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Kriebstein gibt Geld für Bau an der Seebühne

Für rund 3,5 Millionen Euro soll das Objekt an der Talsperre saniert werden. An den Kosten müssen sich die Mitglieder des Zweckverbandes beteiligen.

Die Seebühne soll im Bereich der Zuschauertribünen und angrenzenden Sanitärräume saniert werden. Dafür gibt es Fördermittel vom Bund. Die Mitglieder des Zweckverbandes müssen aber einen Eigenanteil entrichten.
Die Seebühne soll im Bereich der Zuschauertribünen und angrenzenden Sanitärräume saniert werden. Dafür gibt es Fördermittel vom Bund. Die Mitglieder des Zweckverbandes müssen aber einen Eigenanteil entrichten. © Archiv/Dietmar Thomas

Kriebstein. Die Bedingungen an der Seebühne Kriebstein sind sowohl für die Besucher als auch für die Schauspieler, Sänger und Tänzer, die die Bühne bespielen, nicht mehr zeitgemäß. Vor fast 15 Jahren sind Bühne und Zuschauertribünen gebaut worden. Inzwischen haben insbesondere die Traversen unter den Witterungseinflüssen gelitten.

Aber auch die sanitären Anlagen in unmittelbarer Nähe sind unzureichend. „Beschwerden gibt es immer wieder, weil die Gäste der Seebühne zusätzlich einen Obolus für die Toilettenbenutzung entrichteten müssen. Das ist ja normalerweise in einem Theater nicht üblich“, so Bürgermeisterin Maria Euchler (FWK) in der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend. Aber die Toilettenanlage wird derzeit privat bewirtschaftet.

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Umziehen müssen sich die Schauspieler in Containern. Und die Zuschauer sitzen bei ungünstigem Wetter entweder im Regen oder in der prallen Sonne. Das alles soll sich in den nächsten Jahren ändern.

Der Bund stellt über das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ rund 2,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Darüber hatte die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann bereits im März vergangenen Jahres informiert.

Die Verbandsmitglieder des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre, zu dem neben der Gemeinde Kriebstein, die Stadt Mittweida und der Landkreis Mittelsachsen gehören, müssen einen Eigenanteil beisteuern. Die Gemeinderäte von Kriebstein haben in ihrer Sitzung einstimmig beschlossen, das Geld bereitzustellen.

Kommunalaufsicht bescheinigt Haushaltsnotlage

Wie Maria Euchler erklärte, ermöglicht das Förderprogramm für Gemeinden, die sich in einer Haushaltsnotlage befinden, einen Fördersatz in Höhe von 90 Prozent der anrechenbaren Kosten. Die Haushaltsnotlage wurde der Gemeinde Mitte des Jahres durch die Kommunalaufsicht bescheinigt.

Auf die Gemeinde Kriebstein kommen demnach Kosten in Höhe von knapp 280.000 Euro zu. Kämmerer Wolfgang Hein hat 113.619 Euro im Haushalt bereits eingeplant. „Die Differenz zum geplanten Eigenmitteleinsatz wird der Gemeinde Kriebstein auf die Verbandsumlage an den Zweckverband ab 2022 angerechnet. Diese reduziert sich dann entsprechend“, erklärt Maria Euchler.

Neue Umkleiden und ein Sonnensegel

Das Vorhaben ist in drei Abschnitte unterteilt. Die Entwurfsplanungen sehen im Abschnitt A die Errichtung eines Sozial- und Sanitärgebäudes für die Besucher, das Bühnenpersonal und Darsteller der Seebühne im Bereich oberhalb der Zuschauertribünen vor.

Mit „Sonnensegel“ ist der Bauabschnitt B überschrieben. Dabei sollen die Zuschauerterrassen mit einer wetterfesten UV-beständigen textilen Membran als Sonnen- und Regenschutz überspannt werden.

Im Teilvorhaben C sollen zusätzliche Sitzplätze gebaut werden, unter denen es zusätzlich Umkleiden für die Darsteller geben wird. Außerdem wird ein weiterer Bühnenzugang integriert.

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