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Der Heilige im Rathaus

Franz von Assisi steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die im Rathaus Waldheim eröffnet wird. Auch ein Film wird gezeigt.

Von Elke Braun
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Projektleiter Pier Giorgio Furlan in der Ausstellung über das Theaterstück „Franz von Assisi“, die derzeit vor dem Rathaussaal in Waldheim aufgebaut wird.
Projektleiter Pier Giorgio Furlan in der Ausstellung über das Theaterstück „Franz von Assisi“, die derzeit vor dem Rathaussaal in Waldheim aufgebaut wird. © Dietmar Thomas

Waldheim. Barrieren überwinden und vermeintliche Grenzen überschreiten. Dieses Ansinnen hat Pier Giorgio Furlan, Chef des Förderkreises Centre Arte Monte Onore (Camo) aus Ehrenberg dazu bewogen, ein Theaterstück über Franz von Assisi in Szene zu setzen.

Assisi, Begründer des Ordens der Franziskaner, lebte in Armut und wurde aufgrund seiner Lebensweise und seiner Verbundenheit zu den Armen, Tieren und zur Umwelt zwei Jahre nach seinem Tod von der katholischen Kirche heiliggesprochen.

Rund 150 Laiendarsteller, Menschen mit Behinderungen und verschiedener Nationalitäten aus Mittelsachsen und Chemnitz, wollten das barrierefreie Stück „Franz von Assisi“ bereits im Februar vergangenen Jahres in der Oper Chemnitz vor großem Publikum auf die Bühne bringen. Doch die Corona-Pandemie machte die Pläne zunichte. In dieser Situation entstand die Idee, das Stück im Opernhaus durch ein Filmteam aufnehmen zu lassen. Im September vergangenen Jahres wurde der Film dort erstmals gezeigt und danach mehrfach im kleineren Kreis.

Kostüme, Masken und Schautafeln

Am Sonntag kommt das Kunstwerk nun nach Waldheim. Damit beginnt ein Reigen von Veranstaltungen, der mit dem Projekt im Zusammenhang steht. Im Foyer des Rathauses und vor dem Ratssaal im zweiten Obergeschoss wird eine Ausstellung mit Originalkostümen, Schautafeln mit Bildern von der Aufführung, Masken und Requisiten zu sehen sein.

Die Vernissage beginnt am Sonntag um 18 Uhr mit einem Grußwort des Bürgermeisters Steffen Ernst (FDP). Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts durch Museumsleiterin Stephanie Falkenstein und Projektleiter Pier Giorgio Furlan werden im Ratssaal Ausschnitte aus dem Film gezeigt. Einige Darsteller werden in Originalkostümen flanieren. Der Eintritt ist frei.

Projekt der intensiven Volksverbundenheit

Die Schau ist dann bis zum 31. März zu sehen. „Wir sind sehr stolz, dass wir die Ausstellung präsentieren dürfen, weil es ein Projekt der intensiven Volksverbundenheit aller Menschen ist, egal welcher Abstammung und ob mit körperlichem oder geistigem Handicap“, sagt Stephanie Falkenstein. Sie freut sich, dass die Stadt Waldheim das Projekt, das im Übrigen der Papst gesegnet hat und dessen Schirmherr Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist, unterstützt.

Für die Vernissage am Sonntag, 18 Uhr, wird um Anmeldung im Stadt- und Museumshaus unter Telefon 034327 57234 oder per Mail unter [email protected] gebeten. Die aktuell gültigen Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Workshops für jeden Interessierten

Mit dem Projekt befassen sich außerdem zwei Theater-Workshops am 12. und 13. März und am 19. und 20. März, jeweils ab 11 Uhr, im Stadt- und Museumshaus. Anmeldungen sind bis 10. März möglich. Die Workshops sind für Teilnehmer ab 16 Jahren geeignet. „Die Altersbegrenzung ist die einzige Einschränkung, die wir haben. Ansonsten kann jeder mitmachen, der es möchte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und niemand muss Vorbehalte haben“, so Stephanie Falkenstein.