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Kreis investiert 2,5 Millionen Euro in Straßen

Auch Brücken stehen auf dem Sanierungsplan. Doch ein Projekt zieht sich weiter in die Länge.

Seit Jahren ist die Kreisstraße zwischen Noschkowitz und Kattnitz in einem schlechten Zustand. In diesem Jahr gehört sie zu den Sanierungsprojekten des Landkreises.
Seit Jahren ist die Kreisstraße zwischen Noschkowitz und Kattnitz in einem schlechten Zustand. In diesem Jahr gehört sie zu den Sanierungsprojekten des Landkreises. © Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Die Straße zwischen Noschkowitz und Kattnitz soll in diesem Jahr eine neue Fahrbahn erhalten. Das ist eins von neun Projekten im Landkreis Mittelsachsen, die mithilfe des Förderprogramms zur Instandsetzung von Straßen und Ingenieurbauwerken in diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Das hat der Ausschuss für Umwelt und Technik beschlossen.

Mit neun Projekten ist die Liste für die Sanierungen bewusst überzeichnet

So ist unter andere^m vorgesehen, dass die Hennersdorfer Holzbrücke teilweise saniert wird. „Sie bleibt in dieser Zeit befahrbar, da an den Widerlagern und dem Mittelpfeiler gearbeitet wird“, erklärt Peggy Hähnel, Pressereferentin des Landratsamtes. Im Jahr 2022 soll die eigentliche Brücke folgen.

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Auf einer Länge von 1,3 Kilometern wird die Fahrbahn der K 8212 im Bereich Erlebach erneuert. „Nach den Maßnahmen in den Vorjahren wären dann zwei Drittel der sanierungsbedürftigen Strecke fertig“, so Peggy Hähnel. Auf einer Länge von 600 Metern erhält auch die K 7794 in Hirschfeld eine neue Fahrbahn.

Die Sanierung der Großen Kirchgasse in Oederan steht ebenfalls auf dem Plan. „Hierzu gab es Abstimmungen mit dem Denkmalschutz. Denn das vorhandene Kopfsteinpflaster wird durch hellen Asphalt ersetzt“, erklärt die Pressereferentin. Bereits im April soll der Umbau des Knotenpunktes Geschwister-Scholl-Straße in Hartmannsdorf beginnen.

Insgesamt stehen aus dem Förderprogramm rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir haben neun Projekte auf der Liste und diese bewusst überzeichnet, falls wir das eine oder andere nicht realisieren können und ausweichen müssen“, so die Leiterin der Abteilung Straßen Ute Friedrich.

So seien noch Gelder für Deckensanierungen und Oberflächenbehandlung sowie für Brücken und Stützmauern vorgesehen. „Damit können wir partiell größere Reparaturen vornehmen“, so Friedrich.

Ausbau der Straße zwischen Naunhof und Bockelwitz ab zweitem Quartal

Außerdem stellte Ute Friedrich das aktuelle Straßenbauprogramm für Mittelsachsen vor. Dessen Umsetzung hängt unter anderem von den entsprechenden Fördermitteln ab. Drei Maßnahmen sind über die sogenannte Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW Infra) geplant.

Unter anderem soll im Herbst ein Durchlass der Kreisstraße 7754 in Hennersdorf neu gebaut werden und in diesem Zusammenhang auch rund 300 Meter Straße. Rund zwei Kilometer lang ist der Abschnitt der K 7545 zwischen Naunhof und Bockelwitz, dessen Ausbau im zweiten Quartal beginnen und kommendes Jahr fertig sein soll.

Die Arbeiten am dritten und letzten 800 Meter langen Abschnitt der K 8257 in Langenleuba-Oberhain startet Ende September/Anfang Oktober. Im Zuge dieser Maßnahme erfolgt auch eine Brückensanierung.

Über das Förderprogramm GRW Infra plant der Landkreis den zweiten Bauabschnitt an der Waldheimer Straße in Mittweida. „Das ist eine umfassende Maßnahme. Von den Bauarbeiten ist ein FFH-Gebiet, ein spezielles Naturschutzgebiet, betroffen.

Daher ist dort ein Planfeststellungsverfahren notwendig“, sagt Peggy Hähnel. Derzeit erfolge dafür noch die Untersuchung dort lebenden Arter. Die Leiterin der Abteilung Straßen Ute Friedrich rechnet dort nicht vor Ende 2022 mit dem Baubeginn.

Baubeginn für den Burgberg in Kriebstein frühestens in zwei Jahren

Noch offene Anträge bestehen für das Programm „Richtlinie Kommunaler Straßenbau Teil A“. Damit können eigentlich umfassendere Investitionen realisiert werden. Es sei jedoch eine Neuausrichtung des Programms vorgesehen. Der Landkreis will mit diesen Fördermitteln bis 2023 acht Vorhaben realisieren.

Dazu gehören eine Stützwand in Frankenau, die Straßen in Zettlitz, Köthensdorf, Hartmannsdorf, Mühlbach und zwischen Hammerleubsdorf und Gahlenz sowie der Burgberg in Kriebstein. Für diesen muss das Planfeststellungsverfahren erfolgen. Die Unterlagen werden im März bei der Landesdirektion eingereicht.

Ute Friedrich rechnet dort frühestens in zwei Jahren mit einem Baubeginn. Optimistischer gibt sich die Abteilungsleiterin für die Förderung eines Geh- und Radwegs zwischen Oederan und Börnichen, der gemeinsam mit der Stadt entstehen soll.

Mit Eigenmitteln des Landkreises erfolgt auf einer Länge von 600 Metern eine Fahrbahnerneuerung in Röllingshain. „Damit ist dann die gesamte Straße von Ottendorf über Röllingshain nach Altmittweida saniert“, sagt die Pressesprecherin.

Weiterhin ist die Erneuerung der Brücke in Garnsdorf ebenfalls aus Eigenmitteln des Landkreises geplant. Der Verkehr auf der Ringethaler Brücke musste eingeengt werden, dieses Jahr folgt deren Sanierung, die etwa ein Vierteljahr dauern wird.

Zwischen Theeschütz und Lüttewitz wird ab Mitte April gebaut

Eine umfassende Unterhaltungsmaßnahme ist auf der K 7597 zwischen Theeschütz und Lüttewitz von Mitte April bis Ende Mai geplant. Dort wird der Kreis über mehrere Wochen die Fahrbahn sowie den Straßengraben auf fast zwei Kilometern Länge sanieren. „Zum Jahreswechsel 2021/2022 wird die Kreisstraße zur Gemeindestraße umgestuft“, erklärt Ute Friedrich.

Letztendlich werden zwei Projekte aus dem vergangenen Jahr 2021 fortgeführt. „Dabei handelt es sich um die Erneuerung der Stützwand in Ottendorf und die letzte Maßnahme zur Beseitigung von Hochwasserschäden 2013 in Berthelsdorf“, so die Pressesprecherin.

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