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Döbeln

Hexen rufen und halb Waldheim macht mit

Im Stadt- und Museumshaus stehen schon einige Häuschen. Der Abgabetermin ist noch einmal verlängert worden. Aber lohnt sich das nun noch?

Eine ganze Reihe von Hexenhäuschen ist im Stadt- und Museumshaus abgegeben worden. In diesem zum Beispiel wohnt Hexe Hermine, wie über der Tür zu lesen ist.
Eine ganze Reihe von Hexenhäuschen ist im Stadt- und Museumshaus abgegeben worden. In diesem zum Beispiel wohnt Hexe Hermine, wie über der Tür zu lesen ist. © privat

Waldheim. Wer baut das schönste Hexenhäuschen? Von dieser Aktion des Waldheimer Stadt- und Museumshauses fühlen sich offenbar viele Kinder und auch Erwachsene angesprochen.

Bisher sind schon eine ganze Reihe von „knusprigen Bauwerken“ eingegangen. Und weil die Beteiligung so rege ist, hat das Team des Stadt- und Museumshauses den Abgabetermin bis zum 28. November verlängert.

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Mit dem Hexenhaus und den Märchen, die sich darum ranken, hat das Museumsteam das Thema für die Winterausstellung 2021/22 gefunden. „Im „Weihnachtsland Sachsen“ hat die „Pfefferküchlerei“ als bodenständiges Handwerk seit Jahrhunderten Tradition“, heißt es auf der Internetseite des Stadt- und Museumshauses.

Die „Pfefferkuchen“ bestehen hierbei im Grunde aus Getreide, Honig und jenen, mit dem Sammelbegriff „Pfeffer“ bezeichneten hocharomatischen Gewürzen, die von Venedig über Prag in den deutschsprachigen Raum importiert wurden, darunter Muskat, Zimt und Nelken.

Bastelei in der Adventszeit

Damit die Pfefferkuchen, auch als „Lebzelter“ oder „Lebkuchen“ bezeichnete Fladen, nicht auseinanderlaufen, hat man sie mit Modeln (Holzformen) in Form gebracht. Das „Pfefferkuchenhaus“ ist solch eine aus „gemodelten“ Fladen konstruierte Spielform der „Lebzelterkunst“.

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Auch als Knusper-, oder Hexenhaus bekannt, dringt es erstmals nach dem Erscheinen des Märchens „Hänsel und Gretel“ der Gebrüder Grimm, als Erzähl- und Bildthema in das volkstümliche Bewusstsein. Es wird seitdem sowohl als Meisterstück gefertigt und zum anderen mit Vorliebe in der Adventszeit mit der ganzen Familie gebastelt.

Wie dieses Hexenhäuschen nun auch noch unter den Weihnachtsbaum gelangt und warum es vor allem im Biedermeier, vor dem Hintergrund zunehmender Industrialisierung, Not, Teuerung und erheblichen gesellschaftlichen Umwälzungen seine Blütezeit erlebte, soll in der Ausstellung beschrieben werden.

Die Hexenhaus-Ausstellung sollte anlässlich des Waldheimer Weihnachtsmarktes am 5. Dezember eröffnet werden. Nachdem Weihnachtsmärkte in Sachsen aber generell abgesagt wurden, ist es ungewiss, ob und wann die Ausstellung eröffnet werden kann.

Die Bauherren der schönsten Häuser, die für die Ausstellung eingereicht werden, dürfen sich über eine Prämie freuen. Um das originellste Bauwerk wiederum können sich Interessierte – Familien ebenso wie Kitas, Altenheime, Bäckereien oder Direktvermarkter – bewerben.

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