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Gericht verurteilt Schläger

Zwei Döbelner sollen einen Freund geschlagen haben. Dass dabei Alkohol im Spiel gewesen ist, bewahrt sie vor einer Verurteilung aber nicht.

In der zweiten Verhandlung werden zwei Döbelner zu Strafen wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
In der zweiten Verhandlung werden zwei Döbelner zu Strafen wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. © dpa-Zentralbild

Döbeln. Geduld war in dieser Woche im Amtsbericht Döbeln gefragt. Eine anberaumte Fortsetzungsverhandlung begann mehr als eine Stunde später, weil im Gerichtssaal länger als vermutet Zeugen zu einem anderen Fall angehört wurden. Also warteten Zeugen und auch die beiden Angeklagten, zuletzt ziemlich ungeduldig.

Das sind zwei Döbelner im Alter von 50 und 53 Jahren. Ihnen wurde vorgeworfen, am 20. April einen Bekannten, zeitweise schon als Freund (38) bezeichnet, so zugerichtet zu haben, dass er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

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Geschädigter ist nicht zum ersten Mal Opfer von Gewalt

Ein solches hatte der Mann schon ein paar Tage früher von innen gesehen, nachdem ihn ein Unbekannter auf dem Parkplatz eines Supermarktes niedergeschlagen hatte.

Die tätliche Auseinandersetzung am 20. April, vor der reichlich Alkohol geflossen sein soll, bestritten die Angeklagten nicht. Auch den Schlag ins Gesicht, dem er dem Geschädigten verpasste, gab der 53-Jährige zu. 

Polizei führt Zeugen diesmal vor

Trotzdem wollte Richterin Nancy Weiß noch Zeugen hören. Einer wurde jetzt von mehreren Polizeibeamten vorgeführt. Die Einladung für den ersten Verhandlungstag hatte er ignoriert und war nicht im Amtsgericht erschienen.

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Am Ende sah es das Gericht als erwiesen an, dass sich beide Angeklagten der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht haben. Die Richterin verurteilte beide Männer: Den einen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde und den anderen zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten.

Die Anzeige hatte übrigens die Staatsanwaltschaft gestellt. Der Geschädigte selbst wollte die Sache auf sich beruhen lassen. (DA/sig mit ehl)

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