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Jetzt kommt Schwung in die Kinder- und Jugendarbeit

Ein Colditzer Verein bringt Leben in das ehemalige Hortgebäude an der Sonnenstraße. Endlich gibt es wieder einen Treffpunkt.

Ronny Kriz, Bereichsleiter Querschnittsaufgaben des Vereins Bildungs- und Sozialwerk Muldental, freut sich, dass der Verein nun Träger des Kinder- und Jugendhauses in Hartha ist.
Ronny Kriz, Bereichsleiter Querschnittsaufgaben des Vereins Bildungs- und Sozialwerk Muldental, freut sich, dass der Verein nun Träger des Kinder- und Jugendhauses in Hartha ist. © Dietmar Thomas

Hartha. Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental wird die Jugend-Freizeiteinrichtung an der Sonnenstraße als Träger übernehmen. Das entschieden die Harthaer Stadträte in der Sitzung am Donnerstagabend. Drei Vereine, die Kinder- und Jugendarbeit anbieten, hatten den Stadträten in nichtöffentlichen Sitzungen Konzeptionen vorgestellt.

Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental überzeugte die meisten Stadträte, sodass sich zwölf für diesen Verein aussprachen. Ein Stadtrat stimmte für die Kindervereinigung Leipzig, die bis Anfang des Jahres 2017 Angebote in der Jugend-Freizeiteinrichtung „Sunshine“ unterbreitet hat. Außerdem bewarb sich der DRK Kreisverband Hainichen-Döbeln um die Trägerschaft. Für ihn stimmte kein Stadtrat.

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Die Arbeit in der Jugend-Freizeiteinrichtung wird voraussichtlich im Mai oder Juni beginnen. „Wir müssen zum einen abwarten, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Zum anderen sind noch einige Reparaturarbeiten am Gebäude notwendig“, sagte Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

Ein Ort des Miteinanders

„Wir sehen das künftige Kinder- und Jugendhaus als einen Ort des Miteinanders, hier sollen sich Persönlichkeiten entwickeln, sowohl individuelle Bedürfnisse ihren Platz finden als auch gemeinsame Ziele erreicht werden“, sagte Ronny Kriz, Bereichsleiter Querschnittsaufgaben des BSW Muldental. Dieser Verein ist seit 1990 ein freier gemeinnütziger Träger der Jugendhilfe und hat etwa 120 Mitarbeiter für unterschiedliche soziale Projekte und Bildungsmaßnahmen.

So ist zum Beispiel die Kinder- und Jugendarbeit in Colditz im Bürgercenter angesiedelt. „Hier haben wir ein Lernbüro eingerichtet. Das ist besonders jetzt im Lockdown für die Kinder und Jugendlichen wichtig. Wir helfen beim Erledigen der Aufgaben und stellen die notwendige Technik zur Verfügung.“

Das BWS will in den Ferien Kreativangebote unterbreiten, Kinoabende organisieren oder mit den Kindern die Natur entdecken. „Wir wollen auf die Wünsche der Kinder und Jugendlichen eingehen. Sie sollen kein Programm vorgesetzt bekommen, sondern es selbst mit entwickeln“, sagte der Bereichsleiter Querschnittsaufgaben. Er kann sich durchaus Synergieeffekte der Kinder- und Jugendeinrichtungen in Colditz und Hartha vorstellen. Das könnten Konzertbesuche oder Ausfahrten sein. Kriz hat da jetzt schon viele Ideen.

Fachkraft für Hartha

Für Hartha will das BWS eine weitere Fachkraft einstellen. Doch bis dahin sollen schon mit Schulen und Vereinen oder anderen Institutionen die ersten Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt worden sein. Ronny Kriz brennt für die Sache, das ist bei seinen Ausführungen über die bisherige Arbeit des Vereins förmlich zu spüren.

Im Vorfeld der Abstimmung hatte das Landratsamt Mittelsachsen darauf hingewiesen, dass ihm das Bildungs- und Sozialwerk nicht bekannt sei. Daraufhin setzte sich der Bürgermeister mit seinem Amtskollegen in Colditz in Verbindung. „Die Stadt ist mit der Arbeit des Vereins sehr zufrieden. Er übernimmt auch zusätzlich und unkompliziert Aufgaben“, sagte Ronald Kunze.

„Wir haben uns im Kultur- und Sozialausschuss (Kuso) die Entscheidung nicht einfach gemacht. Die zu den Sitzungen anwesenden Stadträte haben professionelle Vorträge gehört. Unser Schwerpunkt lag bei der offenen Jugendarbeit. Die haben wir seit Jahren immer wieder gefordert. Deshalb kommt uns das Konzept des BSW sehr entgegen“, so Ronny Walter, Vorsitzender des Kuso.

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