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Sonnenlandpark wieder für Besucher offen

Am Wochenende war Saison-Start im Sonnenlandpark Lichtenau – trotz Corona-Pandemie. Für Viele war es der erste große Familienausflug seit Langem.

Emma(4, Mitte) und ihre Eltern Steffi Füleki (rechts) und Maik Füssel aus Dresden freuen sich sichtlich über den geöffneten Sonnenlandpark. Sie haben gleich verschiedene Spielgeräte ausprobiert.
Emma(4, Mitte) und ihre Eltern Steffi Füleki (rechts) und Maik Füssel aus Dresden freuen sich sichtlich über den geöffneten Sonnenlandpark. Sie haben gleich verschiedene Spielgeräte ausprobiert. © Dietmar Thomas

Von Rasmus Wittrin

Lichtenau. Über sechs Monate war es still im Sonnenlandpark Lichtenau. Kein Kinderlachen, kein Fußgetrampel, die Mitarbeiter in Kurzarbeit zu Hause. Wer am Sonnabend durch die 30 Hektar große Anlage spaziert, kann sich das nur schwerlich vorstellen: Auf den großen Hüpfkissen springen Kinder um die Wette, im See stechen wieder Flöße mit Familien an Bord in See und im Wasser-Matsch-Paradies wird gebuddelt und gebaut.

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Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, müssen einige Attraktionen wie das Riesenrad und der gesamte Indoor-Bereich zwar geschlossen bleiben, trotzdem hat der Sonnenlandpark Glück im Unglück: Sachsenweit ist er neben dem Elbe-Freizeitland in Königstein der einzige vergleichbare Freizeitpark, der seit dem Wochenende wieder geöffnet hat.

In der neuen Verordnung des Freistaates Sachsen zu Öffnungsstrategien seien Freizeitparks nämlich gar nicht vertreten, beklagt , zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Sonnenlandpark. Freizeitparks seien von der Politik vergessen worden. Trotzdem öffnen – zumindest teilweise – kann der Sonnenlandpark deshalb nur, weil er kein reiner Freizeitpark ist, sondern auch Tiere dazugehören.

Hermine, Manuela und Sandra Schulze (von links) aus Frankenberg haben einen Halt bei Rothirsch Horizus eingelegt.
Hermine, Manuela und Sandra Schulze (von links) aus Frankenberg haben einen Halt bei Rothirsch Horizus eingelegt. © Dietmar Thomas

Viele Familien freuen sich, dass sie an den Wochenenden mal wieder „raus aus den vier Wänden“ kommen, wie es Manuela und Sandra Schulze aus Frankenberg ausdrücken. Gerade für Kinder sei es schön, neben Ausgangssperre und Distanz-Unterricht sich im Freizeit-Park mal wieder richtig austoben zu können.

Damit die Anlage nicht überlaufen wird, müssen sich alle Gäste vor dem Besuch online registrieren. Jede Stunde können bis zu 200 Menschen eingelassen werden, erklärt Anita Müller. Die Verweildauer kann jeder für selbst entscheiden. In der Regel seien nicht mehr als 500 Menschen gleichzeitig im Park, nur ein Bruchteil von dem, wie es im Normalbetrieb ist.

Um auf eine potenzielle Verschärfung der Pandemie-Maßnahmen vorbereitet zu sein, erfolgt die Bezahlung nicht schon bei der Online-Registrierung, sondern erst am Eingang.

Damit sollen, so Müller, die Gäste Sicherheit bei der Buchung haben, und der Park muss bei einer kurzfristigen Schließung nicht hunderte oder gar tausende Rücküberweisungen durchführen. Zudem werden neue Termine nur im Wochenrhythmus freigeschaltet.

Finanziell lohnen wird sich die Teilöffnung deshalb nur, wenn alle Zeitfenster möglichst ausgebucht sind, sagt Müller. Zumal die Preise auch deutlich abgesenkt wurden. Statt normalerweise 16 Euro kostet der Eintritt pro Person nur 9,50 Euro (ab vier Jahre). Doch nur darum geht es nicht.

„Durch die Teilöffnung können wir schneller auf weitere Lockerungen reagieren, müssen dann nicht von Null anfangen“, erklärt Anita Müller. Schließlich müsse das Geschäft irgendwie am Laufen gehalten werden, nach über sechsmonatiger Pause und dem damit einhergehenden Ausfall der Winter- und Nachsaison.

Mit dem Floß über den Teich. Auch das ist seit dem Wochenende in Lichtenau wieder möglich.
Mit dem Floß über den Teich. Auch das ist seit dem Wochenende in Lichtenau wieder möglich. © Dietmar Thomas

Außerdem sei es schön, den Zuspruch von den Gästen zu erfahren. Schon bevor die Teilöffnung am vergangenen Montag angekündigt wurde, gab es immer wieder Anfragen, wann der Freizeitpark öffnen würde, sagt Schulze. Seitdem klar war, dass der Sonnenlandpark wieder besucht werden kann, bedanken sich viele Menschen auch per Mail für die Öffnung und bieten ihre Unterstützung an.

Für viele Familien ist der Besuch des Sonnenlandparks Corona-bedingt der erste größere Familienausflug in diesem Jahr. „Endlich mal Abwechslung“, fasst Steffi Füleki aus Dresden die Erleichterung über die neue Möglichkeit zusammen.

Um die Ansteckungsgefahr auf dem Gelände möglichst zu begrenzen, müssen alle Menschen ab sieben Jahren bei Einlass einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Eine Testmöglichkeit wird auch auf dem Parkplatz des Sonnenlandparks angeboten.

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Der Bus wird von Michael Köhler und seinen Mitarbeitern bereitgestellt. Zusätzlich gilt in Bereichen, in denen sich Menschenansammlungen bilden könnten, eine Maskenpflicht. Für den Rest des Geländes spricht der Sonnenlandpark nur eine Masken-Empfehlung aus.

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