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Warum dieser Bauzaun nun weg muss

Dieser diente bisher an der Ampel in Grünlichtenberg als Schutz für die Fußgänger. Nun hat die Gemeinde Kriebstein eine andere Lösung.

An der Ampel in der Nähe der Grundschule Grünlichtenberg ist die Wegführung mit einem Bauzaun abgetrennt. Diese Absperrung muss ersetzt werden.
An der Ampel in der Nähe der Grundschule Grünlichtenberg ist die Wegführung mit einem Bauzaun abgetrennt. Diese Absperrung muss ersetzt werden. © Dietmar Thomas

Kriebstein. Seit Anfang 2019 gibt es in der Nähe der Grundschule Grünlichtenberg eine Fußgängerampel. Die soll vor allem der Sicherheit der Schulkinder dienen, denn das Verkehrsaufkommen in dem Ortsteil der Gemeinde Kriebstein hat sich seit 2018 erhöht.

Seitdem ist die Staatsstraße 32 zwischen Ehrenberg und Rossau Einbahnstraße, weil sich auf dem schmalen Verkehrsweg zwei große Fahrzeuge nicht ungehindert begegnen können. Die Ampel kann erst wieder weg, wenn die Einbahnstraßenregelung hinfällig wird. Das ist aber erst dann der Fall, wenn die S 32 ausgebaut wird.

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Notbehelf konnte nicht umgesetzt werden

Wann das passiert, steht noch nicht fest. Zwar hatte das für die Staatsstraße zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) als Notbehelf geplant, zwischen Ehrenberg und dem Abzweig Höckendorf Ausweichbuchten zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte aber an der Einwilligung der Grundstückseigentümer, denen das Land entlang der S 32 gehört.

Die Ampel wird also auch in den nächsten Jahren noch in Grünlichtenberg stehen. Dazu gehört eine provisorische Wegeführung in Form eines Bauzauns, den das Landratsamt Mittelsachsen aufstellen ließ. „Die Absperrung kostet den Landkreis 2.920 Euro im Jahr“, erklärte Bürgermeisterin Maria Euchler (FWK) in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Gemeinde soll sich an Kosten beteiligen

Die Gemeinde sei jetzt aufgefordert worden, eine feste Wegführung im Bereich der Ampel errichten zu lassen. „Anderenfalls werden uns die anteiligen Kosten in Höhe von 500 Euro pro Jahr in Rechnung gestellt und zwar auch rückwirkend ab 2018“, so die Bürgermeisterin.

Zu beschließen hatten die Räte nun, welche Baufirma die Wegeführung installieren soll. Das günstigste Angebot reichte mit rund 8.300 Euro die Firma Maschinen und Stahlbau Lothar Ludwig aus Reichenbach ein. Dem folgte der Gemeinderat mit zwei Enthaltungen auch, allerdings nicht ohne längere Diskussion darüber, wie die Wegeführung aussehen soll.

Ungenügender Schutz durch Ketten?

Einigen Gemeinderäten war die vorgeschlagene und zu diesem Preis mögliche Variante mit Ketten ein zu ungenügender Schutz. „Wenn da jetzt etwas gemacht wird, sollte es auch sicher sein. Wenn etwas passiert ist das Geschrei groß“, sagte Gunther Kühn vom Ortschaftsrat Reichenbach.

„Eine 100-prozentige Sicherheit werde es jedoch nicht geben“, so Gemeinderätin Susan Braune (CDU). „Ich finde die Variante mit den Ketten auf jeden Fall schöner als den rot-weißen Bauzaun.“ Maria Euchler stellte darüber hinaus in Aussicht, sich noch einmal um einen Fußgängerüberweg an dieser Stelle bemühen zu wollen. Die Voraussetzungen für eine Genehmigung seien erleichtert worden.

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