merken
PLUS Döbeln

Fehlendes Material: Kirchensanierung stockt

An der Sankt-Magaretha-Kirche in Schönerstädt werden seit Februar das Dach und der Turm saniert. Doch wie geht es nun ohne Material weiter?

Rund um das Dach und das Türmchen der Sankt-Magaretha-Kirche in Schönerstädt ist ein Gerüst aufgestellt. Eigentlich sollten dort jetzt Bauarbeiten laufen. Doch das Baumaterial fehlt.
Rund um das Dach und das Türmchen der Sankt-Magaretha-Kirche in Schönerstädt ist ein Gerüst aufgestellt. Eigentlich sollten dort jetzt Bauarbeiten laufen. Doch das Baumaterial fehlt. © Dietmar Thomas

Hartha. Eigentlich sollte die Sankt-Magaretha-Kirche in Schönerstädt bis Ende des Jahres eine neue Dachkonstruktion erhalten. Soweit der Plan. Doch nun macht den Arbeitern fehlendes Material einen Strich durch die Rechnung.

Wie Pfarrerin Susanne Willig sagt, fehle es vor allem an Holz. „Die Rohstoffknappheit derzeit macht uns ganz schön zu schaffen“, sagt sie. Vor allem an der Dachkonstruktion und am Türmchen seien die Arbeiten seit dem Frühjahr schon fortgeschritten, müssten jetzt aber dadurch erst einmal ruhen. „Wir haben mit den Baufirmen gesprochen und sie sehen derzeit keine Lösung, die Arbeiten fristgerecht weiter auszuführen“, so Willig.

Anzeige
Bunte Sachen musst Du tragen!
Bunte Sachen musst Du tragen!

Endlich eine volle Breitseite Kultur! Beim Mittelaltermarkt und Bardentreffen im Kloster Altzella bei Nossen.

Daher sollen nun erst einmal kleinere Arbeiten im Innenbereich fortgeführt werden, die mit den derzeit noch vorhandenen Baustoffen machbar sind. Das Projekt grundsätzlich ruhen und erst ein oder zwei Jahre später anzugehen, sei jedoch keine Option. „Die Arbeiten sind doch schon sehr nötig, da wir die Bausubstanz und das Innere nicht beschädigen wollen.“

Wichtig sind die Sanierungsarbeiten auch deshalb, weil einzelne Dachziegel in der Vergangenheit schon vom Dach herunterfielen und somit auch eine Gefahr für Besucher im Außenbereich darstellten. Zuletzt wurde die Sankt-Magaretha-Kirche in Schönerstädt zwischen 1820 und 1823 grundlegend erneuert.

Damals mit einer erheblichen Umgestaltung des Innenbereichs, so Willig. Das wird dieses Mal mit Blick auf den Denkmalschutz möglichst verhindert. Auch die zuständige Behörde des Landkreises hat darauf ein Auge.

Maximal 15 Gäste während Corona-Gottesdiensten

Insgesamt investiert die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Hartha 223.000 Euro in die ehemalige Wallfahrtskirche in Schönerstädt. Rund 100.000 Euro kommen aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union. Weitere finanzielle Unterstützung erhält das Bauprojekt von der Landeskirche Sachsen sowie durch verschiedene Privatspender.

Sobald die Arbeiten rund um das Dach und das Türmchen beendet sind, will die Krichgemeinde gleich mit dem Glockenstuhl weitermachen. „Auch dieser benötigt dringend eine Sanierung“, so Pfarrerin Susanne Willig.

Wann dieser nächste Sanierungsabschnitt jedoch beginnen könne, sei derzeit noch völlig offen. „Wir müssen nun erst einmal schauen, dass das erste Projekt mit ausreichend Material fertig wird. Wir hoffen auf Ende dieses Jahres.“

Bis dahin wird es aber auch weiterhin wie gewohnt einen Gottesdienst geben. Der Pfarrerin zufolge seien die Bauarbeiten keine Gefahr für die Besucher innerhalb des Gotteshauses.

Erlaubt sind derzeit aufgrund der Corona-Pandemie jedoch ausschließlich etwa 15 Gäste mit Mund-Nasen-Schutz und ausreichend Abstand. Teilweise gebe es auch Online-Angebote, so Susanne Willig, die in den vergangenen Tagen auch eine dementsprechende Fortbildung besucht hat.

Nächster Gottesdienst in Schönerstädt: Pfingstsonntag, 23. Mai, 10.15 Uhr

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln