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Harthaer Wohnblock wird später fertig

An der Döbelner Straße laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Dennoch müssen sich die Mieter etwas länger gedulden.

Daniel Warschkow (links) und Rico Frischholz befestigen Dämmmaterial an einem Aufzugsseil.
Daniel Warschkow (links) und Rico Frischholz befestigen Dämmmaterial an einem Aufzugsseil. © Dietmar Thomas

Hartha. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Kontakt lässt derzeit in Hartha den Wohnblock Döbelner Straße 9 bis 17 modernisieren. 

Gegenwärtig werden die Außenwände sowie die Aufzugsschächte verputzt. Die Vorbereitungen für den Anbau der Balkone laufen. Deren Lieferung soll in den nächsten Wochen erfolgen.

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Musterwohnung wird eingerichtet

Die Bauarbeiten sollen bis zum Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. „Durch die Corona-Pandemie hat sich alles ein wenig nach hinten verschoben“, sagt Jörg Keim, Vorstandsvorsitzender der WBG Kontakt. Die Baubranche selbst habe unter der Krise nicht unbedingt gelitten, aber bei den Zulieferern habe es doch das eine oder andere Problem gegeben, so Keim.

Wie die Wohnungen einmal aussehen sollen, können Interessenten demnächst in der Döbelner Straße 9 sehen. Dort wird eine Musterwohnung eingerichtet. Die Zwei- Raum-Wohnung hat eine Größe von etwa 55 Quadratmetern.

Im Verlauf der Sanierung sollen die Grundrisse der Wohnungen optimiert und teilweise neu gestaltet werden. Die Wohnungen sind danach barrierefrei zugänglich. Alle Eingänge sind über eine Rampe beziehungsweise Treppen erreichbar.

Fördergeld für seniorengerechten Umbau

Es entstehen 50 Wohnungen. Fast fünf Millionen Euro gibt die Wohnungsbaugenossenschaft insgesamt für das Vorhaben aus. Darin enthalten sind reichlich 750.000 Euro Fördergeld des Freistaates Sachsen für den seniorengerechten Umbau. Gerade die Barrierefreiheit sieht der Vorstandsvorsitzende als großen Vorteil. 

Bisher haben sich 35 Interessenten gemeldet, die in eine der Wohnungen einziehen wollen. „Das sind sowohl Mieter, die vorher schon in diesem Block gewohnt haben, als auch neue Interessenten“, sagte Keim.

Verständnisprobleme sind ausgeräumt

Der große Teil der Mieter sei Mitglied in der Wohnungsbaugenossenschaft geblieben. „Sicher gab es auch Verständnisprobleme und Unannehmlichkeiten, doch die konnten letztendlich ausgeräumt werden“, so Keim. Seitens eines Mieters sei die Frage aufgekommen, ob per einstweiliger Verfügung ein Baustopp verhängt werden könne. Doch dem habe das Gericht nicht zugestimmt. Letztendlich habe man sich einigen können, so Keim. 

Ein Verbleiben in der Wohnung während des Umbaus sei für die Mieter einfach nicht zumutbar. „Selbst wenn sich die Bauarbeiter die größte Mühe geben, ist die Lärmbelastung doch sehr hoch“, so Keim.

Er habe Verständnis, dass es aus Sicht der Mieter schwer sei, das gewohnte Umfeld verlassen zu müssen. Die WBG habe die Mieter beim Umzug unterstützt.

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