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Leisnig: Es ruckelt auf der Umgehungsstraße

Im Bereich der Eisenbahnbrücke hat sich der Fahrbahnbelag gesetzt. Damit müssen die Autofahrer einige Zeit leben.

Auf der Umgehungsstraße in Leisnig darf über die Eisenbahnbrücke nur mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
Auf der Umgehungsstraße in Leisnig darf über die Eisenbahnbrücke nur mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden. © Dietmar Thomas

Leisnig. Eine Umgehungsstraße hat den Vorteil, dass der Verkehr nicht durch die Stadt rollt und dass es – im Normalfall – zügig vorangeht. Nicht so jedoch auf der Leisniger Umgehungsstraße.

Im Bereich der Eisenbahnbrücke unweit des Abzweigs nach Altleisnig ist die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt. Und das ist auch gut so, denn bei einer höheren Geschwindigkeit dürfte es die Autofahrer ordentlich durchrütteln.Doch welche Schäden liegen genau vor? „Der Straßendamm weist im Bereich der Brückenflügel vor und nach der Brücke Setzungen und Aushöhlungen durch Tiere auf. Außerdem sind im Fahrbahnbereich vor und nach der Brücke Setzungen im Fahrbahnbelag entstanden“, sagt Rosalie Stephan von der Pressestelle des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

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Reparaturzeitpunkt noch offen

Die Schäden haben sich seit dem Bau der Brücke kontinuierlich entwickelt. „Dem Lasuv sind diese seit der Umstufung der Straße zur S 36 bekannt. Zu einer weiteren Vergrößerung der Schäden kam es im Jahr 2020“, so Stephan.

Wann eine Reparatur erfolgen kann, steht noch nicht fest. „Mit Blick auf das aktuelle Schadensbild, den Umfang der erforderlichen Instandsetzungsleistungen und dem aus der Geschwindigkeitsbeschränkung resultierenden Maß der Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer konnte bisher noch kein Zeitpunkt für eine Instandsetzung festgelegt werden“, so Stephan.

Um die Schäden zu reparieren, sind zwei Hauptschritte erforderlich. Zum einen muss die Hinterfüllung des Widerlagers im Bereich der Brückenflügel neu aufgebaut werden. Anschließend ist die Fahrbahndecke in den betroffenen Bereichen zu erneuern. Wie hoch die Reparaturkosten sind, lasse sich noch nicht sagen.

Instandsetzungsplan wird erarbeitet

Da die S36 auch als Autobahnzubringer fungiert, ist die Frage spannend, ob es aufgrund der Sanierung zu Vollsperrungen kommt. Doch auch dazu kann das Lasuv noch keine Aussage treffen. „Details zur Bautechnologie und den damit verbundenen erforderlichen Verkehrsraumeinschränkungen werden im Zuge einer Instandsetzungsplanung erst noch erarbeitet“, heißt es. Das heißt also, dass die Autofahrer noch geraume Zeit die herabgesetzte Geschwindigkeit an dieser Stelle beachten sollten, um Schäden an ihren Fahrzeugen zu vermeiden.

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Die Umgehungsstraße ist zum 1. Juli 2019 komplett zur Staatsstraße umgewidmet worden. Bis dahin war die S36 noch durch Leisnig – unter anderem über die Johannistalstraße – verlaufen. Ursprünglich sollte der Straßentausch bereits zum 1. Januar 2019 erfolgen, hatte sich jedoch um ein halbes Jahr verzögert.

Eine Aufwertung, von den Behörden Aufstufung genannt, hatte es damals für die von der Stadt gebaute Umgehungsstraße zwischen Einmündung Colditzer Straße und Rüdiger-Thiele-Brücke in Fischendorf geben. Dieses Straßenstück wurde bis zur Einmündung Chemnitzer Straße (Stadtbad) zur S36.

Abgestuft zur Kommunalstraße in Trägerschaft der Stadt Leisnig wurde die damalige S36 vom Stadtbad über die Chemnitzer und Johannistalstraße bis zum Olbrichtplatz. Vom Olbrichtplatz bis zur Einmündung Döbelner Straße in Fischendorf ist sie dagegen als Kreisstraße (7515) in Trägerschaft des Landkreises Mittelsachsen übergegangen.

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