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Döbeln

Leisnig: Technikmuseum öffnet wieder

Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie ist wieder Zeit für Reisen in die Vergangenheit. Diese ermöglichen unter anderem Monika und Claus Dieter Andrä.

Im Technikmuseum zeigt Claus Dieter Andrä auch, wofür sein Herz schlägt: für Oldtimer wie diesen BMW Dixi. Mit 14 PS ist der zwar nicht der Schnellste, aber immer noch hübsch anzusehen.
Im Technikmuseum zeigt Claus Dieter Andrä auch, wofür sein Herz schlägt: für Oldtimer wie diesen BMW Dixi. Mit 14 PS ist der zwar nicht der Schnellste, aber immer noch hübsch anzusehen. © Archiv/Dietmar Thomas

Leisnig. Nicht nur die staatlichen Museen und die, die Vereine betreiben, mussten in den zurückliegenden Monaten wegen der Pandemie geschlossen bleiben. Auch private Sammler wie die Leisniger Familie Andrä waren gezwungen, ihre „Schätze“ sozusagen verschlossen zu halten. Mit der geänderten Corona-Schutzverordnung ändert sich das.

„Auf Anfrage öffnen wir wieder“, sagt Claus Dieter Andrä. Aufs Anknattern, den sonst üblichen Saisonstart mit Technikfreunden aus der Region, verzichtet er in diesem Jahr allerdings.

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Alte Leisniger Nudelfabrik ist die Kulisse

Vielmehr haben Gruppen ab sofort die Möglichkeit, sich mit den Andräs einen Termin zu vereinbaren. Zu den häufigsten Museumsbesuchern in den Ausstellungsräumen an der Johannes-R.-Becher-Straße gehören die Teilnehmer von Klassen- und Jahrgangstreffen, die Gäste von Familienfeiern oder Kollegen, die sich nach langer Zeit oder auch regelmäßig wiedersehen und das in entsprechendem Ambiente tun wollen.

Das private Museum befindet sich in der früheren Leisniger Nudelfabrik. Darauf gibt es schon im Treppenaufgang ausreichende Hinweise. Danach kann, wenn es sich um (ehemalige) Leisniger handelt, bei beinahe jedem Schritt Bekanntes entdeckt werden.

So hat Claus Dieter Andrä zum Beispiel den letzten Stuhl aus dem legendären „Johannistal“ gerettet. Er zeigt, was in der Zigarrenfabrik vom Band lief, Werbung für in Leisnig gebrautes Bier und vieles mehr. An das örtliche Handwerk erinnern Werkstätten wie die eines Schusters. Dass allerhand Straßenbaumaschinen zu sehen sind, hängt damit zusammen, dass Andrä lange Zeit ein solches Unternehmen führte.

Dieter Scheller hat in seinem Leben allerlei Zirkus- und Rummelszenen nachgebaut, aber auch einen Heimatberg. Diesen Nachlass des Leisnigers bewahren Monika und Claus Dieter Andrä in ihrem privaten Museum genauso auf wie die Puppen, die Heinz Kotte hinter
Dieter Scheller hat in seinem Leben allerlei Zirkus- und Rummelszenen nachgebaut, aber auch einen Heimatberg. Diesen Nachlass des Leisnigers bewahren Monika und Claus Dieter Andrä in ihrem privaten Museum genauso auf wie die Puppen, die Heinz Kotte hinter © Archiv/Dietmar Thomas

Aber auch Technik aus den polytechnischen Kabinetten ist im Museum zu sehen. Ein Bereich widmet sich dem Campen zu DDR-Zeiten, wo Camper gern und oft stehenbleiben und sich an ihre Ausflüge erinnert.

Aber auch Spielzeug, Schreibmaschinen, die Puppen des Leisniger Puppenspielers Heinz Kotte oder tausende Alltagsgegenstände laden dazu ein, sich an die eigene Kindheit, Schulzeit oder das Arbeitsleben zu erinnern.

Anmeldungen im Technikmuseum: Tel. 034321/14546

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