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Döbelner Müll kommt weiter nach Leuna

Pro Jahr fallen in der Region rund 7.100 Tonnen Restmüll und 900 Tonnen Sperrmüll an. Deren Entsorgung ist bis Mai 2025 klar.

Pro Jahr fallen in der Region rund 7.100 Tonnen Restmüll und 900 Tonnen Sperrmüll an.
Pro Jahr fallen in der Region rund 7.100 Tonnen Restmüll und 900 Tonnen Sperrmüll an. © Symbolfoto: Dietmar Thomas

Region Döbeln. Auch ab dem kommenden Jahr wird der Rest- sowie Sperrmüll aus dem Altkreis Döbeln in Leuna entsorgt. Die Kreisräte haben dazu am Mittwoch ihre Zustimmung erteilt. Landrat Matthias Damm (CDU) wird demnach den Auftrag mit einem Volumen in Höhe von rund fünf Millionen Euro an die MVV Umwelt Asset GmbH, Trea Leuna geben.

Bis Ende Mai 2020 wurde der Müll aus der Region Döbeln, der sich pro Jahr auf rund 7.100 Tonnen Restmüll sowie fast 900 Tonnen Sperrmüll beläuft, nach Chemnitz gebracht. Seitdem kommt der Müll aus dem Altkreis bereits nach Leuna. Das dortige Unternehmen war das einzige, das sich für den Gesamtauftrag im Zuge einer europaweiten Ausschreibung beworben hatte. Andere Bieter wollten lediglich nur Teile des Auftrags übernehmen.

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Kalkulation bleibt bis 2022

Für die Anwohner in der Region Döbeln wird sich mit der Vergabe des Auftrags vorerst nichts ändern. Die bestehenden Gebühren für die Döbelner bleiben. „Die aktuelle Kalkulation läuft noch bis 2022“, erklärte Dr. Lothar Beier, erster Beigeordneter des Landrates und zuständig für die Bereiche Kreisentwicklung, Verkehr, Umwelt und Technik. In der Kalkulation hatte Jens Irmer, der Geschäftsführer der Entsorgungsdienste Landkreis Mittelsachsen (EKM), zunächst mit den Preisen des AWVC kalkuliert. 

Gegenüber diesen gibt es mit Leuna nun eine Einsparung in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Doch zugutekommt den Döbelnern das nicht. Denn zur EKM, die die Gebühren festlegt, gehören auch die Altkreise Freiberg und Mittweida, die ihren Müll nach Chemnitz bringen. Und dafür inzwischen mehr als einkalkuliert bezahlen. Ob die bestehende Kalkulation ausreicht, um die Mehrkosten zu decken, werde derzeit ermittelt, sagte Irmer.

Der Vertrag mit Leuna hat eine Laufzeit von viereinhalb Jahren bis zum 31. Mai 2025. Es besteht jedoch die Option auf Verlängerung um jeweils ein Jahr bis zum 31. Mai 2027. Damit soll Entsorgungssicherheit gewährleistet werden, wenn sich auf eine zukünftige Ausschreibung hin kein Auftragnehmer finden sollte, Bis zum 31. Mai 2027 liefen zudem die Verträge mit den Einsammlern des Mülls im Altkreis Döbeln.

Der Transport des Mülls wird voraussichtlich per Achse erfolgen, informierte Lothar Beier auf Anfrage von Kreisrat Peter Krause (Die Linke). „Döbeln und Leuna liegen beide an der Schiene. Ist geprüft worden, oder der Transport auch auf der Schiene erfolgen könne“, erkundigte sich der Roßweiner. Bestandteil der Ausschreibung sei dies laut Beier nicht gewesen. „Der Transport wird dem Bieter überlassen.“

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