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Leisnig gibt Geld für Sport- und Kulturzentrum

Die Stadträte geben „grünes Licht“ für den Eigenanteil der Kommune an dem Großprojekt. Das Geld fließt wie die Förderung in Jahresscheiben.

Die Tribüne des Leisniger Stadions ist schon lange baufällig. Mit der Errichtung des Sport- und Kulturzentrums an der Chemnitzer Straße, das vom Bund gefördert wird, könnte endlich ein Ersatzneubau entstehen.
Die Tribüne des Leisniger Stadions ist schon lange baufällig. Mit der Errichtung des Sport- und Kulturzentrums an der Chemnitzer Straße, das vom Bund gefördert wird, könnte endlich ein Ersatzneubau entstehen. © Dietmar Thomas

Leisnig. Für die Errichtung eines Kultur- und Sportzentrums rund um den bereits vorhandenen Sportplatz an der Chemnitzer Straße und das Freibad ist eine weitere Hürde genommen. Die Stadträte haben in ihrer Sitzung am Donnerstag bestätigt, dass die Kommune den Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent bereitstellt.

„Diese Zustimmung ist wichtig und notwendig für das weitere Antragsverfahren“, erklärte Kämmerin Andrea Schlehahn. Das Projekt Sport- und Kulturzentrum ist unter anderen Förderbedingungen bereits stufenweise in den Haushaltsplan 2021/2022 sowie eine mittelfristige Finanzplanung bis 2024 eingeordnet.

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Nun stellt die Kommune für das Jahr 2022 insgesamt 126.000 Euro, für das Jahr 2023 115.000 Euro und für 2024 noch einmal 25.000 Euro bereit. Das entspricht zehn Prozent der Gesamt-Bausumme in Höhe von 2,66 Millionen Euro. Dem stimmten die Stadträte mit zwei Enthaltungen zu.

Das Fördergeld in Höhe von 90 Prozent – in Summe 2,34 Millionen Euro – stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann hatte sich für Leisnig starkgemacht.

Jetzt geht es in die Detailplanungen

„Das Geld ist geparkt, aber wir haben noch keinen Zuwendungsbescheid“, sagte Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Deshalb beginne erst jetzt die entscheidende Planungsphase. Bis zum 25. August müssen die Pläne, die bisher nur als Grobkonzept vorliegen, nun konkretisiert werden.

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Diese Koordinierungsgespräche seien in den zurückliegenden zwei Wochen bereits gelaufen. Das bestätigt Jörg Lippert., Präsident des VfB Leisnig. „Nachdem wir jetzt wissen, wie hoch der Eigenanteil ist, können wir in die Detailplanungen gehen.“ Wichtig sei es nun, dass alle Beteiligten, zu denen neben dem VfB unter anderem das Alternative Jugendzentrum, die Badinitiative, der Carnevalsclub Leisnig (CCL) und Obstland Dürrweitzschen AG, gehören ihre Bedürfnisse anmelden und nachweisen.

Sportlicher Zeitplan

„Der Zeitplan ist sportlich“, sagt Jörg Lippert. Vor allem müssen die Planungen exakt und detailgenau abgegeben werden. „Wir können dann nicht hinterher sagen, wir haben das eine oder andere vergessen oder jetzt sind die Baukosten gestiegen und brauchen mehr Geld. An der Fördersumme gibt es im Nachhinein nichts mehr zu rütteln“, so Lippert.

Insgesamt soll das schon aus Fußballplatz, Tennisplätzen, Vereinsheim, Sport- und Kegelhalle, Wandertreffpunkt, Freibad und Alternativem Jugendzentrum (AJZ) bestehende Sport-, Kultur- und Jugendzentrum an der Chemnitzer Straße modernisiert werden. „Dazu wird vor allem Platz gebraucht. Es wird Verhandlungen mit den umliegenden Grundstückseigentümern geben“, so Lippert.

Eine der ersten Maßnahmen könnte aus Sicht des Vereinspräsidenten die Errichtung eines Kunstrasenplatzes sein. Fest stehe auch schon, dass es für die Tribüne im Stadion einen Ersatzneubau geben muss. Offen sei aber noch, ob dieser wieder an die gleiche Stelle kommt.

Die Fußball-Frauen haben sich schon seit längerer Zeit einen Spielplatz für ihren Nachwuchs gewünscht. Auch dieser Wunsch könnte nun mit umgesetzt werden. Der wäre dann endlich auch ganzjährig nutzbar und nicht nur während der Freibadsaison.

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