merken
PLUS Döbeln

Döbelner Walduferviertel wird größer

Der Bebauungsplan ist geändert worden. Dabei wurden auch viele Details, wie die Standorte für den Spielplatz und die Bushaltestelle festgelegt.

So könnte das neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik einmal aussehen.
So könnte das neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik einmal aussehen. © Liebold Architekten & Ing./Sparkasse

Döbeln. Auf dem reichlich 15 Hektar großen Areal der ehemaligen Zuckerfabrik soll ein neues Wohngebiet entstehen (Sächsische.de berichtete). Es gebe bereits eine starke Nachfrage nach den Grundstücken, erklärte Baudezernent Thomas Hanns während der Stadtratssitzung. Das jetzige Baugebiet sei fast ausgelastet.

Vorgesehen sind dort 50 bis 60 Einfamilienhäuser mit jeweils maximal zwei Etagen und vier Mehrfamilienhäusern mit 28 Wohneinheiten. In denen plant die Sparkasse als Investor Drei- bis Vier-Raum-Wohnungen, die voraussichtlich in zwei Jahren bezugsfertig sind.

StadtApotheken Dresden
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da
Die Stadt Apotheken Dresden sind für Sie da

Die Stadt Apotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

In den Randbereichen zur Eichbergstraße sowie im südwestlichen Bereich an der Zuckerfabrikstraße könnten auch einige Gewerbeeinheiten entstehen. Denn in der Nachbarschaft befinden sich schon Objekte, die gewerblich genutzt werden. Nicht bebaut werden der Waldbereich östlich der Bahnstrecke und südlich der Muldenwiese sowie das Überschwemmungsgebiet der Freiberger Mulde.

Saugstelle für die Feuerwehr

Nach der ersten Beteiligung der sogenannten Träger öffentlicher Belange haben sich noch einige Änderungen im Bebauungsplan für das Walduferviertel ergeben. So wird für die Löschwasserversorgung des Wohngebietes eine zusätzliche Saugstelle an der Mulde eingerichtet und in diesem Zusammenhang vom geplanten Rad- und Fußweg im nördlichen Bereich eine Feuerwehrzufahrt geschaffen.

„Außerdem wird das Baugebiet zwischen der Zuckerfabrikstraße und der Bahnlinie etwas vergrößert“, so Hanns. Der vorgesehene Spielplatz wird, in Verlängerung der Zuckerfabrikstraße auf die Grünfläche östlich des Fußweges verlegt. Die Wärme für Heizung und Wasser kommt aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Durch die zentrale Nahwärmeversorgung sollen der Ausstoß von Kohlendioxid gesenkt und konventionelle Energieträger eingespart werden. „Das Trafohaus wird an das BHKW angebunden“, so der Baudezernent.

Neben zahlreichen Einfamilienhäusern entstehen dort auch vier Mehrfamilienhäuser.
Neben zahlreichen Einfamilienhäusern entstehen dort auch vier Mehrfamilienhäuser. © Grafik: Liebhold Architekten & I

Wohngebiet bekommt eigene Bushaltestelle

Festgelegt wurde auch der Standort einer Bushaltestelle an der Kreuzung Max-Planck-Straße und Zur Muldenaue. Somit ist das Walduferviertel direkt an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen. An der Straße Zur Muldenaue ist auch der Standort von zwei Unterflurcontainern für die Entsorgung von Altglas vorgesehen. Der Bereich soll mit einer freiwachsenden Hecke „eingezäunt“ werden.

Das Walduferviertel ist in sechs Baugebiete unterteilt. Zwei davon grenzen direkt an den parallel zur Mulde verlaufenden Waldstreifen. Dieser wird durch den Rad- und Fußweg vom Baugebiet getrennt. Deshalb werden die beiden Bauabschnitte voraussichtlich die Letzten sein, die an Interessenten vergeben werden. „Denn dort besteht erst Baurecht, wenn der Fuß-/Radweg gebaut und öffentlich gewidmet ist“, erläutert Thomas Hanns die Gesetzlichkeiten.

Eidechsen und Vögel beobachtet

Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan für das Walduferviertel ist auch ein naturschutzrechtliches Gutachten erarbeitet worden. Dafür haben ein Ingenieurbüro und ein Umweltplaner von Frühjahr bis Herbst dieses Jahres das Vorkommen von Zauneidechsen, Fledermäusen und Brutvögeln kartiert. Daraus resultieren sogenannte Vermeidungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die in den Entwurf des Bebauungsplanes „Walduferviertel“ aufgenommen wurden.

Diesen haben die Stadträte mit einer Enthaltung angenommen. „Im Januar und Februar wird der Entwurf öffentlich ausgelegt“, so Hanns. Interessierte können ihn im Döbelner Rathaus, auf der Internetseite der Stadt Döbeln und auf dem Beteiligungsportal des Landes Sachsen einsehen.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln