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Neue Wohnungen entstehen in altem Harthaer Eckhaus

Das Haus an der Kreuzung Pestalozzi-/Franz-Mehring-Straße ist seit einiger Zeit in Händen von zwei Bayern. Sie planen modernen Wohnraum.

Das Eckhaus an der Pestalozzi-/Franz-Mehring-Straße in Hartha wurde Ende 2019 verkauft. Ab 2022 sollen darin neue Mieter unterkommen.
Das Eckhaus an der Pestalozzi-/Franz-Mehring-Straße in Hartha wurde Ende 2019 verkauft. Ab 2022 sollen darin neue Mieter unterkommen. © Christian Essler

Hartha. Vier Geschosse, über 100 Jahre alt und stark sanierungsbedürftig: Das Eckhaus an der Pestalozzi-/Franz-Mehring-Straße ist eines der Objekte in Hartha, die lange Zeit leer standen und vollgemüllt waren. Doch seit einiger Zeit bewegt sich etwas im Wohnhaus im Zentrum. Arbeiter sind vor Ort, entrümpeln Wohnungen sowie Hausflur und bauen ein großes Gerüst auf. Doch was ist dort geplant?

Den genauen Plan haben dafür die beiden Besitzer Viola und Thomas Korneli. Die Eheleute aus Forchheim in Bayern haben das Haus im Dezember 2019 gekauft und es offiziell in die Korneli Immobiliengesellschaft übernommen.

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„Wir kennen Döbeln sowie die Umgebung gut und sehen in der Stadt Hartha Potenzial für modernen Wohnraum“, erklärt Thomas Korneli auf Anfrage. „Deshalb haben wir das Haus besichtigt und bei der Versteigerung des Objektes mitgeboten.“

Moderne Drei-Raum- und Vier-Raum-Wohnungen in Hartha

Zwar habe die Corona-Pandemie einige Verzögerungen mit sich gebracht, letztlich sei der Umbauprozess jedoch schon im vergangenen Jahr gestartet. Das Haus wurde vom Müll befreit, eigene Mitarbeiter hätten alte Schränke sowie weiteres Inventar in Container geschmissen und die einzelnen Wohnungen für die Sanierung vorbereitet.

„Insgesamt haben wir eine Wohnfläche von 750 Quadratmetern. Das und der Aufbau des Hauses geben uns die Möglichkeit, die Wohnungen bewusst etwas größer zu gestalten“, so Korneli. Genau das sei derzeit auch gefragt.

Aktuell laufen, dem Forchheimer zufolge, die Gespräche mit den Behörden, um schnellstmöglich eine Baugenehmigung für die neuen Wohnungen zu erhalten. Denn bis zum kommenden Sommer wollen die Eigentümer das Haus zur Vermietung fertig haben.

Über mehrere Etagen zeigte sich nach dem Kauf das selbe Bild: Müll in vielen Wohnungen und Fluren.
Über mehrere Etagen zeigte sich nach dem Kauf das selbe Bild: Müll in vielen Wohnungen und Fluren. © Lars Halbauer
Das Haus wurde 1910 erbaut und stand zuletzt mehr als zehn Jahre leer. Nun soll es saniert werden.
Das Haus wurde 1910 erbaut und stand zuletzt mehr als zehn Jahre leer. Nun soll es saniert werden. © Lars Halbauer
Das Dach ist undicht, einige Bereiche sind einsturzgefährdet. Bis 2022 soll es wieder in Ordnung sein.
Das Dach ist undicht, einige Bereiche sind einsturzgefährdet. Bis 2022 soll es wieder in Ordnung sein. © Lars Halbauer

Insgesamt planen sie auf vier Etagen fünf Drei-Raum- sowie drei Vier-Raum-Wohnungen mit Flächen von 75 bis 90 Quadratmetern. Die Ausstattung soll nicht nur modern, sondern auch großzügig sein. So ist bis auf eine Wohnung die Erweiterung durch einen Balkon geplant. Das Bad wird mit einer Dusche ausgestattet und auf Wunsch gebe es auch eine Einbauküche, sagt Thomas Korneli.

„Wir haben noch einige flexible Planungspunkte, bei denen wir auch auf Wünsche der Mieter eingehen wollen.“ Demnach sei auch das sogenannte Smart Home – also Systeme, mit denen beispielsweise Türschloss oder Lichtschalter mit dem Handy gesteuert werden können – denkbar, wenn es gewünscht ist.

Investitionen von bis zu zwei Millionen Euro

Was jedoch nicht realisierbar sei, ist die barrierefreie Gestaltung des Wohnhauses. „Das ist ein altes Gebäude, bei dem der Einbau eines Aufzuges nur schwer, außerhalb machbar wäre“, erklärt Thomas Korneli. „Deswegen haben wir uns dagegen entschieden.“ Barrierearm wollen die Immobilienbesitzer jedoch in den Wohnungen arbeiten. Duschen sollen so zum Beispiel ebenerdig eingebaut werden.

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Zwischen 1,6 und 2 Millionen Euro steckt die Korneli Immobiliengesellschaft in die Sanierung des Eckhauses. Der Mietpreis für die Wohnungen soll auf Höhe des örtlichen Marktpreises liegen, verspricht Thomas Korneli. „Eher noch etwas darunter.“

In Planung sind noch weitere Wohnungen an der Heinrich-Heine-Straße in Hartha. Dort haben die Eheleute Korneli ein weiteres Haus gekauft. Doch wie genau die Sanierung aussieht, steht noch nicht fest.

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