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Mehr Mittelsachsen haben wieder einen Job

Die Zahl der Arbeitslosen ist im September um über 300 gesunken. Viele Unternehmen setzen aber weiter auf Kurzarbeit.

Die Zahl der Arbeitslosen ist erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Mittelsachsen gesunken.
Die Zahl der Arbeitslosen ist erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Mittelsachsen gesunken. © dpa

Mittelsachsen. Knapp 8.500 Personen waren im September in Mittelsachsen ohne Job. Das sind rund 300 Männer und Frauen weniger als noch im August. Ein positiver Trend auf dem coronagebeutelten Arbeitsmarkt, der sich in allen Regionen abzeichnet. 

So liegt die Arbeitslosenquote für die Region Döbeln laut dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit Freiberg um 0,2 Prozent niedriger als im Vormonat. Trotzdem bleibt sie im Landkreis mit 7 Prozent am höchsten. Das bedeutet, mehr als 2.200 Personen aus der Region haben im September keinen Job gehabt.

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Die meisten Beschäftigten leben nach wie vor im Altkreis Flöha. Dort beträgt die Arbeitslosenquote im September 4,2 Prozent.  Laut Thomas Napp von der Agentur für Arbeit  sei es im September das erste Mal seit Beginn der Pandemie in Mittelsachsen so gewesen, dass die Arbeitslosigkeit leicht gesunken sei. 

Grund dafür ist unter anderem auch, dass viele Jugendliche noch einen Ausbildungsvertrag unterschreiben konnten. zudem seien im September wieder mehr Abgänge in die Erwerbstätigkeit zu verzeichnen sowie mehr Bildungsmaßnahmen aufgenommen worden, begründete Napp die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. 

Von Erholung kann auf dem Arbeitsmarkt aber noch keine Rede sein. Denn noch immer liegen die Zahlen deutlich unter denen des Vorjahres. Die aktuelle Arbeitslosenquote für den Kreis beträgt 5,3 Prozent, 2019 lag der Wert bei 4,5 Prozent. Knapp 1.200 Menschen mehr haben in diesem September im Vergleich zum Vorjahr keinen Job gehabt. Eine Steigerung um 16,5 Prozent. "Trotz der vorsichtigen Stabilisierung bleiben aber auch weiterhin Risiken für den regionalen Arbeitsmarkt bestehen", sagte Napp. 

Weniger neue Anzeigen von Kurzarbeit

Deutlich unter dem Niveau des Vorjahres ist auch die Anzahl der freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Derzeit sind es im Landkreis rund 1.500. Im Vorjahr waren es im September fast doppelt so viele. Insgesamt sind bisher in diesem Jahr rund 2.700 Stellen weniger von den Unternehmen ausgeschrieben worden als noch 2019. Napp macht deutlich, dass die Firmen nach wie vor zögerlich bei der Besetzung neuer Stellen sind. 

Thema bleibt nach wie vor auch die Kurzarbeit. Bis Mai wurden bereits für rund 2.000 Unternehmen mit knapp 18.500 Beschäftigten Kurzarbeit abgerechnet.  Damit hat fast die Hälfte der Unternehmen, die die Kurzarbeit angezeigt hatten, auch davon Gebrauch gemacht. Angemeldet wurde die Kurzarbeit bis Ende Mai von rund 3.700 mittelsächsischen Firmen für 40.700 Personen. Bis Ende August waren es fast 3.900, die für rund 43.600 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt haben. Im September sind noch einmal 44 Anzeigen für rund 460 Angestellte hinzugekommen. „Die Zahl der neuen Anzeigen ist deutlich rückläufig, dennoch insgesamt der Höchststand an abgegebenen Anzeigen seit Januar 2009", sagte Napp. 

Napp ermutigt die Inhaber von Unternehmen, die Zeit der Kurzarbeit für Qualifizierungen der Mitarbeiter zu nutzen. "Digitalisierung und Energiewende - die Arbeitswelt befindet sich im Wandel", erklärt Napp. 

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