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Großweitzschener Schule wird saniert

In der Vergangenheit ist schon einiges getan worden. In dem fast 50 Jahre alten Gebäude gibt es aber noch erhebliche Mängel.

Die Schule in Großweitzschen gibt es seit 1972. Die Gemeinde beantragt Fördergeld, um sie zu sanieren.
Die Schule in Großweitzschen gibt es seit 1972. Die Gemeinde beantragt Fördergeld, um sie zu sanieren. © Frank Korn

Großweitzschen. Die Gemeinde Großweitzschen beantragt über das Programm „VwV Invest Schule„ Fördermittel zur Sanierung der Grundschule einschließlich brandschutztechnischer Ertüchtigung. Das haben die Gemeinderäte einstimmig bei ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Nach einer Begehung mit der Unfallkasse und dem Brandschutzbeauftragten des Landkreises sind erhebliche Mängel in der Grundschule festgestellt worden. Ziel der Sanierung sei ein zukunftsorientiertes, sicheres Schulgebäude, sagte Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). Die Schule wurde im Jahr 1972 eingeweiht. In der Vergangenheit wurden die Außenanlagen sowie die Fassade, aber auch einzelne Klassenräume saniert.

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Brandschutz wird verbessert

Geplant ist es, die brandschutztechnischen Mängel und die von der Unfallkasse aufgezeigten Unzulänglichkeiten zu beseitigen. „Das ist dringend erforderlich“, sagte Jörg Burkert. Er sprach den Zustand der Elektroinstallation, die teilweise noch aus dem Jahr 1972 stammt, der Heizung und der Sanitäranlagen an. Damit verbunden sei die malermäßige Instandsetzung der Klassenräume und Flure.

Um trotz der Sanierungsmaßnahmen den Unterricht gewährleisten zu können, soll das Vorhaben in einzelne Bauabschnitte aufgeteilt werden. Zunächst wurden Gesamtkosten von etwa 243.000 Euro ermittelt. Die Förderquote beträgt 75 Prozent, der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei etwa 60.700 Euro.

Geld reicht nicht aus

Es sei eine sehr kurzfristige Entscheidung gewesen, sagte der Bürgermeister. „Es gibt Restbestände an Fördermitteln, die nicht abgerufen wurden“, so Burkert. Er habe vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates zugesagt, sodass das Fördergeld für dieses Projekt vorgehalten werde. „Es ist aber auch klar, dass wir für 243.000 Euro nicht das gesamte Schulgebäude sanieren können“, sagte Burkert. Das Geld biete aber die Möglichkeit, mit der Sanierung zu beginnen, und diese Stück für Stück fortzusetzen.

Gemeinderat Mario Pohl (CDU) fragte, wann die Eigenmittel für dieses Projekt in den Haushaltsplan eingestellt werden sollen. „Wir müssen immer den Haushaltsplan um die Fördermittelzusagen bauen. Das geht nicht anders, und das geht jeder Kommune so“, sagte Burkert.

Keine Auflagen erteilt

Thomas Philipp (Freie Wähler) sprach sich für das Vorhaben aus. „Wenn die Elektroinstallation aus dem Jahr 1972 ist, kann man sich vorstellen, in welchem Zustand sie ist. Es ist wichtig, dass etwas getan wird. Es geht auch um die Sicherheit der Kinder“, sagte Philipp.

„Sind nur die Mängel aufgezeigt worden oder wurden auch Auflagen erteilt?“, wollte Axel Klingner (Freie Wähler) wissen. „Eine Frist ist nicht gesetzt. Wir haben auch schon in der Vergangenheit brandschutztechnisch saniert. Jetzt sollen Brandschutztüren in den Klassenräumen angebracht werden und sogenannte Brandabschnitte gebildet werden“, erklärte Jörg Burkert.

Projekt ordentlich beraten

Susann Munz (CDU) mahnte an, die Vergabe der Aufträge für dieses Projekt ordentlich im Bauausschuss vorzuberaten. Sven Krawczyk plädierte dafür, dass die Gemeinderäte mit der Mängelliste vertraut gemacht werden.

„Vordringlichste Aufgabe ist es, durch einen Gutachter eine Planung für die gesamte Schule zu erstellen“, sagte der Bürgermeister. Eine Vorhersage über Planungskosten könne er jedoch nicht geben. Wichtig sei es, das Projekt anzuschieben, die nötigsten Mängel zu beseitigen und dann Stück für Stück vorzugehen.

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