merken
PLUS Döbeln

Hartha: Damit das Warten schöner wird

Bisher gibt es keinen Aufenthaltsraum für die Gymnasiasten, die auf den Bus angewiesen sind. Das soll sich ändern.

Die Räume der Bibliothek werden modern gestaltet. Sandra Völs (links) hat dafür ein Konzept erstellt. FSJlerin Lisanne Junghanns hilft beim Ausräumen der Bibliothek.
Die Räume der Bibliothek werden modern gestaltet. Sandra Völs (links) hat dafür ein Konzept erstellt. FSJlerin Lisanne Junghanns hilft beim Ausräumen der Bibliothek. © Dietmar Thomas

Hartha. Die meisten Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums kommen mit dem Bus in die Schule. Sie haben einen Wunsch. Den wollen die Lehrer und der Förderverein gemeinsam erfüllen.

Dringend benötigt werden Aufenthaltsmöglichkeiten, um Wartezeiten zu überbrücken. Oft warten die "Fahrschüler" in den zwar schön gestalteten, aber doch sehr offenen Sitzgruppen in den Gängen. Hier stehen ihnen allerdings keine Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch ist ein niedriger Lärmpegel einzuhalten, um den Unterricht der anderen Schüler nicht zu stören.

Familie und Kinder
Familienzeit auf sächsische.de
Familienzeit auf sächsische.de

Sie suchen eine Freizeitplanung oder Erziehungsrat? Wir unterstützen Sie mit Neuigkeiten sowie Tipps und Tricks Ihren Familienalltag zu versüßen.

Bei schönem Wetter nutzen die Schüler den Schulhof als Wartebereich. Allerdings fehlen da auch Rückzugsecken.

„Die Sitzecken auf den Gängen im Schulgebäude sind schön, aber für diesen Zweck nicht geeignet“, da sind sich die Eltern, Schüler und Lehrer einig. Auch der Schülerrat beschäftigte sich mit dem Thema Aufenthaltsraum.

Nach Alternativen gesucht

Deshalb wurden Alternativen gesucht und gefunden. Im zweiten Obergeschoss des Hauses befindet sich die Bibliothek mit Arbeitsraum. In diesem gibt es drei Arbeitsplätze mit alten Rechnern sowie ausgedientes Mobiliar.

„Unser Plan ist es, die Bibliothek in einen attraktiven Lern- und Aufenthaltsraum zu verwandeln. Das wurde so mit dem Vorstand des Fördervereins besprochen, der das Vorhaben finanziell unterstützt“, sagte Schulleiterin Heike Geißler.

Konzept erarbeitet

Rund 3.500 Euro werden benötigt, um die beiden Räume zu gestalten und auszustatten. Sandra Völs, Lehrerin und Fachleiterin für den musisch-künstlerischen Bereich, hat ein Konzept erarbeitet, wie die Räume künftig aussehen sollen.

Die Tafel, die noch in einem guten Zustand ist, verschwindet. Sie wird umgesetzt. Dafür hat sich die Schulleiterin bereits ein Angebot eingeholt. Die beiden Stirnwände erhalten eine besondere Farbgestaltung mit Tönen der Savanne in Zackenform. Die längere Wandseite erhält einen grün-blauen Farbanstrich. Diese Farben finden sich auch in den bequemen Loungemöbeln wieder. Etwas bunter wird es bei den Sitzhockern. Überall soll ein mobiles Arbeiten mit Tablets und Laptops möglich sein.

Lehrer greifen zu Farbe und Pinsel

„Um die Kosten zu minimieren, wollen einige Kollegen die Farbgestaltung selbst übernehmen. Das finde ich toll“, sagte Heike Geißler. Das Material in den Regalen der Bibliothek müsse ebenfalls aussortiert und erneuert werden. Auch hier sollen attraktive Arbeitsplätze entstehen.

Auch wenn sich die Schulleiterin und der Förderverein um die Finanzierung kümmern, so würden sich die Initiatoren freuen, wenn sich Unternehmen finden, die das Projekt finanziell oder durch Sachspenden unterstützen. Denn die umgestalteten und verschönerten Bibliothekszimmer sollen nicht die einzigen Aufenthaltsräume sein, die den Fahrschülern künftig zur Verfügung stehen.

Während in der Bibliothek eher ein relaxtes Arbeiten und Kommunizieren ermöglicht werden soll, ist ein zweiter Aufenthalts- und Spielebereich im Gespräch. Der soll im Erdgeschoss hinter der Glastür eingerichtet werden. „Hier könnten zum Beispiel ein Tischkicker oder Leseecken entstehen“, sagte Heike Geißler.

Wer das Projekt des Gymnasiums unterstützen will, kann sich beim Förderverein oder der Schulleitung melden. Die Kontaktdaten sind auf der Internetseite www.gymnasium.hartha.de zu finden.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln