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Corona-Fälle am Krankenhaus in Mittweida

Zwei Mitarbeiter der Einrichtung sind positiv auf das Virus getestet worden. Die Zahl der Nachweise ist am Freitag insgesamt um acht gestiegen.

Fast 70 Mitarbeiter und Patienten am Krankenhaus in Mittweida sind auf Corona getestet worden.
Fast 70 Mitarbeiter und Patienten am Krankenhaus in Mittweida sind auf Corona getestet worden. © Dietmar Thomas

Mittweida/Freiberg/Leisnig. Zwei Mitarbeiter des medizinischen Personals am Krankenhaus in Mittweida haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Darüber informierte Kreissprecher André Kaiser am Freitagvormittag. "Für Patienten und Besucher des Krankenhauses besteht derzeit kein Grund zu besonderer Beunruhigung", heißt es zu den Vorfällen aus dem Krankenhaus. 

Innerhalb der Klinik habe umgehend nach Bekanntwerden der Testergebnisse der Krisenstab getagt. Insgesamt seien 67 Personen direkt in der Klinik und von Mitarbeiter der Einrichtung getestet worden. Ein Test habe beim Gesundheitsamt stattgefunden, erklärte Kaiser. Bisher sei bei keinem der Getesteten das Virus nachgewiesen worden, so Kaiser weiter. In den kommenden Tagen stünden nun noch Wiederholungstest beim Personal an.

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"Sowohl das Gesundheitsamt, als auch der Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz wurden hinzugezogen und das Vorgehen abgestimmt", äußerte sich der Kreissprecher. Gemeinsam mit dem Klinikum werde im weiteren Verlauf offensiv zu den Ereignissen kommuniziert. 

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Wann genau die positiven Testergebnisse vorlagen und die Kontaktpersonen getestet worden sind, dazu äußerte sich Kaiser nicht. 

In der Klinik gelten nach wie vor die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen wie Abstandsgebot und Maskenpflicht. Alle möglichen Kontaktpersonen seien informiert worden, so die Klinik. Einschränkungen im Klinikbetrieb gebe es keine. „Die Versorgung der Bevölkerung ist gesichert“, betonte André Kaiser. Auch könnten Angehörige nach wie vor unter den geltenden Hygienebestimmungen im Krankenhaus besucht werden. Im Haus selbst würden derzeit keine Corona-Patienten stationär behandelt.

Grundschüler alle in Quarantäne

Am Freitag wurden zudem die Ergebnisse der Tests in der Grundschule in Langenleuba-Oberhain bekanntgegeben. Alle Test waren bis dahin ausgewertet worden. Am Mittwoch war darüber informiert worden, dass sich ein Schüler der Einrichtung mit dem Virus infiziert hatte. Daraufhin wurden am Donnerstag in der Schule des Peniger Ortsteils 18 weitere Kinder sowie acht Erwachsene getestet.

Fünf der Test sind positiv ausgefallen, wie Kaiser am Freitagnachmittag sagte. Drei der Betroffenen waren Kinder, darunter ein Schüler der vierten Klasse. Drei Personen der fünf neuen Fälle aus dem Bereich Penig stünden in enger Verbindung mit dem Kind, bei dem als erstes der Virus nachgewiesen wurde. Weiterhin unklar sei die Infektionsquelle, äußerte sich das Gesundheitsamt des Landkreises. Für Montag geplant sei der Test der gesamten Schule. Alle Kinder gehen in Quarantäne.

Drei Leisniger infiziert

Insgesamt lagen der Behörde am Freitag acht neue positive Testergebnisse vor. Neben den Betroffenen in Verbindung mit der Grundschule bei Penig wurde das Virus auch bei drei Bürgern aus der Region Freiberg nachgewiesen. Damit ist im Altkreis bei bisher 164 Personen Covid-19 festgestellt worden. Die Gesamtzahl der positiv Getesteten im Landkreis insgesamt ist damit auf 362 gestiegen. Die Zahl der Personen, die bislang vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden sind, betrug am Freitag 1.673. „1.494 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen“, ergänzte Kaiser.

In der Region Döbeln gab es zum Ende der Woche keine neuen Nachweise.Wie aber inzwischen bekannt wurde, sind die drei Betroffenen aus der Region Döbeln, die am Dienstag gemeldet worden waren, Bürger aus Leisnig. Darüber informierte Bürgermeister Tobias Goth (CDU) am Donnerstag in der Sitzung des Technischen Ausschusses. Bis Ende Juni habe es zehn Fälle in der Bergstadt gegeben. Bis 8. September hätten dann keine neuen Nachweise mehr vorgelegen. (mit DA/rt)

Dieser Artikel ist um 15.34 Uhr aktualisiert worden. 

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