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Frischer Anstrich für Hartharena

Die Hausmeister des Kultur- und Sportbetriebes Hartha haben auch während des Corona-Lockdowns zu tun. Für 2021 ist unterdessen einiges geplant.

Hausmeister Marcel Thierbach renoviert mit seinen Kollegen Räume im unteren Bereich der Hartharena. Die Mitarbeiter des Kultur- und Sportbetriebes nutzen den Lockdown, um nach 13 Jahren frische Farbe an die Decken und Wände zu bringen.
Hausmeister Marcel Thierbach renoviert mit seinen Kollegen Räume im unteren Bereich der Hartharena. Die Mitarbeiter des Kultur- und Sportbetriebes nutzen den Lockdown, um nach 13 Jahren frische Farbe an die Decken und Wände zu bringen. © Dietmar Thomas

Hartha. Verschönerung während des Lockdowns ist nicht nur im privaten Bereich angesagt. Auch die Hausmeister des Kultur- und Sportbetriebes Hartha nutzen die Zeit, in der kein Sportbetrieb ist, um den unteren Bereich zu renovieren. Dazu gehören die Umkleideräume, die Duschen und der sogenannte Turnschuhgang, auf dem die Sportler in die Halle kommen.

Damit es bei den vielen Räumen für die Nutzer übersichtlich bleibt, gibt es drei Bereiche, die mit blauer, gelber und hellgrüner Farbe gekennzeichnet sind. Die restlichen Wände bekommen einen altweißen Anstrich.

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„Die Farbgestaltung bleibt wie gehabt, wir frischen nur alles auf, verspachtelt Risse oder kleine Löcher“, so Günter Roßberg, Betriebsleiter des Kultur- und Sportbetriebes. Bereits während des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres wurde die Zeit genutzt, um die Turnhalle an der Pestalozzistraße malermäßig instand zu setzen. „Das hat super geklappt, zumal zwei unserer vier Hausmeister gelernte Maler sind“, sagte Roßberg.

Aus den Umkleidekabinen wurden die Bänke mit Kleiderhaken entfernt und auf den langen Gang gestellt.
Aus den Umkleidekabinen wurden die Bänke mit Kleiderhaken entfernt und auf den langen Gang gestellt. © Dietmar Thomas

Ein Bereich kann immer genutzt werden

Die Zeit ohne Sportbetrieb sei für Renovierungsarbeiten günstig, weil so zielgerichtet und ohne Unterbrechung gearbeitet werden kann. Die Umkleideräume werden für die Arbeiten ausgeräumt. Die Bänke werden erst wieder zurückgeräumt, wenn alles fertig ist. „Natürlich ist immer ein Bereich nutzbar, für den Fall, dass Umkleidekabinen benötigt werden“, sagte der Betriebsleiter.

Die Renovierungsarbeiten haben noch einen Vorteil. Trotz des Ausfalls des Schul- und Vereinssports haben die Mitarbeiter des Kultur- und Sportbetriebes genügend Arbeit. Das heißt aber nicht, dass die Hausmeister, von denen im Normalbetrieb einer die Turnhalle an der Pestalozzischule, einer den Sportkomplex Wiesenstraße und zwei die Hartharena betreuen, nur mit Malerarbeiten beschäftigt sind. So ist zurzeit auch der Winterdienst zu erledigen.

Wichtig sind ebenfalls die regelmäßigen Kontrollgänge. Dann schauen die Hausmeister nach, ob es irgendwo tropft, die Heizung funktioniert und alles in Ordnung ist. Außerdem stehen Reinigungsarbeiten an, denn es setzt sich überall Staub ab.

Die Hartharena ist ein beliebter Treffpunkt für Freizeitsportler.
Die Hartharena ist ein beliebter Treffpunkt für Freizeitsportler. © Archiv/Dietmar Thomas

„Wir sind so vorbereitet, dass es jederzeit mit dem Schul- und Vereinssport losgehen kann. Lediglich die Heizung müsste zuvor hochgefahren werden“, sagte Günter Roßberg. Und ein bisschen freuen sich er uns seine Mitarbeiter schon auf die Zeit, in der wieder Trubel in der Hartharena herrscht.

Von mehreren tausend Leuten wird die Mehrzweckhalle genutzt, die vor 13 Jahren entstanden ist. „Es ist das erste Mal, dass wir die Räume im unteren Bereich vorrichten. Sie hatten teilweise Gebrauchsspuren. Doch bisher war jeder erstaunt, dass alles so gut erhalten ist“, so Roßberg.

Die Nutzer hätten darauf geachtet, dass alles in Ordnung gehalten wird. Außerdem habe sich bewährt, dass ständig ein Hallenwart vor Ort ist und auf die Einhaltung der Hausordnung achte, sagte der Betriebsleiter.

Feste und Veranstaltungen für 2021 werden vorbereitet

Während die Hausmeister renovieren, hat Günter Roßberg jede Menge im Büro zu tun. Denn der Kultur- und Sportbetrieb will auf die Zeit vorbereitet sein, in der große Feiern wieder möglich sind.

„Wir bereiten sowohl das Brunnenfest als auch den Weihnachtsmarkt vor. Wenn es dann wirklich losgehen kann, müssen wir uns nach den dann geltenden Regeln richten, so Roßberg. Er führt Gespräche mit Agenturen für die Auftritte von Künstlern für die stadteigenen Feste.

Im E-Mail-Fach des Betriebsleiters laden auch jede Menge Anfragen von Eventmanagern, die große Veranstaltungen wie in den vergangenen Jahren in der Hartharena präsentieren wollen. „Wenn es wieder möglich wird, wollen wir gern den Harthaern und ihren Gästen eine solche Unterhaltung bieten“, sagte Günter Roßberg. Doch wann das sein wird, das könne keiner sagen.

Die Hartharena wird zurzeit wegen ihrer Größe gern für Sitzungen des Stadtrates oder des Kreistages genutzt.
Die Hartharena wird zurzeit wegen ihrer Größe gern für Sitzungen des Stadtrates oder des Kreistages genutzt. © Archiv/Erik-Holm Langhof

Einige Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr wurden in 2021 verschoben. Das betrifft zum Beispiel „Cornamusa – Wold of Pipe Rock and Irish Dance“. Die Veranstaltung sollte bereits Ende März über die Bühne gehen und wurde auf den 8. November verlegt. Nun müssen sich die Fans bis zum 8. Mai gedulden, in der Hoffnung, dass das möglich ist.

Mit dem Verschieben von Veranstaltungen sei das aber so eine Sache, meint Roßberg. „Wir haben auch schon für das Jahr 2021 langfristige Termine. Da ist der Spielraum nicht allzu groß. Und aller 14 Tage eine Veranstaltung außerhalb der Sommerpause anzubieten, sei nicht sehr sinnvoll.“

Zurzeit kann er eher Anfragen für größere Sitzungen wie den Stadtrat oder den Kreistag bestätigen. Die Halle ist groß genug, sodass die geforderten Abstände eingehalten werden können. Außerdem haben in solchen Fällen sowohl die Hartharena als auch die Veranstalter ein Hygienekonzept.

Es wurde auch mit den Vorbereitungen für die 800-Jahr-Feier begonnen, die es am letzten Septemberwochenende 2023 geben soll. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). soll ein Festkomitee arbeiten.

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