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Döbeln

"In Altzella haben wir auch klein angefangen"

Roland Taffel organisiert den Kultursonntag im Kloster Buch. Er ist optimistisch, dass sich dieser so etabliert wie das Blues und Rock Festival.

Roland Taffel (rechts) und die Band TinaE beim Kultursonntag im Kloster Buch.
Roland Taffel (rechts) und die Band TinaE beim Kultursonntag im Kloster Buch. © Lutz Weidler

Von Rasmus Wittrin

Leisnig/Klosterbuch. Noch tummeln sich keine 4.000 Besucher auf den weitläufigen Anlagen von Kloster Buch. Aber das kann ja noch kommen. Schließlich ist am Wochenende erst die zweite Auflage des Kultursonntags, und der erste im vergangenen Jahr war sprichwörtlich ins Wasser gefallen – es war ein ziemlich verregneter Sonntag gewesen.

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Haupt-Organisator Roland Taffel jedenfalls ist optimistisch: „In Altzella haben wir auch mal so klein angefangen“, sagt er, und meint damit das Internationale Blues und Rock Festival, das – außer in Corona-Zeiten – jedes Jahr um die 4.000 Gäste anlockt.

Beim „Kultursonntag“ in Kloster Buch soll den Besuchern eine breite Palette an Kunst und Kultur angeboten werden. Das Konzept wurde erst im vergangenen Jahr vom Mittelsächsischen Jugend- und Kulturverein (MJV) und dem Kloster aufgestellt. Bislang ist Kloster Buch insbesondere für seine Markttage bekannt. Über die Kultursonntage soll nun auch ein kulturinteressiertes Publikum angesprochen werden, sagt Sabine Patzelt. Sie ist Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit in der Klosteranlage.

Akrobatik, Musik, Lesungen

„Bei den Markttagen wollen die Leute vor allem einkaufen“, sagt Patzelt. Dabei blieben die Ausstellungen und andere Besonderheiten des Klosters häufig außen vor. Zum Kultursonntag ließen die sich dagegen gut mit dem sonstigen Programm verbinden. Deshalb werden, je nach Möglichkeit, die Urheber der jeweiligen Kunst-Ausstellungen an den Kultursonntagen vor Ort sein.

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Neben den Ausstellungen werden Lesungen angeboten, es gibt eine Akrobatik-Vorführung und Musiker. Diese Vielfalt soll, so MJV-Vorstandsmitglied Taffel, dabei helfen, dass sich die Künstler untereinander besser vernetzen. Daran mangele es oft noch; viele treten nur in ihrer Herkunftsregion auf. Die „Kiezpoeten“ aus Berlin sind das am weitesten angereiste Künstler-Duo am Sonntag.

Konzept muss sich noch durchsetzen

Sängerin Tina Ertel stammt aus der Oberlausitz. Sie erst 2020 richtig zur Musik gekommen, erzählt sie. Während ihrer Schulzeit habe sie zwar gerne Texte geschrieben, aber nicht musikalisch gewirkt. Neben Arbeit und Familie sei für ihr Hobby dann länger nicht mehr viel Zeit gewesen, sagt die vierfache Mutter.

Zufällig habe sie dann aber Roland Taffel kennengelernt, der sie bei ihrer musikalischen Entwicklung stark unterstützte.

Die Veranstalter hoffen, dass sich das Konzept über die nächsten Jahre langfristig etablieren wird. Im August gibt es zwei weitere Kultursonntage. Der nächste ist am 22. August. Thematisch geht es beim zweiten Sonntag um Songwriting, womit ein anderer Fokus gesetzt wird als am ersten Sonntag, erklärt Roland Taffel.

So sollen Gäste auch wiederholt kommen, obwohl der zeitliche Abstand zwischen den Sonntagen nicht sehr groß ist.

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