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Döbeln

Einige Vereine feiern Leisnigs Stadtjubiläum

Die Resonanz auf den Aufruf des Heimatvereins ist spärlich. Vergessen wird die Ersterwähnung der Bergstadt vor nunmehr 975 Jahren aber nicht.

Hobbyschmied und -seiler Klaus-Dieter Reißmann wünscht sich, dass noch mehr Privatpersonen und Vereine dem Aufruf des Leisniger Heimatvereins folgen und die Stadt im Juni schmücken, obwohl dann kein Heimatfest gefeiert wird.
Hobbyschmied und -seiler Klaus-Dieter Reißmann wünscht sich, dass noch mehr Privatpersonen und Vereine dem Aufruf des Leisniger Heimatvereins folgen und die Stadt im Juni schmücken, obwohl dann kein Heimatfest gefeiert wird. © Archiv/Falk Bernhardt

Leisnig. Es sollte ohnehin nur ein kleineres Jubiläumsfest werden, nicht vergleichbar mit der Feier 1996, bei der Leisnig ein neues Wahrzeichen bekommen hat: einen eigenen Riesenstiefel. Doch coronabedingt, so scheint es zumindest einigen Mitgliedern des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins, droht die Ersterwähnung der Stadt so ziemlich in Vergessenheit zu geraten.

Dem wollten einige Akteure des Vereins entgegentreten, indem sie die Einwohner und Vereine der Stadt wenigstens zum Schmücken im Monat Juni, vor allem aber am Festwochenende der zurückliegenden Jubiläumsfeier (3. Juniwochenende), aufgerufen haben. Die Resonanz war bislang mäßig, gibt Klaus-Dieter Reißmann zu. Er ist einer der drei Ansprechpartner des Heimatvereins, die Ideen aus der Bevölkerung entgegennehmen wollten.

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„Bislang gab es unter anderem Rückmeldungen von Carnevalsclub Leisnig, von den Fußballern und Tennisspieler, die in diesem Jahr auch das 100. Vereinsbestehen feiern, sowie von den Bürgerschützen“, sagt Reißmann. Die Privilegierten Bürgerschützen feiern in diesem Jahr das 600. Gründungsjubiläum des Vereins und wollen das keineswegs sang- und klanglos verstreichen lassen.

Weitere Initiativen sind willkommen

Die meisten Vereine haben angeboten, aus Anlass des Heimatfestes ein Schaufenster zu gestalten. Das wird auch der Heimatverein als Initiator der Schmückungsinitiative tun. Klaus-Dieter Reißmann hat das Schaufenster gerade fertiggestellt, das er namens der Altstadtfestgruppe „Historische Handwerkerstraße“ in der Kirchstraße eingerichtet hat. „Es zeigt altes Handwerk, das es einmal in Leisnig gab“, sagt Reißmann, der selbst immer wieder den Schmiedehammer schwingt, sich aber auch in der Seilherstellung nach traditioneller Art versteht.

Auch private Schmückungsinitiativen sind willkommen. Da will die Familie Reißmann ebenso mit gutem Beispiel vorangehen und plant für Freitag eine Aktion am eigenen Grundstück an der Chemnitzer Straße. „Schön wäre, wenn sich noch einige Familien anschließen und unserem Aufruf zum Schmücken der Stadt folgen“, sagt Vereinschef Uwe Reichel.

Und wer tatsächlich schmückt, der sollte die Wimpel danach nicht zu weit weglegen. Möglicherweise gibt es im August ja doch ein Altstadtfest – zu dem ebenfalls noch einmal daran erinnert werden könnte, dass Leisnig 2021 ein Stadtjubiläum zu feiern hat.

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