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Leisnig kann zwei neue Spielplätze bauen

Nach der ersten Ablehnung von Fördergeld hat sich die Kommune um eine zweite Chance bemüht. Und die wird es geben. Wer sich wo auf neue Spielmöglichkeiten freuen darf.

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Der Roßweiner Spielplatz „Rösser im Schilf“ – hier bringen Ehrenamtliche einen neuen Schutzanstrich auf – gehört zu den schönsten in der Region. Kein Wunder, dass sich zum Beispiel Eltern aus Leisnig Ähnliches auch in ihrer Nähe wünschen.
Der Roßweiner Spielplatz „Rösser im Schilf“ – hier bringen Ehrenamtliche einen neuen Schutzanstrich auf – gehört zu den schönsten in der Region. Kein Wunder, dass sich zum Beispiel Eltern aus Leisnig Ähnliches auch in ihrer Nähe wünschen. © xcitepress/Christian Essler

Leisnig. Wo kann man in Leisnig mit seinen Kindern auf einen schönen Spielplatz gehen? Diese Frage „geisterte“ vor ein paar Tagen durch die sozialen Medien. Die Antworten begeisterter Eltern darauf fiel ernüchternd aus. Der Tenor: So viel Auswahl gibt es in Leisnig nicht.

Bürgermeister Carsten Graf (parteilos) hat sich nach seinem Amtsantritt am 1. August bereits mit dem Thema „Spielplätze in Leisnig“ beschäftigt. Den Wunsch der Eltern nach einer ansprechenden Tummelfläche könne er durchaus nachvollziehen. Umzusetzen sei er dennoch schwieriger als von den meisten gedacht.

Spielplatz-Planung ist kein Spaziergang

„Das muss genau geplant werden“, so seine Erfahrungen generell. Idealerweise sollten die Interessen von Kindern verschiedener Altersklassen berücksichtigt werden. Es bedürfe einer kommunalen Fläche, die groß und geschützt genug für solch ein Projekt ist.

Und: „Das Umfeld muss auch mitspielen“, so Carsten Graf. „Ich bin vor kurzem auf einem Spielplatz gewesen. Da lag Hundekot ohne Ende. Und dafür sind in der Regel nicht Hundehalter verantwortlich, die von weit herkommen, sondern diejenigen, die im Umfeld wohnen“, meint der Bürgermeister.

Bei einem stimmigen Gesamtpaket könne er sich vorstellen, mit den Leisnigern gemeinsam auch einen größeren Spielplatz zu entwickeln und über Finanzierungs- und Möglichkeiten der Erhaltung nachzudenken. Letzteres sei aus seiner Sicht ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Neues Planschbecken fürs Leisniger Freibad

Im Moment freut sich Carsten Graf über drei „kleinere“ Projekte, die jetzt doch in Angriff genommen werden können. Nachdem der Antrag Leisnigs auf Fördergeld der Leader-Region „Sachsenkreuz+“ abgelehnt worden ist, hat es im Förderprogramm „Vitale Dorfkerne“ geklappt.

Die Anträge seien auf dem Weg ins Ministerium und der Bürgermeister geht davon aus, dass die von Bauamtsleiter Thomas Schröder vorgestellten Pläne bald realisiert werden können.

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Zum ersten soll es in Gorschmitz an anderer Stelle Ersatz für den im Sommer 2021 von Schlamm gefluteten Spielplatz geben. Dafür ist ein Platz gefunden worden, der weniger nah an Feldern liegt.

Zum zweiten ist ein neuer Spielplatz in Altenhof zwischen der Kita „Funtasia“ und dem Sportplatz geplant. Benötigt wird der, weil es in der Ortschaft viele junge Familien mit Kindern gibt und der Kita-Spielplatz kein öffentlich nutzbarer ist. Von der Ergänzung sollen alle Mädchen und Jungen etwas haben.

Genauso sieht es mit dem dritten Vorhaben aus. Dabei ist an die Jüngsten gedacht, die sich im Planschbecken im Freibad vergnügen. Das soll erneuert werden.

Von Kindern geliebt und von Erwachsenen geachtet

Bei der kleinen Internet-Befragung, welche Spielplätze Eltern empfehlen können, gab es auch einen Hinweis auf den Spielplatz „Rösser im Schilf“. Den hat die Stadt Roßwein nach der Flut 2013 mit Mitteln aus dem Wiederaufbaufonds an hochwassersicherer Stelle bauen können.

Das Angebot an vorwiegend Holzspielgeräten ist für verschiedene Altersklassen konzipiert. Und es gibt auch Kletter-, Hangel- und Balancierstrecken, an denen sich Jugendliche oder sogar Eltern probieren können.

Sicher, auch dort mussten die Bauhofmitarbeiter ab und an Spuren von Vandalismus beseitigen, kaputte Glasflaschen zusammenkehren. Insgesamt aber wird das Angebot dort nicht nur von den Kindern der nahen Kita „Unter den Linden“ gut und gern genutzt und auch von den Roßweinern geachtet. Bisweilen gibt es sogar Arbeitseinsätze von Ehrenamtlichen, die den Holzelementen einen neuen Schutzanstrich verpassen.