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Jetzt dürfen auch Amateure ran

Auf dem Spargelfeld von Mathias Schertenleib durfte jeder seine eigenen Spargel stechen. Das geht nur aus einem Grund gut.

Doris Rausch aus Zschochau ist Stammgast beim Spargelbauern Mathias Schertenleib. Am Sonnabend versuchte sie sich selbst im Spargelstechen auf dem Feld.
Doris Rausch aus Zschochau ist Stammgast beim Spargelbauern Mathias Schertenleib. Am Sonnabend versuchte sie sich selbst im Spargelstechen auf dem Feld. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Ostrau. Raus aufs Feld und Spargel stechen! Bei Mathias Schertenleib konnte am Wochenende jeder selbst zum Stecheisen greifen. Trotz der hohen Temperaturen waren schon früh Interessierte und „Spargelfans“ auf dem Feld. Sorge, beim Stechen etwas falsch zu machen, musste man nicht haben. „Die Saison ist zu Ende und im kommenden Jahr wird hier etwas anderes wachsen“, erzählt Mathias Schertenleib, der Spargelbauer, „Wir wollen unseren Kunden mal die Möglichkeit geben, selbst auszuprobieren, wie anstrengend es ist, ein paar Stangen Spargel zu stechen.“

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Den klangvollen Namen Rhapsody trägt der Spargel, der hier auf zwei Hektar Fläche in 36 scheinbar endlosen Reihen angebaut wird. Das Ernten hat Doris Rausch aus Zschochau locker drauf: Mit den Händen die Dammkrone der Erdhügel zur Seite schieben und den Spargel suchen, dann mit dem Spargelstecher etwa 20 unter dem Spargelkopf aber über dem Spargelherzen die Stangen abschneiden. „Ich habe einen riesen Respekt vor den Leuten, die das beruflich machen. Eine anstrengende Arbeit. Und genau darum bin ich heute auch hier, das mal selbst ausprobieren und meinen eigenen Spargel ernten!“

Spargelbauer Mathias Schertenleib zeigt, wie der Spargel wächst.
Spargelbauer Mathias Schertenleib zeigt, wie der Spargel wächst. © Lars Halbauer
Mit einem Spargelstecher und einem Körbchen ging es raus aufs Feld.
Mit einem Spargelstecher und einem Körbchen ging es raus aufs Feld. © Lars Halbauer

Nach einer guten halben Stunde hat Doris Rausch ihr Körbchen gefüllt, die Waage zeigt drei Kilo an. Professionelle Ernter schaffen in fünf Stunden gut 150 Kilogramm. Aber so schnell zu sein, das hat die Zschochauerin gar nicht vor.

Ihren Spargel gibt es ganz klassisch mit Schinken und Sauce Hollandaise. Ein anderes Rezept für eine Grillparty hat Annett Dinor aus Kiebitz: Erdbeer-Spargel-Salat. Dazu wird der Spargel kurz blanchiert, also knackig gekocht, dann wird er in kleine Stücken geschnitten und mit Erdbeeren, Rucola und Feta vermengt. Als Dressing gibt es Erdbeer-Balsamico und ein gutes Öl. „Es hat wirklich mal Spaß gemacht, den Spargel frisch zu ernten, noch frischer geht es ja kaum!“, sagt sie lachend und ruft Mathias Schertenleib noch zu: „Ich muss weiter, bis die Tage!“

Einen guten Kontakt zu seinen Kunden mag der Ostrauer Bauer: „Man kennt sich und kennt auch die Geschichten, darum fahre ich auch gerne selbst auf die Wochenmärkte und biete meine Waren an, das gefällt mir.

"Weil der Spargel in Bio Qualität angebaut wird und keine chemischen Zusätze und Insektizide genutzt werden, gibt es auf den Feldern aber auch noch andere Gäste. Das sogenannte Spargelhähnchen ist ein kleiner Käfer, der für sein Leben gerne den Spargel frisst. Der Käfer wiederum wird von kleinen Spinnen gefressen. Die Natur ist ein Kreislauf, in dem alles zusammen passt.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 25 Tonnen Spargel produziert, zehn Tonnen weniger als im Vorjahr. „Es war zu kalt im April und das holt man am Ende nicht mehr auf“, so Schertenleib, „Aber wir sind zufrieden, die Qualität hat gestimmt.“ Nach der Spargelsaison geht es für zwei Wochen in den Urlaub und dann wird die Getreideernte vorbereitet.

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