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Döbeln

Dritter Anlauf für Umbau der Rollsportanlage

Ein Mehrgenerationenplatz mitten in Kriebethal. Das ist der Wunsch der Gemeinde. Bislang scheitert die Umsetzung am fehlenden Fördergeld.

Zum dritten Mal versucht die Gemeinde Kriebstein Fördergeld für den Umbau der ehemaligen Rollsportanlage in Kriebethal zu bekommen.
Zum dritten Mal versucht die Gemeinde Kriebstein Fördergeld für den Umbau der ehemaligen Rollsportanlage in Kriebethal zu bekommen. © Lars Halbauer

Kriebstein. Jetzt nimmt die Gemeinde zum dritten Mal Anlauf, denn aufgeben kommt nicht infrage. „Wir haben im Februar erfahren, dass das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung Fördermittel zur Verfügung stellen könnte“, so Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler).

„Investitionspakt Sportstätten“ ist der Name des Programms, erklärte sie in der jüngsten Sitzung den Gemeinderäten. Die hatten sich schon im Jahr 2018 für die Umgestaltung der Rollsportanlage im Kriebsteiner Ortsteil Kriebethal ausgesprochen.

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Damals erhielt das Projekt allerdings keine Beachtung. Auch im vergangenen Jahr wurde das Projekt von den Fördermittelgebern zurückgewiesen. „Wir versuchen es aber immer weiter“, so die Bürgermeisterin.

Projekt nur mit Fördergeld zu stemmen

Eins steht fest: Stemmen kann die Gemeinde das Projekt nur mit einer 90-prozentigen Förderquote. Insgesamt werden die Investitionskosten mit rund 577.000 Euro kalkuliert. Im Haushaltsplan ist die Maßnahme vorsichtshalber eingeplant worden.

Auf dem Areal, das sich in unmittelbarer Nähe des Besucherparkplatzes für die Burg Kriebstein im Ortsteil Kriebethal befindet, soll eine Mehrgenerationen-Sport- und Spielanlage entstehen. Der Platz, auf dem früher der Rollsportverein trainierte, ist schon seit mehreren Jahren verwaist.

Für das Vereinstraining ist er ungeeignet. Die Sportler sind aus diesem Grund schon seit einigen Jahren in eine Halle nach Waldheim ausgewichen.

Das neue Projekt sieht auf den 20 mal 26 Metern eine neue Rollschuhbahn vor, die im Winter auch als Eislaufbahn genutzt werden könnte. Der zweite Teil der jetzigen alten Anlage soll künftig dem Teamsport gehören.

Hockeytore und Basketballkörbe

Geplant ist es, den derzeitigen Betonboden durch einen wasserdurchlässigen Kunststoffbelag zu ersetzen. Darauf sollen Hockey-Tore gestellt werden, ebenso zwei höhenverstellbare Basketballkörbe, die es auch Rollstuhlfahrern ermöglichen, den Platz zu nutzen.

Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten sind auf dem rund um die Bahn befindlichen Wiesenstreifen geplant. Dort sollen unter anderem eine Kletter- und eine Kreidemalwand, ein Klettergerüst, Rutsche und Wipptiere für Kinder und Jugendliche aufgestellt werden.

Geräte für die ältere Generation

Aber auch an die ältere Generation wird gedacht. Für sie sind Outdoor-Trainingsgeräte für Erwachsene jedes Alters- und Leistungsstandes geplant, unter anderem ein Gleichgewichtstrainer, Sitzfahrrad und Hüftschwungtrainer.

Mit der Einrichtung des Mehrgenerationenplatzes verspricht sich die Gemeinde nicht nur einen Zugewinn für die Kriebethaler selbst. Weil das Areal unweit des Radweges gelegen ist, könnten damit auch Besucher angelockt und das Dorfleben aufgewertet werden – wenn Corona einmal vorbei ist.

Dass sich beim Ringen um Fördermittel Beharrlichkeit auszahlt, hat Kriebstein erst vor wenigen Wochen erfahren. Für den Anbau der Kita in Grünlichtenberg hat die Gemeinde im sechsten Anlauf Fördermittel bewilligt bekommen. Schon bald soll der Bau der Übergangs-Kita beginnen.

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