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Döbeln

Handfester Streit unter Landsleuten

Ein Rumäne soll das Auto einer Rumänin beschädigt haben. An der Verhandlung zeigen beide kein Interesse.

Weil der Angeklagte nicht erschienen ist, wurde ein Strafbefehl verhängt.
Weil der Angeklagte nicht erschienen ist, wurde ein Strafbefehl verhängt. © dpa

Döbeln. Zumindest die „akademische“ Viertelstunde müsse man warten, sagt Richterin Marion Zöllner. Nur um danach festzustellen, dass weder der Angeklagte noch die Zeugin zur Verhandlung am Döbelner Amtgericht erschienen sind. Eine Entschuldigung oder ein Hinderungsgrund sind nicht bekannt. Weil es sich um einen Streit zwischen zwei Rumänen gehandelt hat, war auch ein Dolmetscher eingeladen worden.

Ob die beiden Landsleute ihren Streit wieder beigelegt haben, ist nicht bekannt. Der Mann, Jahrgang 1999, soll auf dem Döbelner Obermarkt mit dem Fuß gegen das Auto der Frau getreten haben. Dabei soll ein Rücklicht zerstört worden und ein Schaden von 300 Euro entstanden sein. Die Frau erstattet Anzeige.

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Zeugin muss Ordnungsgeld zahlen

Die Staatsanwältin beantragt ein sogenanntes Strafbefehlsverfahren. Dabei handelt es sich um ein vereinfachtes Verfahren zur Bewältigung leichter Kriminalität. Richterin Marion Zöllner folgt dem Antrag. Gegen den Angeklagten wird eine Geldstrafe in Höhe von 25 Tagessätzen zu 15 Euro verhängt. Der Strafbefehl muss dem Angeklagten zugestellt werden. Nach Erhalt hat er zwei Wochen Zeit, Einspruch dagegen einzulegen.

Doch auch die Zeugin soll belangt werden. Sie hat den Angeklagten angezeigt. Für das Nichterscheinen vor Gericht soll sie ein Ordnungsgeld von 150 Euro zahlen. Tut sie das nicht, drohen ihr drei Tage Ordnungshaft.

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