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Sanierung an Ostraus Kalköfen gestartet

Die Kalköfen in Münchhof sollen künftig touristisch nutzbar werden. Dafür muss noch einiges passieren, die Bauleistungen sind jedoch mittlerweile vergeben.

Baustellenzaun rund um die Kalköfen in Ostrau: Bald soll das Gebiet touristisch nutzbar sein. Dafür saniert es die Gemeinde für viel Geld.
Baustellenzaun rund um die Kalköfen in Ostrau: Bald soll das Gebiet touristisch nutzbar sein. Dafür saniert es die Gemeinde für viel Geld. © Dietmar Thomas

Ostrau. Lang wurde über die weitere Nutzung der Kalköfen im Ostrauer Ortsteil Münchhof diskutiert, mittlerweile steht jedoch fest: Künftig sollen sie touristisch genutzt werden. Deshalb sollen die Bauwerke zunächst erhalten und im Anschluss entsprechend attraktiv für Gäste gestaltet werden.

„Dadurch wird auch der unmittelbar vorbeiführende Jahnatal-Radweg touristisch aufgewertet“, sagt Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).Bereits im Frühjahr vergaben die Gemeinderäte Maurer- und Tiefbauarbeiten, nun folgten in der vergangenen Ratssitzung die letzten Metallbauleistungen. Vorgesehen, so der Bürgermeister, sei auf der oberen Aussichtsplattform des Kalkofens im Randbereich ein Geländer mit Handlauf und Pfosten.

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8.000 Euro Mehrkosten für Kalköfen als geplant

„Für den Zugang zu dem oberen Teil des nördlichen Kalkofens soll in eine Brennkammer eine Spindeltreppe mit Geländer, Zwischen- und Ausstiegspodest montiert werden“, erklärt Schilling. „Die Treppe ist sechs Meter hoch, der Durchmesser beträgt etwa 1,50 Meter.“ Die beiden anderen Brennkammern erhalten eine geschmiedete Abdeckung und einen Schutzzaun vor den Eingängen im unteren Bereich.

Die Metallbauleistungen wurden ausgeschrieben, beworben haben sich drei Firmen, die für bereits realisierte Objekte ähnliche Arbeiten durchgeführt haben. Letztlich wurde der Auftrag der Firma „Metallbau Kaiser“ aus Leisnig für 36.715,00 Euro zugeschrieben.

Die Kosten sind Teil der Gesamtsumme von 215.000 Euro, für die beide Kalköfen sowie das zugehörige Areal in Angriff genommen werden sollen. Für die Maßnahme erhielt die Gemeinde die Zusage für eine 80-prozentige Förderung durch EU-Mittel. Eigentlich hatte die Verwaltung geplant, beide Öfen in einem Zug zu sanieren.

Die ersten Bauarbeiter haben ihre Arbeiten auf den Kalköfen im Ostrauer Ortsteil Münchhof begonnen. Zukünftig sollen sie touristisch nutzbar sein.
Die ersten Bauarbeiter haben ihre Arbeiten auf den Kalköfen im Ostrauer Ortsteil Münchhof begonnen. Zukünftig sollen sie touristisch nutzbar sein. © Dietmar Thomas

Doch schon im März stand fest, dass durch die relativ starke neue Schädigung des südlichen Kalkofen die Kosten für eine Komplettsanierung zu hoch wären. Der südliche Ofen soll nun zumindest notdürftig gesichert werden. „Wir werden aus diesem Ofen wohl noch mal ein neues Projekt machen müssen“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling. Doch so weit sei es derzeit noch nicht.

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Im Fördermittelantrag der Gemeinde Ostrau war eine Gesamtsumme von 215.000 Euro veranschlagt. „Nach aktuellem Kostenstand der eingegangenen Angebote würde ein Preis von 223.000 Euro zustande kommen“, so Projektplaner Jochen Ritter-Müller im März. Im Tiefbau seien die Gestaltungsmöglichkeiten jedoch groß, sodass sich die 8.000 Euro Mehrkosten vielleicht einsparen ließen.

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