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Döbeln

Mittelsachsen räumt bei Ideen-Wettbewerb ab

Das Online-Portal „kaufregional“ gewinnt einen Sonderpreis. Für die Händler-Plattform soll jetzt auch ein Maskottchen werben.

Maskottchen Karlo (dritter von rechts) soll für den lokalen Handel in Mittelsachsen werben.
Maskottchen Karlo (dritter von rechts) soll für den lokalen Handel in Mittelsachsen werben. © Dietmar Thomas

Döbeln/Mittelsachsen. Die City-Offensive „Ab in die Mitte“ gibt es seit 18 Jahren. Zum ersten Mal hat mit Mittelsachsen jetzt ein Landkreis eine Idee eingereicht – und gewonnen.

Eddy Donat, Projektleiter des Wettbewerbs, überreichte Landrat Matthias Damm (CDU) in Döbeln einen Scheck zum Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro. Die Jury habe besonders das Netzwerk beeindruckt, in dem durch die Idee so viele Akteure zusammengebracht wurden.

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Die Idee, das ist die mittelsächsische Online-Plattform „kaufregional“. Formen habe diese im März 2020 angenommen, als die Händler durch die Corona-Pandemie ihre Türen schließen mussten. Durch die Plattform hätten sie diese in gewisser Weise doch offen halten können. „Zu Beginn waren es 50 Firmen, heute sind es 168, die auf ,kaufregional‘ 295 Angebote unterbreiten“, so der Landrat.

Nicht in Altkreisgrenzen denken

Das Motto müsse noch mehr publik werden. Denn es sei essenziell. „Wenn wir nicht bei uns kaufen – andere tun es nicht“, meint Damm. Die Menschen müssten motiviert werden, in der Region Produkte aus der Region zu kaufen und nicht bei Amazon zu bestellen.

„Denn wir haben zwischen Neuhausen und Leisnig ganz viel zu bieten“, so der Landrat. Vielleicht entstünden auch weitere Kooperationen. Die Geschäftsleute würden zu wenig voneinander wissen und manchmal noch in den Altkreisgrenzen denken. „Wenn jeder den Gedanken ,kaufregional‘ weiterträgt, besteht die Chance, den lokalen Handel zu erhalten“, erklärt Damm.

Karlo soll Landkreis Mittelsachsen bekannter machen

Zur Bekanntheit mittelsächsischer Produkte soll ein Maskottchen beitragen. Karlo, die Abkürzung für kauf regional lokal, gab es anfangs auf Plakaten und Aufklebern. Inzwischen hat die Kaffeerösterei Reinhardt aus Burgstädt das Maskottchen auf Kaffeebanderolen gedruckt.

Madlen Seigerschmitt von Esskultur und Seifenstück aus Mittweida hat gemeinsam mit der Firma „Frische erleben“ aus Marbach eine Naturseife kreiert. Auch auf dieser ist Karlo zu sehen.

Karlo, der auf Initiative der Peniger Grafikerin Bianka Behrami und weiterer Peniger Gewerbetreibender entstand, ist nun auch „lebendig“ geworden. Das Kostüm kann für Events, Messen und Ähnliches beim Mittelsächsischen Kultursommer ausgeliehen werden. Seinen ersten Auftritt hatte Karlo bereits beim Döbelner Stadtwerbering.

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