merken
PLUS Döbeln

Mittelsachsen sucht Unterstützung für Kreisbrandmeister

Erstmals soll es auch einen hauptamtlichen Stellvertreter geben. Die Zahl der ehrenamtlichen Stellvertreter wird reduziert.

Das Feuerwehrwesen in Mittelsachsen soll spätestens Anfang 2022 umstrukturiert werden.
Das Feuerwehrwesen in Mittelsachsen soll spätestens Anfang 2022 umstrukturiert werden. © Symbolfoto: SZ/Uwe Soeder

Mittelsachsen. Erstmals ist das Landratsamt auf der Suche nach einem stellvertretenden, hauptamtlichen Kreisbrandmeister. Das bestätigte Kreissprecher André Kaiser. Im Ergebnis der Ausschreibung solle der Posten erstmalig besetzt werden, äußerte sich Kaiser.

„Diese Stelle dient der Unterstützung des Kreisbrandmeisters in der Wahrnehmung seiner Aufgaben sowie zu seiner Vertretung in Abwesenheit“, so Kaiser weiter. Neben dem hauptamtlichen Stellvertreter werde es aber weiterhin die ehrenamtlichen Stellvertreter geben.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

Derzeit verfügt der Landkreis über acht ehrenamtliche Stellvertreter. „Deren Aufgabe ist es unter anderem bei Einsätzen die örtlichen Einsatzleitungen zu beraten, gegebenenfalls können sie diese auch übernehmen. Außerdem überprüfen sie die Aufstellung, Ausrüstung, den Leistungsstand und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren“, hieß es seitens des Landkreises bei der Bestellung der Ehrenamtler im Dezember 2019.

„Aufgrund der Größe Mittelsachsens, der Anzahl der Wehren und der Vielzahl der Mitglieder ist es erforderlich, mehrere Vertreter zu berufen“, erklärte damals der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller. In seinen Geschäftskreis gehört die zuständige Abteilung Ordnung, Sicherheit und Veterinärwesen. Die Vertreter sind vom Kreistag bis Ende 2021 bestellt. Die ehrenamtlichen Stellen werden in diesem Jahr neu ausgeschrieben.

Inspektionsbereiche kommen

Im Zuge der Neubesetzung der Positionen soll es insgesamt eine Umstrukturierung des Feuerwehrwesens geben, wie der amtierende Kreisbrandmeister Tommy Kühn in einem vorherigen Gespräch mit Sächsische.de erklärte.

Geplant sei, das Feuerwehrwesen in sechs Inspektionsbereiche aufzuteilen, zwei in der Region Freiberg, drei im Bereich Mittweida sowie einen Bereich in der Region Döbeln.

Damit reduziert sich auch die Zahl der ehrenamtlichen Stellvertreter auf sechs. Denn pro Inspektionsbereich soll es zukünftig einen Ansprechpartner geben. Spätestens ab Januar 2022 sollte das neue Konzept umgesetzt werden.

Tommy Kühn selbst ist erst seit Juni 2020 im Amt. Zuvor war der Posten des Kreisbrandmeisters einige Zeit unbesetzt gewesen. Vorgänger Gerald Nepp war im Mai 2019 verabschiedet worden.

Tommy Kühn ist seit Juni 2020 Kreisbrandmeister in Mittelsachsen.
Tommy Kühn ist seit Juni 2020 Kreisbrandmeister in Mittelsachsen. © Dietmar Thomas

Mehr zum Thema Döbeln