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Königskinder teilen sich den Schatz

Gleich am ersten Wochenende der Herbstferien hat die Burg Kriebstein zum Ferienspaß eingeladen. Mit ein paar Regeln kann die Burg erkundet werden.

Der dreijährige Robert ist begeistert von den Ritterspielen auf der Burg Kriebstein.
Der dreijährige Robert ist begeistert von den Ritterspielen auf der Burg Kriebstein. © Dietmar Thomas

Von Claudia Erbert

Kriebstein. Weiße Pfeile in die eine, schwarze Pfeile in die andere Richtung, damit sind die Wege in der Burg markiert, im Außengelände gilt nur Abstand halten. Um den auch drinnen zu gewährleisten, werden die Besucher per Klicker gezählt und manchmal am Tor aufgehalten, bis wieder eine Gruppe raus ist. Direkt vorm Tor gibt es den Aufgabenzettel. 

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Franz, Mika und Stine aus der Nähe von Chemnitz bekommen erklärt, dass ein Schatz gefunden wurde, der mit den Abenteurern geteilt wird, wenn sie die Prüfung bestehen. Es geht um Wissen und Mitmachen. Alle drei lesen gemeinsam die Fragen, damit sie schon vorher wissen, worauf sie im Museum achten müssen. 

„Ich weiß schon, dass das Brunnen 35 Meter ist, ich war schon mal hier“, erklärt Franz. Damit ist die erste Frage schon beantwortet. Wann die Burg gebaut wurde, wie man eine Muskete lädt, wer zuletzt auf der Burg gewohnt hat und noch mehr gilt es auf dem Rundgang herauszufinden.

Gleichzeitig findet auf der Burg die Ausstellung „Dicke Luft“ statt, in der gezeigt wird, wie sich die Papierfabrik entwickelt hat und wie sie mit den Burgherren konkurriert hat. „Der Papiermann war reicher als der von der Burg“, liest Mika vor. „Das gab Ärger!“, erklärt ihm sein Vater. Erst der letzte Besitzer der Burg tat sich mit der Fabrik zusammen und beide konnten von den Geschäften profitieren.

Verschiedene Handwerker zeigen im Hof ihr Können, vom Spinnen über Färben, Heilen, Zaubern und Lederstanzen können die Kinder erfahren.
Verschiedene Handwerker zeigen im Hof ihr Können, vom Spinnen über Färben, Heilen, Zaubern und Lederstanzen können die Kinder erfahren. © Dietmar Thomas

Um am Ende ein Stück vom Schatz zu bekommen, müssen aber nicht nur Fragen richtig beantwortet werden, auch vier Aufgaben stehen an. „Ich will nicht singen“, sind sich alle drei Kinder einig, aber als die Alternative ein mittelalterlicher Tanz ist, singen sie doch mit und können sich ihren ersten Stempel im großen Saal abholen. Die anderen drei gibt es draußen. Verschiedene Handwerker zeigen im Hof ihr Können, vom Spinnen über Färben, Heilen, Zaubern und Lederstanzen können die Kinder erfahren.

Um den Drachen zu erlegen, können sie entweder schreiend mit der Lanze gegen Roland kämpfen oder Burggeister, Ritter und Drachen abschießen. „Ich kann gut treffen, Mama“, ist sich Mika sicher. Beim ersten Treffer fällt nicht nur der Drache, sondern gleich drei weitere Figuren. Für die anderen braucht er dann aber doch noch etliche Versuche. Franz nimmt lieber nur einmal die Lanze.

Wache stehen am Tor: Mit Umgang und einer richtigen Lanze die Besucher kontrollieren, dazu ein grimmiges Gesicht.
Wache stehen am Tor: Mit Umgang und einer richtigen Lanze die Besucher kontrollieren, dazu ein grimmiges Gesicht. © Dietmar Thomas

„Wir müssen nur noch zum Tor, mit der Wache stehen, das ist einfach!“, sind sich die Jungs einig. Nur Stehen reicht nicht aus für den Stempel – die drei bekommen einen Umhang und eine richtige Lanze in die Hand und üben grimmig gucken. Sie sollen die Besucher kontrollieren. 

Als dann die Burgherrin vorbeischaut, müssen sie strammstehen. Geschafft! Es gibt den vierten Stempel. Alle drei holen sich ihr Goldstück ab. „Das war ein cooler Tag hier und ich war die beste beim Bogenschießen“, freut sich Stine.

Bereits zum zwölften Mal fand in Kooperation zwischen dem Gugelgilde e.V., der Burg Kriebstein und deren Freundeskreis der Familien-Erlebnistag statt. Wachen, Musiker, Edelleute, Handwerker, Gesinde werden vom Verein gestellt und beleben die Burg wie in früheren Zeiten.

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