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Gersdorfer Wehrleiter muss Wein stampfen

Robert Prosch will Geld für 25 Arbeitshosen der Feuerwehr erspielen. Sein Kontrahent von MDR Sachsen erweist sich aber als harter Brocken.

Robert Prosch (links) ist noch kräftig beim Stampfen, während Silvio Zschage den Saft umfüllt.
Robert Prosch (links) ist noch kräftig beim Stampfen, während Silvio Zschage den Saft umfüllt. © privat

Hartha. Mit ihrem Auftritt im Fernsehen haben die Gersdorfer Feuerwehrleute vor knapp zwei Jahren für Aufsehen gesorgt. Damals wurde über die Sendung „Mach dich ran“ des MDR ein Umkleidecontainer für die Kameraden angeschafft.

Am Donnerstag war der Gersdorfer Ortswehrleiter Robert Prosch als Kandidat bei „Wünsche werden wahr“ von Radio MDR Sachsen ins Rennen gegangen. Ziel war es 25 Arbeitshosen für die aktiven Kameraden der Gersdorfer Wehr zu bekommen. „Dieses Jahr ist es schwer, den Leuten etwas Schönes zukommen zu lassen. 

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Wir treffen uns nur zur Ausbildung, ein Zusammensitzen danach gibt es momentan aufgrund der Corona-Pandemie nicht. Die Einsätze werden abgearbeitet, nur kurz ausgewertet und dann geht jeder wieder nach Hause“, schildert Robert Prosch die nicht einfache Situation. Davon sind nicht nur die Gersdorfer Kameraden betroffen.

Wunsch nach Arbeitshosen besteht schon lange

Es ist für die Stadt Hartha keine Pflicht, die Kameraden mit Arbeitshosen auszustatten. „Wir haben die sogenannten Brandhosen, aber die benötigt nicht unbedingt jeder“, so Prosch. Die Arbeitshosen könnten bei der Ausbildung, aber auch bei Dorffesten oder bei der Öffentlichkeitsarbeit getragen werden. Der Wunsch bestehe schon seit einigen Jahren, solche Hosen anzuschaffen.

Mit ihren Wünschen für die Gemeinschaft können sich Hörer bei der MDR Sachsen-Aktion „W.W.W. – Wünsche werden wahr“ bewerben und mit einem erfolgreichen Duell gewinnen. 

Neu in diesem Jahr: Kandidat 1 muss vor dem Spiel entscheiden, sich entweder selbst der Tagesaufgabe zu stellen, oder Silvio Zschage für sich antreten zu lassen. Wird der Morgenmoderator nicht für das erste Projekt ins Rennen geschickt, geht er automatisch als Gegenspieler für das zweite an den Start.

MDR-Moderator erspielt Geld für Schaukel

Robert Prosch entschied sich dazu, die Aufgabe selbst in Angriff zu nehmen. „Das ist bei der Feuerwehr so, dass man Verantwortung übernimmt“, sagte er. Da wusste er aber noch nicht, was ihn erwartet. Allerdings gab das Stichwort Wein, welches am Morgen verkündet wurde, schon einmal die Richtung vor.

Die Reise führte auf ein Weingut in Radebeul. Dort wartete jeweils ein Bottich mit Weintrauben auf die Kontrahenten. So schnell wie möglich mussten sie zwei Liter herauspressen, durch kräftiges Stampfen mit den – natürlich sauberen – Füßen.

Moderator Silvio Zschage erwies sich am Ende als der schnellere „Weintreter“. Er erspielte Geld für eine neue Schaukel, die sich die Kinder in der Brand-Erbisdorfer Kita „Sonnenglanz“ wünschen. 

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich gegen Silvio verliere“, zeigte sich Robert Prosch etwas enttäuscht. Immerhin gab es als Trostpreis 100 Euro. „Die kommen in die Vereinskasse für die Ausrichtung des nächsten Elternabends der Jugendfeuerwehr“, so Prosch.

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