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Döbeln

Einbrecher in Harthas Gartenlauben

Zum vierten Mal ist in diesem Jahr in der Gartengruppe „An der Sternwarte“ eingebrochen worden. Das geht an die Nerven.

Diana Eickner zeigt die zerstörte Tür am hinteren Eingang der Laube. Zum vierten Mal wurde in diesem Jahr in der Gartensparte „An der Sternwarte“ eingebrochen.
Diana Eickner zeigt die zerstörte Tür am hinteren Eingang der Laube. Zum vierten Mal wurde in diesem Jahr in der Gartensparte „An der Sternwarte“ eingebrochen. © Lars Halbauer

Hartha. Fast hatten die Harthaer Kleingärtner geglaubt, die diesjährige Einbruchserie ist beendet. Seit Ende August meldete die Polizei keine Einbrüche mehr. Doch am vergangenen Wochenende wurde die Hoffnung zerstört.

Wahrscheinlich in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend brachen wieder Diebe in Lauben in der Gartenanlage „An der Sternwarte“ ein. Die Polizei war am Sonnabendvormittag vor Ort.

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„Im Zuge der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass die Diebe bei elf Gartenlauben die Türen aufgebrochen hatten. Nach einem ersten Überblick wurde Alkohol entwendet“, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz mit. An den Türen sei ein Gesamtsachschaden von etwa 2.000 Euro entstanden (Sächsische.de berichtete).

Zum vierten Mal betroffen

Diana und Enrico Eickner gehören auch dieses mal wieder zu den Betroffenen. „Gestohlen wurde uns nichts, aber die Türen aufgebrochen. Die hintere für den Toilettenraum ist so kaputt, dass nicht mal mehr eine Notreparatur möglich ist“ so Diana Eickner. Die Gartenlaube, die ihrer Mutter gehört, ist in diesem Jahr bereits schon zum vierten Mal das Ziel von Einbrechern geworden.

„Wenn morgens das Telefon klingelt, hat man schon keine Lust mehr ranzugehen“, sagte Enrico Eickner. Es sei jedes Mal sehr ärgerlich, dass so etwas passiere. Auch wenn nichts gestohlen wurde, so haben die Laubenbesitzer viel Rennerei. Da muss die Versicherung informiert, darauf gewartet werden, das diese zahlt, und dann zum Tischler gegangen werden.

„Beim letzten Mal hat sie den Schaden noch übernommen. Da kommen schnell einmal einige hundert Euro zusammen. Wir hoffen, dass es dieses Mal wieder so unproblematisch abläuft“, so Enrico Eickner. Die Polizei habe zwar den Fall aufgenommen. Bei den Gartenbesitzern gebe es aber nicht viel Hoffnung, dass der oder die Täter gefunden werden.

Auch in die benachbarte Laube von den Eickners wurde aufgebrochen. Der Schaden hält sich in Grenzen, aber die Idylle der Kleingärtner ist zerstört.
Auch in die benachbarte Laube von den Eickners wurde aufgebrochen. Der Schaden hält sich in Grenzen, aber die Idylle der Kleingärtner ist zerstört. © Lars Halbauer

Einige Gärten weiter bietet sich das gleiche Bild: Die Tür ist aufgebrochen, entwendet wurde nichts. Der Gartenbesitzer überlegt mittlerweile sogar schon, ob er die Tür nicht einfach auflässt, damit nicht jedes Mal neu repariert werden muss. Die liebevoll gepflegten Gärten liegen offensichtlich so ungestört, dass Einbrecher leichtes Spiel haben.

Stärkere Präsenz der Polizei

„Grundsätzlich führen wir zu allen bekannten Einbruchsdiebstählen in Gartenlauben entsprechende Ermittlungen durch“, sagte Andrzej Rydzik, stellvertretender Polizeisprecher der PD Chemnitz. Die Kollegen des Döbelner Polizeireviers würden derartige Straftaten verstärkt im Blick haben und auch kurzfristig auf steigende Fallzahlen reagieren können, so Rydzik.

Das heißt, „unsere Kollegen gehen verstärkt im Stadtgebiet von Hartha sowie den Kleingartenanlagen zu unregelmäßigen Zeiten sowohl mit uniformierten als auch zivilen Beamten Streife.“

Auch andere Gartengruppen waren in diesem Jahr schon das Ziel der Einbrecher. Im August waren es die Gartengruppe „Neuland“ an der Töpelstraße und die „An der Sternwarte“. Vom 5. auf den 6. Juli wurden 20 Lauben in der Anlage „Naturheilfreunde“ aufgebrochen.

Tipps zur Schadensbegrenzung

Folgende Tipps gibt der Polizeisprecher Gartenbesitzern:

  • Türen und Fenster der Gartenlaube sollten sichtbar und solide abgesichert sein. So können beispielsweise Fenster, insbesondere bei längerer Abwesenheit bzw. außerhalb der Gartensaison, mit von innen zu lösenden Holzplatten verschraubt werden. Fensterläden sollten stabil gebaut sein und von innen verriegelt werden.
  • Sogenannte Einstiegshilfen wie Leitern, Kisten oder Mülltonnen sollten ebenso wie Werkzeuge oder Gartengeräte, die als Einbruchshilfen dienen könnten, weggeschlossen werden.
  • Bei längerer Abwesenheit, wie beispielsweise in den kommenden Wintermonaten, sollten auch äußerlich sichtbare Gegenstände, wie SAT-Schüsseln, abgebaut und sicher verschlossen werden. Wertintensive und leicht zu transportierende Gegenstände, wie Fernseher, elektrische Geräte und Radio-Anlagen, am besten nicht im Gartengrundstück zurücklassen.
  • Auch ein guter Kontakt zu benachbarten Pächtern kann hilfreich sein. Es kann nicht schaden, auch einmal einen Blick auf das Nachbargrundstück zu richten und dort auf ungewöhnliche Veränderungen zu achten, z.B. offenstehende Türen/Fenster oder fremde Personen im Grundstück. Der Austausch von Kontaktdaten mit den Nachbarn, um sich im Bedarfsfall schnell gegenseitig informieren zu können, ist dabei ein Baustein des guten Nachbarschaftsverhältnisses. Bei Einbruchsverdacht sollte sofort die Polizei informiert werden.

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