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Corona: Harthaer Oktoberfest fällt aus

Nur noch eine Veranstaltung steht in diesem Jahr auf dem Plan der Hartharena. Wegen Corona sagen die Veranstalter ab.

Das Oktoberfest wurde bisher zweimal in der Hartharena gefeiert. Das haus war immer voll, die Stimmung super. In diesem Jahr muss das Fest wegen Corona abgesagt werden.
Das Oktoberfest wurde bisher zweimal in der Hartharena gefeiert. Das haus war immer voll, die Stimmung super. In diesem Jahr muss das Fest wegen Corona abgesagt werden. © Thomas Kube

Hartha. Wer es erlebt hat, ist begeistert – das Oktoberfest in der Hartharena. Die Stimmung war super, die Musik stimmte. In diesem Jahr sollte am vergangenen Wochenende das dritte Oktoberfest gefeiert werden. „Die Veranstalter haben lange überlegt. Doch letztendlich haben sie entschieden, dass ein Oktoberfest mit Abstand nicht viel Sinn macht. Deshalb wurde es abgesagt“, so Günter Roßberg, Betriebsleiter des Kultur- und Sportbetriebes.

Cornamusa wieder verschoben

Seit wenigen Tagen weiß er auch, dass „Cornamusa – Wold of Pipe Rock and Irish Dance“ ein weiteres Mal aufgrund der allgemeinen Lage verschoben wird. Die Veranstaltung sollte bereits Ende März über die Bühne gehen und wurde auf den 8. November verlegt. Nun müssen sich die Fans bis zum 8. Mai 2021 gedulden.

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„Für diese Veranstaltung wurden 900 Karten verkauft. Es wäre unmöglich gewesen, bei dieser Anzahl ein Hygienekonzept umzusetzen“, sagte Roßberg. Deshalb habe sich der Veranstalter entschlossen, die Show noch einmal zu verlegen.

 Das Team der Hartharena habe die Erfahrung gemacht, dass etwa 400 Gäste unter bestimmten Voraussetzungen in den großen Saal der Mehrzweckhalle passen.„Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer sie unbedingt zurückgeben will, erhält für den Wert einen Gutschein. Allerdings kann dieser nur für eine Show beim gleichen Veranstalter eingelöst werden“, erklärte Günter Roßberg. Wer sein Geld ausgezahlt haben will, muss sich mit dem Veranstalter direkt in Verbindung setzen.

Die Show „Wunderland zur Weihnachtszeit“ ist die einzige, die seit März bisher nicht abgesagt worden ist. „Eine Entscheidung dazu wird in drei bis vier Wochen fallen“, so der Betriebsleiter.

Mit dem Verschieben von Veranstaltungen sei das aber so eine Sache. Wir haben auch schon für das Jahr 2021 langfristige Termine. Da ist der Spielraum nicht allzu groß. Und aller 14 Tage eine Veranstaltung außerhalb der Sommerpause anzubieten, sei nicht sehr sinnvoll.

Die Hartharena finanziert sich nicht vordergründig durch die sechs bis acht Veranstaltungen im Jahr. „Der Wegfall der Mieteinanhamen, im Durchschnitt sind es 1.500 bis 2.000 Euro je Veranstaltung, ist wie jede Einbuße schmerzlich. Jeder Euro fehlt. Aber unser Haushaltplan ist in keiner Weise gefährdet“, sagte Günter Roßberg. Die Hartharena lebe nicht von den Mieteinnahmen der Veranstaltungen, sondern nutze das Geld, um bessere Bedingungen für die Vereine zu schaffen.

Neue Einnahmequellen

Die Haupteinnahmequelle, der Schulsport, laufe weiter. Auch die Vereine nutzten die Halle. Außerdem kommen neue Möglichkeiten, wie die Halle ausgelastet werden kann, hinzu. 

Als Beispiel nannte Roßberg die Sitzungen des Kreistages oder des Kreissportbundes. Auch der Kreisfeuerwehrverband hat schon einen Termin für seine Versammlung in der Hartarena festgelegt. Zwar würden diese Mieteinnahmen nicht die der ausgefallenen Veranstaltungen ausgleichen, aber zumindest abfedern.

Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen tagte schon öfter in der Hartharena. Da genügend Platz vorhanden ist, können die in Corona-Zeiten geforderten Abstände eingehalten werden.
Der Kreistag des Landkreises Mittelsachsen tagte schon öfter in der Hartharena. Da genügend Platz vorhanden ist, können die in Corona-Zeiten geforderten Abstände eingehalten werden. © Dietmar Thomas

„Es hat sich herumgesprochen, dass wir in unserer Halle viel Platz bieten können, es ein Leichtes ist, die Abstandsregeln einzuhalten. Deshalb haben wir auch Anfragen zur Nutzung der Halle. Einige mussten wir jedoch absagen, da die Priorität in der Woche auf der Absicherung des Schulsportes liegt“, so Roßberg.

Sein Team hat wegen der Umsetzung der Hygienevorschriften mehr zu tun als sonst. Verlässt eine Gruppe den Umkleideraum, werden dieser und die Sanitäranlagen gereinigt. Auch die Sportgeräte müssen desinfiziert werden, aber nur, die für die Allgemeinheit bestimmt sind. Handelt es sich um individuelle Geräte von Vereinen, dann sind diese auch dafür zuständig.

„Wir haben schon einen Mehraufwand. Die Seifenspender müssen öfter als sonst gefüllt werden. Für den Gymnastikraum gibt es andere Zeiten, damit in der halben Stunde Pause gelüftet und gewischt werden kann“, so der Betriebsleiter.

Für den Gymnastikraum gibt es andere Zeiten, damit in der halben Stunde Pause gelüftet und gewischt werden kann.
Für den Gymnastikraum gibt es andere Zeiten, damit in der halben Stunde Pause gelüftet und gewischt werden kann. © Dietmar Thomas

In der Mehrzweckhalle gelten die allgemeinen Bestimmung zur Einhaltung der Hygieneregeln. Jeder Verein muss außerdem ein eigenes Hygienekonzept haben und die Rückverfolgbarkeit der anwesenden Sportler absichern. Ansonsten läuft in der Mehrzweckhalle ständig die Lüftung. Frische Außenluft wird gegen die Verbrauchte ausgetauscht. Die Anlage laufe ständig, so Roßberg.

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