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Frauentagspreis geht nach Waldheim

Acht Frauen aus Mittelsachsen sind nominiert worden. Zwei bekommen den Preis von Marika Tändler-Walenta überreicht.

Der Kreisverband der Partei Die Linke zeichnet Melanie Doan mit dem alternativen Frauentagspreis aus. Dieses Foto mit Sohn Anthony ist im Frühjahr 2019 entstanden. Damals hat sich Melanie Doan als Stadträtin beworben – und ist gewählt worden.
Der Kreisverband der Partei Die Linke zeichnet Melanie Doan mit dem alternativen Frauentagspreis aus. Dieses Foto mit Sohn Anthony ist im Frühjahr 2019 entstanden. Damals hat sich Melanie Doan als Stadträtin beworben – und ist gewählt worden. © Archivbild Dietmar Thomas

Waldheim/Region. Schon im dritten Jahr in Folge verleiht der Kreisverband der Partei Die Linke einen alternativen Frauentagspreis. Dafür seien erneut viele Vorschläge eingegangen, sagt die Vorsitzende des Verbandes Marika Tändler-Walenta. Aus diesen seien schließlich acht Frauen aus verschiedenen Orten in Mittelsachsen nominiert worden.

„Die Entscheidung, wer nun den Preis bekommt, ist uns wirklich nicht leichtgefallen“, so die Politikerin. Denn jeder der Vorschläge habe seine Berechtigung gehabt.

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„Stellvertretend für die vielen Frauen in Mittelsachsen, die sich tagtäglich sowohl haupt- als auch ehrenamtlich für unsere Gesellschaft einsetzen, haben wir in diesem Jahr nun zwei ausgewählt, die unseren Frauentagspreis verliehen bekommen“, sagt Marika Tändler-Walenta.

Zeichen der Wertschätzung

„Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 250 Euro verbunden. Darüber können sich Melanie Doan aus Waldheim sowie Carmen Sehm aus Flöha freuen.“, teilt die Kreischefin der Linken mit. Sie wolle die Preise den Frauen als Zeichen der Wertschätzung ihres Engagements persönlich überbringen.

„Melanie Doan arbeitet in der Pflege und steht stellvertretend für die vielen Frauen, die im Pflegeberuf tätig sind“, begründet Marika Tändler-Walenta die Entscheidung der Jury. Dieser Beruf bringe viele Herausforderungen mit sich.

Engagiert in der Pflege und im Ehrenamt

Dennoch versuche Melanie Doan diesen, so gut wie möglich mit ihrem Alltag zu verbinden, um nicht nur der eigenen Familie gerecht zu werden, sondern auch den Menschen, die sich nicht mehr so gut selbst versorgen können, eine liebevolle Hilfe zu sein.

2019 hat sich die Waldheimerin aber noch einer anderen Herausforderung gestellt und sich auf der Liste der Linkspartei um einen Sitz im Stadtrat der Zschopaustadt beworben. Nachdem die Wähler Melanie Doan ihr Vertrauen geschenkt haben, bringt sie sich in die Kommunalpolitik ein.

Besonders bei sozialen Themen will sie mitreden. Die liegen ihr am Herzen. Deshalb hatte sie sich auch entschlossen, zusätzlich zu Job und Familie sich noch ehrenamtlich als Stadträtin zu engagieren.

Carmen Sehm ist an der Mittelschule in Flöha vormittags als Betreuerin im Ganztagsangebot tätig. Nachmittags ist sie für die Freizeitgestaltung mit verschiedenen Tätigkeiten und vor allem für die Hausaufgabenbetreuung eingesetzt. Zudem unterstützt sie Fach- und Klassenlehrer praxisnah mit verschiedenen Projekten.

Betreuerin, Begleiterin und Vereinsmitglied

„Seit 2014 ist Frau Sehm ehrenamtlich als Familienbegleiterin im Ambulanten Kinderhospizdienst ,Schmetterling‘ in Chemnitz tätig“, erzählt die Chefin der Linkspartei in Mittelsachsen. „Gegenwärtig begleitet sie eine Familie in Flöha. Dazu gehört die Betreuung der krebskranken Kinder, aber auch der Geschwisterkinder, um die Eltern zu entlasten“, beschreibt Marika Tändler-Walenta das Pensum von Carmen Sehm.

Dafür setzte die Familienbegleiterin mitunter sogar Geld ein, das sie als Aufwandsentschädigung erhält und eigentlich für sich selbst verwenden kann.

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