Dienst gehen weiter. Für Mittwoch hat die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft  (Verdi) Arbeitsniederlegungen im Gesundheitswesen angekündigt. 

Doch während sich Klinikmitarbeiter in Dresden, Grimma und Wurzen sich daran beteiligen, müssen die Mittelsachsen nicht um die medizinische Betreuung in der Region bangen.

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Sowohl das Klinikum Döbeln als auch die Helios-Klinik in Leisnig werden sich nach Angaben von Bernd Becker, Fachbereichsleiter Gesundheitsbereich bei Verdi Sachsen, nicht an den Arbeitskampfmaßnahmen beteiligen. Grund ist, dass in den Häusern ein anderer Tarifvertrag gilt. Das Klinikum Döbeln befindet sich in privater Trägerschaft. Die Helios-Klinik in Leisnig hat einen Konzern-Tarifvertrag. Auch am Kreiskrankenhaus in Freiberg geht der Betrieb am Mittwoch normal weiter. Die Beschäftigten dort werden nach dem Konzerntarifvertrag der Sana Gruppe bezahlt.

Tarifvertrag in Mittweida läuft aus

Lediglich die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH ist im Landkreis eigentlich an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) gebunden. Aufgrund einer drohenden Insolvenz ist an dem Haus jedoch Ende 2017 ein Existenzsicherungstarifvertrag für die Ärzte abgeschlossen worden. Das medizinische Personal sowie die Mitarbeiter der Verwaltung werden seitdem ebenfalls nach einem Notlagentarifvertrag bezahlt. Daher ist eine Beteiligung an dem Streik laut Bernd Becker von Verdi nicht möglich.

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