merken
PLUS Döbeln

Inder erfüllt sich in Döbeln einen Traum

Vinod Kumar eröffnet an der Bahnhofstraße ein Restaurant. Dessen Name ist eine indische Begrüßungsformel.

Vinod Kumar hofft darauf, dass er in seinem indischen Restaurant „Namaste“ an der Döbelner Bahnhofstraße bald Gäste empfangen kann.
Vinod Kumar hofft darauf, dass er in seinem indischen Restaurant „Namaste“ an der Döbelner Bahnhofstraße bald Gäste empfangen kann. © Dietmar Thomas

Döbeln. Noch fehlen Kleinigkeiten in der Einrichtung, dennoch will Vinod Kumar, Inhaber der Pizzeria Franko, möglichst bald mit seinem zweiten Standbein durchstarten.

Der 37-jährige Inder will ein indisches Restaurant eröffnen. Es wird „Namasté“ heißen, was mit „Verbeugung zu dir“ oder auch einfach mit „Hallo“ übersetzt werden kann. „Wir sind seit der vergangenen Woche für unsere Gäste da. Weil das Restaurant aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht öffnen kann, sollen die Speisen ausgeliefert werden“, sagt Vinod Kumar.

Anzeige
Nachhaltig heizen mit Sonne und Holz
Nachhaltig heizen mit Sonne und Holz

Ratgeber zur Planung einer Anlage aus wasserführendem Kaminofen und Solarthermie.

Wenn die Gaststätte öffnen darf, sehen die Besucher im Eingangsbereich ein hölzernes Portal. „Namasté“ und „Swagatam“ – herzlich willkommen – stehen darauf. Die Tür stammt aus einem Tempel in Nordindien, sagt Kumar.Mit dem Gedanken, die Döbelner mit Speisen aus seiner Heimat zu bewirten, trägt er sich schon geraume Zeit. Doch dass dieser Traum so schnell Wirklichkeit werden könnte, hatte er nicht gedacht. Erst vor einem reichlichen Jahr war er mit der Pizzeria in die ehemalige SED-Kreisleitung umgezogen.

Ehemaligen Hotelsaal umgebaut

Für die Pizzeria ist ein ehemaliger Schulungsraum umgebaut worden. Direkt nebenan befindet sich praktisch ein wunderbar großer Raum, der ehemalige Saal des Hotels „Deutscher Herold“. Für ein Restaurant nach seinen Vorstellungen wie gemacht, denkt sich der Gastronom. Er spricht seinen Vermieter, Immobilienunternehmer Wolfgang Müller, darauf an und stößt auf offene Ohren. „Geplant war, das Restaurant nach zwei, drei Jahren zu errichten“, so der 37-Jährige.

Doch auch weil aufgrund der Pandemie mehr Zeit ist, beginnt der Umbau schon im Oktober des vergangenen Jahres. Bei der Einrichtung habe er sich nicht an traditionelle indische Vorgaben gehalten. „Wir haben den Raum moderner gestaltet, so wie es heute in Indien auch gemacht wird“, sagt Vinod Kumar.

Größere Lüftung eingebaut

Ein Koch aus Indien ist bereits eingetroffen, ein zweiter hat aufgrund der Corona-Pandemie vorerst passen müssen. Er habe deshalb einen Koch kontaktiert, der in Dubai gearbeitet habe.

In die Küche hat Kumar noch einmal investieren müssen. „Durch den modernen indischen Ofen hat die alte Lüftung nicht mehr gereicht, wir haben eine größere eingebaut“, sagt er.

Vinod Kumar stammt aus dem indischen Bundesstaat Haryana. 2005 ist er im Rahmen eines Studienprogramms nach Deutschland gekommen. 2009 hat er die Pizzeria Franko übernommen, im vergangenen Jahr folgte der Umzug in den Anbau der ehemaligen SED-Kreisleitung an der Bahnhofstraße in Döbeln.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln