merken
PLUS Döbeln

Bauarbeiter legen am „Ungarnblock“ in Hartha los

Die Wohnbau Hartha GmbH krempelt den Neubaublock völlig um. Die ersten Interessenten haben sich schon gemeldet.

Raphael Ludwig (links) macht sich ein Bild von der Lage. Jens Kluge ist der Polier vor Ort. Hier werden gerade Fundamente am neuen "Ungarnblock" in Hartha angelegt.
Raphael Ludwig (links) macht sich ein Bild von der Lage. Jens Kluge ist der Polier vor Ort. Hier werden gerade Fundamente am neuen "Ungarnblock" in Hartha angelegt. © Lars Halbauer

Hartha. Der Umbau des Wohnblocks an der Nordstraße 32 bis 36 hat begonnen. Nachdem die Mitarbeiter der Wohnbau GmbH den Block völlig entkernt haben, beginnen nun die Sanierungsarbeiten. In den nächsten Wochen wird der sogenannte „Ungarnblock“ eingerüstet, damit die Arbeiten am Dach und der Fassade beginnen können. Auch die Fenster, Balkon- und Wohnungstüren werden dann schon eingebaut.

Zur Stadtratssitzung im Juni hatte die Geschäftsführerin der Wohnbau GmbH und Harthaer Kämmerin Barbara Müller das Projekt den Stadträten vorgestellt. Das Gebäude soll einer der modernsten Wohnblocks in Hartha und gleichzeitig ein Mehrgenerationenhaus werden. Geplant hat dieses der Döbelner Architekt Maik Schroeder von der BSP Architekt GmbH.

HOLDER
Zuverlässigkeit und Erfahrung
Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Individuelle Wünsche in Wohnung möglich

Im Erdgeschoss entstehen sechs Zweiraumwohnungen mit 50 bis 70 Quadratmetern, in den beiden Obergeschossen werden vier Vierraumwohnungen mit 98 Quadratmetern im Bereich der Giebel gebaut. Dazwischen liegen die vier Dreiraumwohnungen mit 78 Quadratmetern.

„Viele Elemente sind barrierefrei. Dazu gehören neben dem Fahrstuhl auch ebenerdige Duschen“, so Barbara Müller. Deshalb und aufgrund ihrer Größe sind die Wohnungen sowohl für Familien als auch Senioren geeignet. An alle wird ein jeweils sechs Quadratmeter großer Balkon an der Südseite des Blocks angebaut. Die unteren erhalten einen Sichtschutz, da die ehemalige Kaufhalle keinen schönen Anblick bietet.

Große Veränderungen sind im Eingangsbereich geplant. Statt der bisher drei Hauseingänge wird es nur noch einen geben. Auch eine Rampe wird angebaut. So können Leute mit einer Gehbehinderung besser den Aufzug erreichen.

Diejenigen, die sich schon während der Umbauphase dazu entscheiden, künftig in den Block zu ziehen, können individuelle Wünsche zur Wohnungsgestaltung äußern – zum Beispiel bei den Armaturen, der Form des Waschbeckens, den Fließen oder dem Fußbodenbelag.

Mietpreis möglichst gering halten

„Wir haben schon einen guten Standard gewählt. Wer es anders oder exklusiver will, kann das mit uns absprechen. Die Mehrkosten müssten dann allerdings die Mieter übernehmen“, sagte Barbara Müller.

Die Küche und das Wohnzimmer können durch eine Wand getrennt oder aber offen gestaltet werden. „Auch das überlassen wir dem Mieter. Das geht aber nur in der Bauphase“, sagte die Geschäftsführerin.

Außerdem, so fügt Babara Müller hinzu, wolle die Wohnbau auf die modernen Erwartungen von Familien eingehen und die Bäder jeweils mit Badewanne und Dusche ausstatten. "Es hat sich herauskristallisiert, dass Mieter sich meist zwischen einem der beiden entscheiden müssen. Wir wollen da keine Entscheidung treffen."

Die Mieter haben außerdem die Möglichkeit im Keller einen Wäschetrocknungsraum sowie einen Fahrradkeller zu nutzen.

Insgesamt sollen im Wohnblock an der Nordstraße bis August 2022 14 Wohnungen entstehen, die preislich dem Mietpreisspiegel der Stadt Hartha angepasst werden sollen. „Unser Ziel ist ein Mietpreis, bei dem der Quadratmeter nicht mehr als sieben Euro kostet“, so die Geschäftsführerin zur Ratssitzung im Juni.

Investition von rund 1,8 Millionen Euro

Für die Sanierung des Ungarnblocks hat die Wohnbau GmbH 1,8 Millionen Euro eingeplant. Dafür muss sie einen Kredit in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufnehmen. Lediglich 300.000 Euro kommen aus Eigenmitteln. Hinzukommen Eigenleistungen der Mitarbeiter des Unternehmens.

Trotz der schwierigen Finanzlage hat Barbara Müller eine gute Nachricht. Die bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) beantragte Förderung für die altersgerechten Elemente wurde bewilligt. „Das hilft bei der Finanzierung“, so Müller. Gerechnet werden müsse auch mit möglichen Preissteigerungen beim Material, gehofft werde auf eine Entspannung.

„Wir haben die Aufträge für einige Gewerke bereits im Mai und Juni vergeben. Die meisten Firmen kommen aus dem Altkreis Döbeln“, so Barbara Müller. Da beschränkt ausgeschrieben worden sei, konnte darauf geachtet werden, dass die Unterlagen an regionale Firmen gehen.

Erster Mieter im Oktober 2022?

„Wir haben auch Harthaer Firmen einbezogen. Die beteiligten sich aus Kapazitätsgründen nicht an der Ausschreibung“, so Barbara Müller. Aber die Balkone werden von der Firma Metallbau Martin gebaut und auch die Fußbodenleger und Maler kommen aus Hartha.

Sind die Arbeiten am Block abgeschlossen, gehe es mit der Außengestaltung weiter. Dazu gehören Parkplätze, ein Spielplatz sowie die Begrünung.

Weiterführende Artikel

Hartha: Das passiert mit dem „Ungarnblock“

Hartha: Das passiert mit dem „Ungarnblock“

Das Wohnhaus an der Nordstraße hat eine lange Vergangenheit. Ab September soll die Sanierung der Wohnungen starten.

Sollte es keine baulichen Verzögerungen oder finanzielle Probleme geben, könnten schon im Oktober 2022 die ersten Mieter einziehen. Mietinteressenten können sich schon jetzt mit der Geschäftsführerin in Verbindung setzen. Eine Vierraumwohnung ist bereits vergeben.

Mehr zum Thema Döbeln