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Roßwein: Kommunikation ohne Worte

Am Muldeufer entsteht ein besonderer Film. Für das Kunstprojekt wird zuvor gebastelt und gefaltet.

Am Muldeufer entsteht ein besonderer Film. Für das Kunstprojekt wird zuvor gebastelt und gefaltet.
Am Muldeufer entsteht ein besonderer Film. Für das Kunstprojekt wird zuvor gebastelt und gefaltet. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Roßwein. Die Mitglieder des Theatervereins Freiraum haben zur Kamera gegriffen – am Sonnabend in Roßwein und am Sonntag in Döbeln. Die Initiatoren Aleš und Alexej Vancl, Heda Bayer und Frieda Friedemann wollen der besonderen Zeit die Stirn bieten und die Menschen erfreuen.

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Der Film sollte bereits im vergangenen Herbst produziert werden, die Corona-Maßnahmen haben es damals aber nicht zugelassen. Mit dem Kunstprojekt unter freiem Himmel wird ein Film produziert, der später unter anderem auf der Website des Vereins zu sehen sein wird. „Zunächst dachten wir, es wird sich gar niemand bei uns melden“, so Aleš Vancl, der in Roßwein lebt und wirkt. „Aber nach nur zwei Tagen war unsere Liste voll und wir mussten sogar Interessenten absagen. Die meisten Bewerber waren Zuschauer, Freunde und Bekannte. Da wir unter freiem Himmel und mit großen Abständen drehen, ist es eine praktikable Möglichkeit.“

Bevor das eigentliche Filmen beginnen konnte, wurde gebastelt und gefaltet. Es entstanden Fische, Blätter, Vögel, Masken und Mobiles, die an der blauen Muldebrücke in Roßwein befestigt wurden. „Alles aus Papier und Naturprodukten“, so Heda Bayer. „Wir falten Papier zusammen, damit wir uns danach entfalten können.“

Aleš Vancl organisiert nicht nur, er spielt auch mit.
Aleš Vancl organisiert nicht nur, er spielt auch mit. © Lars Halbauer

Mit sieben Jahren die jüngste Mitwirkende war Gwendoline aus Chemnitz. „Eigentlich wollte ich bei der Aufführung eine Einhorn-Maske mit Fledermaus-Flügeln basteln, die waren dann aber irgendwie zu groß, darum haben wir eine wirklich große Fuchsmaske gefaltet. Das hat sehr großen Spaß gemacht“, sagt die junge Laienschauspielerin stolz.

Das Bild zwischen den Muldebrücken war tatsächlich besonders: Weiß und schwarz gekleidete Darsteller stellten zu klassischer Musik die Kommunikation mit Abstand dar. Aus Bewegungen und Blicken wurde Kommunikation – etwas aussagen, ohne nah beieinander sein zu können. Ein festes Drehbuch gab es dafür nicht, jeder Durchgang der Inszenierung sah etwas anders aus.

Am Ende waren alle Darsteller erschöpft aber glücklich, unter freiem Himmel die Anwohner zwischen der roten und blauen Muldebrücke, die zahlreich aus ihren Fenstern zuschauten, erfreut zu haben. „Ein Datum, wann es den Film zu sehen gibt, steht noch nicht fest. Mit der Filmwerkstatt der Kulturstiftung Sachsen, haben wir hier eine große Unterstützung. Wir werden es aber auf jeden Fall bekannt geben, wenn wir ihn veröffentlichen.“ sagt Alexej Vancl.

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