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Hartha: Alkohol und Lebensmittel aus Lauben gestohlen

Die Einbrecher sind in der Nacht zum Mittwoch in fünf Lauben der Gartenanlage „Reichsbahn“ eingebrochen. Es ist ein hoher Sachschaden entstanden.

In der Gartengruppe "Reichsbahn" ist erneut eingebrochen worden.
In der Gartengruppe "Reichsbahn" ist erneut eingebrochen worden. © Polizei

Hartha. Was Gartenbesitzer Wolfgang Mielke am Mittwochmorgen sah, konnte er einfach nicht glauben. Schon wieder waren Diebe in seine Laube in der Gartengruppe „Reichsbahn“ in der Nähe des Bahnhofes eingebrochen.

Bereits am 4. Januar war die Laube von Dieben durchsucht worden (Sächsische.de berichtete).Mielke informierte die anderen Laubenbesitzer, bei denen die Diebe offensichtlich auch Schaden anrichteten und die Polizei. Die stellte vor Ort fest, dass in fünf Lauben eingebrochen wurde.

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Die Beamten der Spurensicherung nahmen ihre Arbeit auf. „Nach einem ersten Überblick entwendeten die Einbrecher Alkohol und Lebensmittel sowie aus einer der Lauben einen Schlagschrauber samt dazugehörigen Koffer“, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz auf Anfrage von Sächsische.de mit.

Den Stehl- und Sachschaden beziffert der Polizeibeamte nach derzeitigem Kenntnisstand auf mehrere hundert Euro. „Die Polizei ermittelt wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls“, so der Pressesprecher.

Beamte der Spurensicherung nahmen ihre Arbeit auf.
Beamte der Spurensicherung nahmen ihre Arbeit auf. © Dietmar Thomas

Wolfgang Mielke kommt regelmäßig zwei Mal am Tag in seinen Garten, um die Katze zu versorgen. Auch Lothar Wawczyniak gehört zu den Gartenbesitzern, die recht früh und bei jedem Wetter in der Gartengruppe sind. Denn er füttert die Vögel. Die Nachbarn sind froh darüber, denn so können die beiden nachschauen, ob alles in Ordnung ist.

Einer der Betroffenen ist Lothar Wawczyniak. Auch im Januar wurde seine Laube und der Schuppen aufgebrochen. „Entwendet haben die Einbrecher nichts, aber jede Menge Schaden hinterlassen“, sagte der Harthaer. Die Tür hatte er wieder verschlossen. Da die Baumärkte geschlossen haben, konnte er keine neuen Schlösser kaufen. Denn auch das des Schuppens wurde zerstört.

Die Einbrecher haben viele Türen und Schlösser zerstört.
Die Einbrecher haben viele Türen und Schlösser zerstört. © Dietmar Thomas

„Ich habe die Laubentür mit zwei großen Schrauben verschlossen. Die untere haben die Einbrecher herausgedreht. Weil sie das bei der oberen nicht geschafft haben, rissen sie die Tür auf und es entstand ein großer Schaden“, so Lothar Wawczyniak. Nun stehe er wieder vor dem Problem, dass er kein Material für die Reparatur hat. Auch mit der Versicherung könnte es problematisch werden.

„Ich kann die Leute nicht verstehen, die so etwas machen. Es waren bestimmt auch wieder diejenigen, die schon im Januar in unseren Lauben waren“, sagte der Harthaer. Bei ihm hätten die Diebe einen elektronischen Tierschreck mitgenommen. „Bei Wolfgang Mielke haben sie sogar die Wildkamera, die er im Vogelkasten gut versteckt hat, herausgerissen. Sie lag auf dem Boden. Die Speicherkarte haben die Diebe mitgenommen“, so der Gartenbesitzer.

Schützen könne man sich nicht. Da bleibe nur zu hoffen, dass die Polizei die Einbrecher findet.

Bier und Stollen gestohlen

Gleich Anfang des Jahres mussten sechs Gartenbesitzer der Sparte „Reichsbahn“ am Radweg zwischen Waldheim und Geringswalde feststellen, dass in ihre Lauben eingebrochen wurde.

Die Täter hebelten damals die Türen auf und durchsuchten die Lauben nach Brauchbarem. Die Einbrecher nahmen Alkohol und Lebensmitteln im Wert von rund 35 Euro mit. Der Gesamtschaden belief sich damals auf etwa 2.000 Euro.

In der Laube von Wolfgang Mielke hatten die Diebe alles durchwühlt. Mitgenommen haben sie einen halben Kasten Bier und einen Dreipfund-Stollen. „Da sind der Sachschaden, der entstanden ist, und der damit verbundene Ärger höher“, so Mielke damals.

Zu den Gartenbesitzern die ebenfalls das zweite Mal betroffen sind, gehört Gisela Greif. An ihrer Laube war beim ersten Mal der geringste Schaden entstanden. „Die Tür ist allerdings Schrott“, sagte ihr Sohn René Greif. Er reparierte diese notdürftig. Der Maschendrahtzaun, der an verschiedenen Stellen heruntergedrückt war, wurde wieder gerichtet.

Fußspuren hinterlassen

Daniel Görke war im Januar vor Ort, um zu sehen, welchen Schaden die Diebe an seiner Gartenlaube hinterlassen haben und um eine Notsicherung vorzunehmen. „Gut, dass ich die Tür nur einmal abgeschlossen hatte. Sonst wäre ein noch größerer Schaden entstanden. So ist nur der Blendrahmen zerstört worden“, ist sich der Harthaer sicher. Aus seiner Laube wurde nichts entwendet. Die Parzelle von Daniel Görke liegt etwas versteckt hinter einem anderen Garten. Da die Diebe wahrscheinlich über die Zäune in die Nachbargärten gelangten, ist diesmal auch in seine Laube eingebrochen worden. Andere Kleingärtner hat es nun bereits das vierte Mal getroffen.

Die Täter hatten Anfang des Jahres jede Menge Fußspuren hinterlassen. „Wahrscheinlich sind sie vom Gewerbegebiet über das Feld gekommen und später auch in diese Richtung wieder geflüchtet“, waren sich die Kleingärtner sicher.

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