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Hartha bekommt Geld für Stadionausbau

Die Anlage an der Wiesenstraße erhält eine neue Tartanbahn. Davon profitieren nicht nur Schüler und Sportler.

Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (links) nimmt den Fördergeldbescheid von der der Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann und Staatsminister Thomas Schmidt entgegen.
Harthas Bürgermeister Ronald Kunze (links) nimmt den Fördergeldbescheid von der der Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann und Staatsminister Thomas Schmidt entgegen. © Dietmar Thomas

Hartha. An seine kurze, aber sehr emotionale Rede kann sich René Geipel, Vorsitzender des Leichtathletik Sportvereins (LSV) 99 Hartha, noch gut erinnern.

Zu Beginn der Sitzung des Harthaer Stadtrates Anfang Juli 2020 hatte er Werbung für den Umbau des Stadions Wiesenstraße gemacht. Nun ist zumindest ein großer Meilenstein auf dem Weg dorthin gemeistert. Rund 856.000 Euro erhält die Stadt Hartha für die Sanierung und den Ausbau des Sportplatzes.

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Einen entsprechenden Fördermittelbescheid aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Sportstätten“ hat Staatsminister Thomas Schmidt (CDU) an Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) überreicht. Für die Gesamtkosten sind etwa 950.000 Euro veranschlagt, die zu 90 Prozent über den Investitionspakt Sportstätten gefördert werden.

Rundlaufbahn und technische Anlagen entstehen

„Der Sportplatz wird nicht nur durch die Sportler unseres Vereins genutzt. Auch für die fast tausend Schüler der Harthaer Schulen wäre der Umbau eine deutliche Verbesserung“, hatte René Geipel damals gesagt. Auch die Kinder der Kitas sowie eine Rehasportgruppe wären Nutznießer.

Zudem könnte ein neu gestalteter Sportplatz für zukünftige Sportlehrer ein wichtiger Grund sein, sich für Hartha als Arbeitsplatz zu entscheiden. Auf diesen Aspekt habe die Leiterin des Gymnasiums Heike Geißler aufmerksam gemacht.

Conrad Schlegel vom gleichnamigen Planungsbüro in Leipzig stellte das Projekt näher vor. „Es entsteht eine 400-Meter-Rundlaufbahn mit Polytanbelag, in die sechs Sprintbahnen integriert sind“, sagte Schlegel. Zudem sollen Anlagen für Kugelstoßen, Diskuswurf und Speerwurf entstehen. „Damit können im Stadion Wiesenstraße bei Wettkämpfen nahezu alle leichtathletischen Disziplinen abgedeckt werden“, so Schlegel.

Zudem sollen im Eingangsbereich des Sportplatzes Stellplätze für Fahrzeuge von Menschen mit Handicap angelegt werden. Außerdem soll eine Zisterne eingebaut werden. Diese soll das Regenwasser, das durch den Tartanbelag abgeleitet wird, aufnehmen. „Das Wasser kann dann wieder zur Bewässerung eingesetzt werden“, so Schlegel.

Fertigstellung bis nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien 2022 sollen die Schüler und Sportler die neue Tartanbahn im Unterricht und Training nutzen können. „Ende dieses, Anfang nächsten Jahres soll mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden“, sagte der Planer.

Der Tartanbelag wird wahrscheinlich ab Mai 2022 eingebaut. Dafür seien Temperaturen erforderlich, die nicht unter fünf Grad Celsius liegen, so Conrad Schlegel.

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Das Programm „Investitionspakt Sportstätten“ wurde im Jahr 2020 durch den Bund neu aufgelegt. Es flankiert gezielt die übrigen gebietsbezogenen Städtebauförderprogramme, um den Erneuerungsbedarf im Bereich Sportstätten zügiger voranzubringen.

Der Bund beteiligt sich mit 75 und der Freistaat Sachsen mit 15 Prozent an den förderfähigen Aufwendungen. Der Eigenanteil der Kommune beträgt zehn Prozent. Die Stadt Hartha muss für ihren zehnprozentigen Anteil etwa 95.000 Euro aufbringen. „Das ist der aktuelle Stand. Abzuwarten bleibt, wie sich die Baupreise entwickeln“, sagte Günter Roßberg, Leiter des Sport- und Kulturbetriebes der Stadt.

Der LSV 99 Hartha hat derzeit etwa 100 Mitglieder. Davon sind 20 im Alter bis zu sieben Jahren und 45 im Alter zwischen 7 und 16 Jahren. Auch während der Corona-Krise sei der Zusammenhalt unter den Vereinsmitgliedern groß gewesen, so René Geipel. Umso glücklicher sei er, dass der Umbau nun vonstatten gehen kann. „Nicht nur für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagte der Vereinschef.

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